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AbiBac

Was ist AbiBac?
Abitur + Baccalauréat = Abibac

Gemäß dem deutsch-französischen Abkommen vom 31. Mai 1994 gestattet „der gleichzeitige Erwerb des französischen Baccalauréat und der deutschen Allgemeinen Hochschulreife (Abitur)“ den deutschen und französischen Schülerinnen und Schülern, sich auf diese beiden Abschlüsse mit Beginn der Gymnasialen Oberstufe in Deutschland bzw. in den drei letzten Jahren vor dem Baccalauréat in Frankreich (hier in den allgemeinen Schwerpunktfächern/Serien: Literatur - L, Sozialwissenschaften - ES und  Naturwissenschaften - S) vorzubereiten.

Der Unterricht in diesen speziellen Fächern wird in Übereinstimmung mit den von beiden Ländern festgelegten Programmen abgehalten; er unterliegt der pädagogischen Betreuung von Seiten der zuständigen Behörden des Partnerlandes.

In den letzten drei, mindestens aber zwei Jahren vor dem Abitur bzw. dem Baccalauréat erhalten die Schüler verstärkten Unterricht in der Partnersprache:
   Literatur (Französisch in Deutschland, Deutsch in Frankreich)
   Sachfächer auf Französisch (Deutschland) bzw. auf Deutsch (Frankreich):
     -   in Deutschland: Geschichte und ein weiteres gesellschaftswissenschaftliches Fach
     -   in Frankreich: Geschichte und Geografie

In Deutschland sind die Schüler verpflichtet, Französisch in der Hauptphase der gymnasialen Oberstufe auf erhöhtem Niveau zu belegen. Geschichte und das weitere gesellschaftswissenschaftliche Fach werden in der Regel jeweils vierstündig in der Partnersprache unterrichtet. Die dort eingesetzten Lehrkräfte verfügen über die erforderlichen sprachlichen Kompetenzen sowie über den in ihrem Herkunftsland nötigen Abschluss (Erstes und Zweites Staatsexamen in Deutschland, CAPES oder Agrégation in Frankreich).

Um den Abschluss des Partnerlandes zu erwerben, werden die Schüler innerhalb der Abiturprüfungen bzw. der Baccalauréatprüfung neben den anderen Prüfungen schriftlich und mündlich jeweils in der Literatur des Partnerlandes und schriftlich in einem der beiden gesellschaftswissenschaftlichen Fächer (Deutschland) bzw. in histoire/géo (Frankreich) geprüft.

Gemäß der neuen, von den Bildungsministern beider Länder unterzeichneten Vereinbarung vom 11. Mai 2006 werden seit 2008 die speziellen schriftlichen Prüfungen von den Lehrkräften jenes Landes korrigiert, in dem sie abgelegt werden. Die speziellen mündlichen Prüfungen werden vor einer von einem Vertreter des Partnerlandes geleiteten Prüfungskommission abgelegt. Dieser ist für die Benotung der schriftlichen und mündlichen Prüfungen zur Erlangung des Abschlusses/Diploms des Partnerlandes verantwortlich.

Die Note für das Abschlusszeugnis des Partnerlandes setzt sich zusammen aus den in den Abibac-Prüfungen erzielten Noten und den Leistungen aus zwei weiteren Prüfungsfächern (Deutschland) bzw. der Durchschnittsnote des Baccalauréat (Frankreich). Im Baccalauréat-Zeugnis wird aufgrund der Schwerpunktsetzungen eine Série festgelegt (Literatur - L, Sozialwissenschaften - ES und Naturwissenschaften - S). Außerdem wird entsprechend den erzielten Leistungen ein Prädikat (mention) vergeben.

Gemäß dem deutsch-französischen Abkommen vom 31. Mai 1994 ermöglicht das Doppeldiplom den Zugang zu Universitäten und Hochschulen in Deutschland und Frankreich gleichermaßen.

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