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Ministerium für Bildung und Kultur
 

Bildungsminister Commerçon stellt Landeskonzept Medienbildung und Förderprogramm für Medienschulen vor

Auftakt Fortbildungsreihe Minicomputer Calliope und informatische Basisbildung an Grundschulen

Pressemitteilung vom 22.03.2017 - 17:45 Uhr

·       Landeskonzept Medienbildung – Gesamtstrategie des Landes für die Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens in der digitalen Welt

·       500.000 Euro für Ausstattung an Schulen

Bildungsminister Ulrich Commerçon stellt das Landeskonzept ‚Medienbildung in saarländischen Schulen vor‘.
Bildungsminister Ulrich Commerçon stellt das Landeskonzept ‚Medienbildung in saarländischen Schulen vor‘.

Landeskonzept „Medienbildung in saarländischen Schulen“

Bildungsminister Ulrich Commerçon hat heute die saarländische Strategie für die Bildung in der digitalen Welt vorgestellt. „Mit dem ‚Landeskonzept Medienbildung in saarländischen Schulen‘ legen wir eine Gesamtstrategie für die Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens in der digitalen Welt vor“, so der Minister. Das Papier wurde gemeinsam mit den Vertretern und Vertreterinnen von Verbänden, Gewerkschaften, Elternvertretungen sowie außerschulischen Partnerinnen und Partnern beraten.

„Insgesamt stehen Jugendliche vor der Herausforderung, sich auf eine immer komplexere Welt einstellen zu müssen. Schule muss Schülerinnen und Schülern deshalb Kompetenzen vermitteln, damit sie an der Informationsgesellschaft gleichberechtigt und selbstbestimmt teilhaben können“, so Commerçon.

Das Landeskonzept soll digitale Medien strukturell im Unterricht, beim Lernen und in der Lehrkräftefortbildung verankern sowie die Medienbildung innerhalb der schulischen Bildung weiterentwickeln. In sieben Handlungsfeldern werden deshalb die Ziele und Maßnahmen für eine umfassende – alle Fächer einbeziehende – Medienbildung in der Schule benannt.

Im Mittelpunkt stehen folgende Ziele:

  • Verbindliche Einführung von Medienbildung in die Lehrpläne aller Fächer und Berücksichtigung bei Leistungsbewertungen
  • Individuelles Medienbezogenes Schulentwicklungskonzept für jede Schule bis 2019/20
  • Verbindliche Integration in alle Phasen der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte
  • Ausbau der Förderung von Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit außerschulischen Partnern
  • Förderung kultureller Medienbildung und Zusammenarbeit mit kulturellen und kulturell bildenden Institutionen und Vereinen
  • Ausbau des Angebots digitaler Bildungsmedien und Förderung bei der Erstellung offener Bildungsmedien durch Lehrkräfte
  • Breitbandige Anbindung aller Schulen von mindestens 1 GB und WLAN für alle Schulen
  • Aufbau einer landesweiten Cloud- und Lernplattform

Förderprogramm für Medienschulen – 500.000 Euro für Ausstattung an Schulen

Mit dem Förderprogramm für Medienschulen stellt das Bildungsministerium 500.000 Euro für die technische Ausstattung der Schulen zur Verfügung.

„Wir fördern so nachhaltige Konzepte, die in der Schulentwicklung verankert sind. Keine Leuchttürme, sondern Ideen, die die Schulen langfristig weiter voranbringen und von denen andere Schulen lernen können. Gleichzeitig unterstützen wir die Schulträger bei ihren Aufgaben“, so Commerçon.

Die Förderung erfolgt über einen Wettbewerb. Der Förderhöchstbetrag des Landes pro Schule beträgt 30.000 Euro. Sie ist an eine Kofinanzierung in Höhe von 50% durch den Schulträger gekoppelt.

Die Schulen können sich nach den Osterferien im Rahmen des Wettbewerbs mit ihrem Medienkonzept und einem Medienentwicklungsplan in Absprache mit ihrem Schulträger bewerben.

Gefördert werden erfolgversprechende vorbildliche Konzepte zur medienbezogenen Schul- und Unterrichtsentwicklung, die das Lernen mit und über digitale Medien für die Schülerinnen und Schüler ermöglichen. Eine Jury wird die Schulen auswählen, die sich durch längerfristig angelegte und nachhaltige Konzepte, die alle Schülerinnen und Schüler erreichen, auszeichnen. Von den Erfahrungen und Ergebnissen der Medienschulen sollen auch andere Schulen profitieren können.

Fortbildungsreihe Minicomputer Calliope und informatische Basisbildung an Grundschulen

Mit dem Auftakt zu der Fortbildungsreihe für den Einsatz des „Calliope“ startet das Saarland als erstes Bundesland mit Schulungen der Lehrkräfte zum Umgang mit dem Minicomputer und informatischer Basisbildung an Grundschulen.

 „Mit dem Calliope mini und dem einführenden Curriculum kann bereits in der Grundschule ein Grundstein digitaler Bildung gelegt werden“, so Minister Ulrich Commerçon.

Mehr als 60 Lehrerinnen und Lehrer aus 33 Grundschulen haben sich angemeldet.

Commerçon: „Ziel des Einsatzes von Calliope und die Art der Einführung decken sich mit den Leitgedanken des Landeskonzepts: Schülerinnen und Schüler sollen in der Lage sein, digitale Technologien zu verstehen, ihre Wirkung einzuschätzen und sie souverän bedienen zu können. Sie können von bloßen Konsumentinnen und Konsumenten des Digitalen zu Macherinnen und Machern werden und ein Stück weit lernen, wie sie ihre Zukunft aktiv und individuell mitgestalten.“

Das Curriculum, mit dem alle 3. Klassen im Saarland erreicht werden sollen, wird kontinuierlich weiterentwickelt. Integriert in die Lehrerfortbildung sind Lehrvideos, Webinare und der Aufbau einer Community der teilnehmenden Pädagogen, die den Austausch von Erfahrungen, aber auch von Unterrichtseinheiten ermöglicht.