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Ministerium für Inneres und Sport
 

Minister Bouillon stellt Sonderprogramm „Sanierung Kunstrasenplätze“ vor

Pressemitteilung vom 13.04.2016 - 18:30 Uhr

Innen- und Sportminister Klaus Bouillon legt ein neues Sonderprogramm zur Unterstützung der Fußballvereine im Saarland auf. Das Gesamtvolumen beträgt 2 Millionen Euro. Anlass ist die steigende Zahl von Kunstrasenplätzen, die nach Jahren intensiver Nutzung saniert werden müssen. Am Mittwoch, 13.04., hat der Minister Mitgliedern aus saarländischen Vereinen, die in den Jahren von 2002 bis 2004 einen Kunststoffrasenplatz gebaut haben, das Programm vorgestellt.

Sportminister Klaus Bouillon (rechts) informiert gemeinsam mit dem Präsidenten des LSVS, Klaus Meiser, Vertreter saarländischer Sportvereine über das Sonderprogramm "Sanierung Kunstrasenplätze".
Sportminister Klaus Bouillon (rechts) informiert gemeinsam mit dem Präsidenten des LSVS, Klaus Meiser, Vertreter saarländischer Sportvereine über das Sonderprogramm "Sanierung Kunstrasenplätze".

„Der Sport dient als verbindendes Element in der Gesellschaft. Deshalb ist es von enormer Bedeutung, den Erhalt von Sportstätten im Saarland nach Möglichkeit zu unterstützen. Mit Hilfe dieses Sonderprogrammes soll den Vereinen der Schritt zu einer Sanierung ihrer Kunstrasenplätze erleichtert und auch die Belastung der Kommunen verringert werden“, sagt Minister Bouillon.
Zurzeit tragen die am Spielbetrieb des Saarländischen Fußballverbandes teilnehmenden Vereine auf 125 Kunstrasenplätzen ihre Spiele aus (zusätzlich auf 147 Naturrasenplätzen und 45 Hartplätzen).
Angesicht der schwierigen finanziellen Lage der Kommunen und Vereine hat der Sportminister gemeinsam mit dem Präsidenten des Landessportverbandes für das Saarland, Klaus Meiser, die Initiative ergriffen, um den Trainings- und Spielbetrieb auch in den nächsten Jahren in den Vereinen aufrecht erhalten zu können.
Über die genaue Ausgestaltung des Programms wurden die betroffenen Vereine im Rahmen einer Informationsveranstaltung an der Hermann-Neuberger-Sportschule informiert.
Voraussetzung einer Förderung aus dem Sonderprogramm ist, dass die Sanierung des Sportplatzes auch von der Sportplanungskommission als förderfähig anerkannt und bezuschusst wird und der verbleibende Eigenanteil von der Kommune und dem Verein getragen wird.

Grundsätzlich kann die Sanierung eines Kunstrasenplatzes mit maximal 55.000 Euro durch die Sportplanungskommission bezuschusst werden. Das Ministerium für Inneres und Sport gewährt bei Vorliegen der Voraussetzungen der jeweiligen Kommune auf Antrag eine Bedarfszuweisung in gleicher Höhe wie der eigene – zusätzliche – Zuschuss der Kommune, maximal bis zur Höhe des grundsätzlichen Zuschusses der Sportplanungskommission. 

Bouillon: „Mit diesem Sonderprogramm schaffen wir Planungssicherheit und helfen mit, dass unsere Fußallvereine unter anderem ihre wertvolle Jugendarbeit fortführen und ihren wichtigen und unersetzlichen Beitrag zum Gemeinwohl leisten können.“

Zum Hintergrund:
Die durchschnittliche Lebenserwartung der Kunststoffrasenplätze der zweiten Generation (Kunststoffrasenplätze mit Sandverfüllung) beträgt 13 bis 15 Jahre. Plätze der dritten Generation (Verfüllung mit Quarzsand und Gummigranulat) haben nach derzeitigen Erfahrungswerten im Saarland eine durchschnittliche Lebenserwartung von 10 Jahren.
In den Jahren 2002 bis 2004 wurden im Saarland insgesamt 43 Kunstrasenplätze gebaut. Davon wurden drei Plätze (Bachem, Pachten, Merchweiler) bereits im Jahr 2015 saniert. In den nächsten drei Jahren stehen die übrigen zur Erneuerung an. Die durchschnittlichen Kosten für die Erneuerung eines Kunststoffrasenplatzes sind abhängig von der Größe sowie der Dicke und des Zustands der elastischen Tragschicht. Ist es nicht erforderlich die Tragschicht zu erneuern, müssen 215.000 Euro bis 240.000 Euro, ansonsten bis zu 330.000 Euro eingerechnet werden.