Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche

Statistik

 

Gebiet und Bevölkerung

Zu den Gebietsdaten zählen z. B. Angaben zur Fläche und Flächennutzung. Die äußersten Grenzpunkte im Saarland sind

im Norden: 49°38’ nördl. Breite (Nohfelden-Eisen, Landkreis St. Wendel),
im Süden: 49°07’ nördl. Breite (Kleinblittersdorf-Rilchingen-Hanweiler, Stadtverband Saarbrücken),
im Westen: 6°21’ östl. Greenwich (Perl-Nennig, Landkreis Merzig-Wadern) und
im Osten: 7°24’ östl. Greenwich (Homburg, Stadt-Bruchhof-Sanddorf, Saarpfalz-Kreis).

Die Entfernung zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten Punkt beträgt 59 km, zwischen dem westlichsten und dem östlichsten 78 km.

Zu den Bevölkerungsstatistiken zählen sowohl Erhebungen der statistischen Ämter der Länder wie beispielsweise der Mikrozensus (eine 1%-Stichprobe der Bevölkerung) als auch Statisti­ken, die die Daten der Standesämter, der Einwohnermeldeämter und anderer Quellen nutzen.


Laufende Bevölkerungsstatistiken 2016: Veröffentlichungen verzögern sich

Derzeit muss für die Berichtsmonate ab 2016 in den laufenden Bevölkerungsstatistiken (natürliche Bevölkerungsbewegungen, Wanderungen, Bevölkerungsfortschreibung) mit Verzögerungen von mindestens acht Monaten gegenüber den ursprünglich geplanten Veröffentlichungsterminen (für 1. Quartal 2016: Mitte August für die Bevölkerungszahlen) gerechnet werden. Die Statistiken sind zurzeit von zwei grundlegenden Neuerungen betroffen: Zum einen werden sie auf ein neues technisches Aufbereitungsverfahren umgestellt, zum anderen ändert sich für die Wanderungsstatistik der Standard der Datenlieferung von den Meldebehörden an die Statistikämter. In beiden Bereichen gibt es Verzögerungen bei der Softwareerstellung.


Was geschähe ohne amtliche Daten über den Bevölkerungsstand oder die Bevölkerungs- und Erwerbsstruktur?

 - Ohne allgemein akzeptierte Daten über die Bevölkerungsstände der verschiedenen regionalen Ebenen (Gemeinden, Länder, Bund, Europäische Union) wären die meisten finanziellen Ausgleichsmaßnahmen, zum Beispiel der kommunale Finanzausgleich bzw. der Länderfinanz­ausgleich, kaum durchführbar. Fehlende objektive Bemessungsgrundlagen würden zu nicht gerecht­fertigten Zuteilungen von Finanzmitteln führen.

- Ohne allgemein akzeptierte Bevölkerungsdaten gäbe es für Wahlen wie Landtags- bzw. Bundestagswahlen keine quantitative Basis für die räumliche Abgrenzung der Wahlkreise. Damit wäre die vom Gesetzgeber geforderte Repräsentativität der Wahl­entscheidungen gefährdet.

- Ohne allgemein akzeptierte Daten über die Altersstruktur der Bevölkerung gäbe es keine verlässlichen Informationen über den Bedarf an Kinderbetreuungs- und Schul­einrichtungen. Einer vorausschauenden, bedarfsorientierten Planung für Bildungs­investitionen wäre die unabdingbare Grundlage entzogen.

- Ohne gesicherte Daten über die Altersstruktur der Bevölkerung und der Erwerbstätigen könnten künftige Rentenansprüche und erforderliche Beitragsleistungen fehlerhaft berechnet werden. Im Versicherungsbereich würden statistische Grundlagen zur Berechnung von Risiken fehlen, die Gegenstand von Versicherungsgeschäften, wie zum Beispiel Lebensversicherungen, sind.

- Ohne flächendeckende Bevölkerungsdaten gäbe es keine empirische Basis für die räumliche Abgrenzung von Interessens- und Vertretungsgebieten der am Wirtschafts­leben Beteiligten. Erfolgskontrollen zum politischen und ökonomischen Handeln wären angreifbar oder unmöglich. So würde beispielsweise die Gründung von personennahen Dienstleistungsunternehmen ohne Kenntnis der demografischen Nachfragepotenziale auf brüchigem Fundament erfolgen. Am Konsum orientierte Marktpotenziale ließen sich nur schwer abschätzen, so dass Marketingkonzepte oder Werbeaktionen ins Leere laufen könnten.

- Ohne sichere Daten über die Geschlechts- und Altersstruktur der Bevölkerung wären die Ergebnisse amtlicher Stichproben und demoskopischer Umfragen wegen mangelhafter Hochrechnungsfaktoren wenig vertrauenswürdig. Darauf aufbauende Planungen könnten in hohem Maße korrekturbedürftig sein.

- Ohne sichere Daten aus der laufenden Bevölkerungsstatistik über die Struktur der Gesamtbevölkerung müssten kostengünstigere amtliche Stichproben (zum Beispiel Mikrozensus) häufiger durch teure Volkszählungen ersetzt werden. Die sehr hohen Kosten müssten nicht nur vom Bund und den Ländern, sondern vor allem durch die Kommunen gedeckt werden.


Auszug aus: "Gesellschaftlicher Nutzen der amtlichen Statistik", Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2005


Gebiet und Bevölkerung

Kontakt

Statistisches Amt Saarland
SG A 33 Bevölkerung, Erwerbstätigkeit, Gesundheitswesen
Daniel Krämer
Virchowstraße 7
66119 Saarbrücken
Postfach 10 30 44
66030 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-2951
Telefax
(0681) 501-5991