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Ministerium für Inneres und Sport
 

Schlüsselübergabe der Dependance Hirschbach

Pressemitteilung vom 15.03.2016 - 16:50 Uhr

Innenminister Klaus Bouillon hat am heutigen Dienstag, den 15. März 2016, offiziell die Dependance Hirschbach eröffnet, die als Aufnahmeeinrichtung für Asylsuchende genutzt werden soll. Dadurch wird es dem Ministerium für Inneres und Sport auch in Zukunft möglich sein, allen ankommenden Flüchtlingen im Saarland eine gute Unterkunft bis zur Weiterleitung in die Kommunen zu bieten.

Minister Bouillon bei der symbolischen Schlüsselübergabe mit RAG-Vertreter Rudolf Krumm.
Minister Bouillon bei der symbolischen Schlüsselübergabe mit RAG-Vertreter Rudolf Krumm.

„Auch wenn wir momentan vergleichsweise geringe Zugangszahlen verzeichnen, wollen wir vorsorgen und neben der Landesaufnahmestelle Lebach eine geeignete Ausweichmöglichkeit vorhalten, wenn sich die Zahl der ankommenden Flüchtlinge wieder erhöht“, sagt Innenminister Bouillon. „Diese Maßnahme ist im Interesse unserer einheimischen Bevölkerung und der Menschen, die zu uns kommen.“ 

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr und bei einer Belegung der Erstaufnahmestelle Lebach mit teilweise über 4.000 Menschen hat Minister Bouillon verschiedene potenzielle Standorte besichtigt und Ende 2015 den Umbau des RAG-Gebäudes in Hirschbach veranlasst.
Klaus Bouillon: „Die Lage war äußerst schwierig. Aber unsere Planungen, unsere Sonderprogramme und die gute Arbeit meines Teams in der Landesaufnahmestelle und den Kommunen haben dazu geführt, dass wir keine einzige Sporthalle belegen musste, im Gegensatz zu etlichen anderen Bundesländern, was dort zu erheblichen Problemen geführt hat.“

Das ehemalige Gastarbeiterwohnheim Hirschbach und spätere Bürogebäude der RAG umfasst vier Stockwerke mit einer Nutzfläche von rund 3000 Quadratmeter. Etwa 420 Personen können in dem Gebäude in Hirschbach untergebracht werden. „Der Personenkreis soll sich zu je einem Drittel aus Paaren, Familien mit älteren Kindern und allein reisenden Männer zusammensetzen“, erklärt der Minister.
Die Menschen werden auf vier Stockwerken in Mehrbettzimmern und Wohngruppen untergebracht. Auf jeder Etage sind mindestens zwei Räume als Aufenthalts-, Schulungs- und Betreuungsräume mit Teeküche vorhanden. Die Verpflegung der Flüchtlinge übernimmt ein Catering-Unternehmen in einem Ausgabecontainer vor dem Gebäude. Vor der Unterkunft befinden sich auch zusätzliche Sanitärcontainer.

Minister Bouillon: „Vor ihrer Unterbringung in Hirschbach werden die Flüchtlinge im neuen Ankunftszentrum in Lebach registriert, um einen Monat später auf die Kommunen verteilt zu werden.“
Der Innenminister hat die Verteilung auf die Kommunen von 3 auf 4 Wochen hochgesetzt. „Aufgrund unserer aktuellen Kapazitäten sind wir in der Lage, die Zuteilungszeiten zu verlängern. Und den Kommunen somit eine längere Vorbereitungszeit zu ermöglichen“, so Bouillon.
Der Minister weiter: „Wir werden somit auch 2016 in der Lage sein, eine Belegung von Hallen und Dorfgemeinschaftshäusern zu vermeiden und den Sport, die Kultur und das Miteinander in den Stadtteilen zu erhalten. Dies muss stets unser oberstes Ziel sein.“

Wie in Lebach sollen in Hirschbach Sprach- und Erstorientierungskurse angeboten werden. Außerdem wird zur Sicherheit der Bevölkerung sowie der Bewohnerinnen und Bewohner der Dependance ein privater Sicherheitsdienst rund um die Uhr vor Ort sein. 

RAG-Vertreter Rudolf Krumm lobt die gemeinsame Arbeit: „Im September 2015 haben wir ein erstes Gespräch über die Zurverfügungstellung einer Flüchtlingsunterkunft geführt. Seit dieser Zeit arbeiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RAG und ein Team des Innen- und des Finanzministeriums eng zusammen. Wir freuen uns, dass wir heute das Gebäude als Dependance offiziell übergeben können und bedanken uns für die konstruktive Zusammenarbeit.“