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Saarländische Klinik für Forensische Psychiatrie (SKFP)
 

Forensisch-Psychiatrische Ambulanz

Die Forensisch-Psychiatrische Ambulanz (FPA) betreut Patient(inn)en, die zuvor stationär gemäß der §§ 63 oder 64 StGB in der SKFP untergebracht waren und sich wie folgt differenzieren lassen:

  • Patient(inn)en, die zuvor nach § 126a StPO vorläufig untergebracht waren und deren Unterbringung gemäß §§ 63 oder 64 StGB direkt zum Zeitpunkt der Hauptverhandlung gemäß § 67b StGB zur Bewährung ausgesetzt wurde
  • Patient(inn)en nach der bedingten Entlassung (aus dem Maßregelvollzug) während der gesam­ten Zeit der Führungsaufsicht im Rahmen einer Bewährungsauflage, die sich in der Regel bei psychisch kranken Patienten auf 5 Jahre erstreckt. Bei suchtkranken Patienten sollte eine etwa 2-jährige Ambulanzdauer angenommen werden. Gemäß § 68c StGB kann die ambulante Betreuung jedoch auch im Rahmen einer unbefristeten Führungsaufsicht erfolgen. 
  • Patient(inn)en, die vor der bedingten Entlassung aus dem Maßregelvollzug ein sog. entlassungsvorbereitendes Probewohnen im Anschluss an die stationäre forensisch-psychiatri­sche Behandlung absolvieren

Zum Stichtag 01.01.2016 betreute die FPA 47 Patienten(inn)en im entlassungsvorbereitenden Probewohnen und 45 bedingt entlassene Patient(inn)en.


Zielsetzung

  • Verminderung der Rückfallhäufigkeit und Bewährungswiderrufe
  • Effektive Behandlung und Betreuung leistet Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung
  • Nachhaltige Sicherung des individuellen Behandlungserfolges und Integration in die Gesellschaft
  • Verkürzung von Unterbringungszeiten und daraus resultierende Belegungs- und Kostenminimierung
  • Akquisition von längerfristigen Behandlungs- und Betreuungsformen außerhalb des Maßregelvollzugs
  • Enges Netzwerk mit der komplementär-psychiatrischen Versorgungsstruktur (niedergelassene Ärzte und psychologische Psychotherapeuten, Kliniken sowie komplementäre Einrichtungen und Dienste) und den Justizbehörden (Gerichte, Bewährungshilfe und Führungsaufsicht)


Aufgabenprofil

  • Doppelmandat von Kontrolle und medizinisch-therapeutischer / psychosozialer / pflegeri­scher Behandlung, Betreuung und Begleitung
  • Aufsuchendes, nachgehendes Arbeiten im sozialen Umfeld des Patienten gilt im Case- und Risikomanagement und Netzwerkarbeit zur Transfersicherung und Prävention; in Zeiten einer psychischen Stabilität ist auch in Einzelfällen eine wechselseitige aufsuchende und einbestellende Konsultation bei einem Teil der Patient(inn)en ausreichend
  • Forensisch-psychiatrische und psychotherapeutische Charakteristika:
    Diagnostik und Therapie von psychopathologischen Krankheitsbildern, Risikoeinschätzung und ‑bewertung, Krisen- und Risikomanagement, Psychopharmakotherapie und Überwachung der Medikation / Drogenscreening
  • Sozialarbeiterische/sozialpädagogische Charakteristika:
    Sozialrehabilitative Beratungs- und Betreuungstätigkeiten in Fragen der alltäglichen Ver­sorgung und Lebensbewältigung in folgenden Funktionsbereichen: Tagesstruktur, Woh­nen, Arbeit, Freizeitgestaltung, Angehörigenarbeit, Selbsthilfe, Krisenintervention, Wahr­nehmung von Kontrollfunktionen
  • Pflegerische Charakteristika:
    Ausgabe und Dokumentation der Medikation, Blutentnahmen zur Bestimmung des Blutbildes und des Medikamentenspiegels, Depot-Injektionen und Suchtmittelkontrollen in Verbindung mit Urinabgabe, Blutentnahmen und Alkoholatemtests

 

Kontakt

Saarländische Klinik für Forensische Psychiatrie
Trierer Straße 148G
66663 Merzig
Telefon
(06861) 708-260/-262
Telefax
(06861) 708-263

Träger

SAARLAND - Ministerium der Justiz