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Statistik

 

Verdienste und Arbeitskosten

Im Bereich der Verdienststatistiken werden vierteljährlich die laufenden Verdiensterhebungen im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor durchgeführt. Sie informieren über Bruttoverdienste und Arbeitszeiten der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer. Arbeitskostenerhebungen werden im Produzierenden Gewerbe und in einem Großteil des Dienstleistungssektors alle vier Jahre durchgeführt.
Die Arbeitskostenerhebungen weisen die Höhe und die detaillierte Struktur der Kosten, die durch die Beschäftigung von Arbeitnehmern entstehen, nach Wirtschaftszweigen, Unternehmensgröße und Bundesländern aus.
Die Verdienststrukturerhebungen (früher Gehalts- und Lohnstrukturerhebungen) liefern ebenfalls alle vier Jahre tief gegliederte Angaben zu den Brutto- und Nettomonatsverdiensten. Sie ermöglichen eine Analyse der Verdienste nach einer Vielzahl verdienstbestimmender persönlicher und arbeitsplatzbezogener Merkmale der Arbeitnehmer wie etwa dem Beruf, dem Alter oder der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit.
Was geschähe ohne amtliche Daten über Preise und Löhne?

- Ohne Lohnstatistik würde eine weitere wesentliche, allgemein akzeptierte Informations­quelle für Tarifverhandlungen fehlen. Die Tarifparteien wären zu eigenen Erhebungen gezwungen.

- Ohne Lohnstatistik fehlte eine Grundlage für die Festsetzung der Rentenanpassungen. Die Rentenproblematik würde von Wissenschaft und Politik noch kontroverser diskutiert als bisher.

- Ohne Lohnstatistik ließe sich der Ausgleich für Berufsschäden nach dem Bundes­versorgungsgesetz nicht festlegen; es käme auch deswegen zu Rechts­streitigkeiten.

- Ohne Lohnstatistik würde eine Datenbasis bei Rechtsstreitigkeiten in Wertsicherungs­auseinanderssetzungen fehlen.

- Ohne Daten der Gehalts- und Lohnstrukturerhebung ließe sich das Lohnabstandsgebot nicht einhalten. Damit könnte man nicht mehr den Abstand zwischen Sozialhilfe und unteren Arbeitnehmereinkommen bestimmen, der im Sozialhilferecht verhindern soll, dass für vergleichbare Haushalte die Regelsätze höher sind als Einkünfte aus Erwerbstätigkeit.

- Ohne Daten der Gehalts- und Lohnstrukturerhebung gäbe es keinen Überblick über die Brutto- und   Nettoverdienste. Kontroll- und Vergleichsrechnungen für Tarifverhandlungen würden fehlen und Raum für Spekulationen geben.

Auszug aus: "Gesellschaftlicher Nutzen der amtlichen Statistik", Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2005.


Verdienste und Arbeitskosten

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A 32 Preise, Verdienste, Wirtschaftsrechnungen
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