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„Nein zu Zwangsheirat“

Mit Postkarten, Broschüren, einem Internet-Auftritt und einer Hotline klärt die Kampagne über das Thema Zwangsheirat auf. Betroffene und bedrohte Mädchen und Jungs werden über präventive Maßnahmen informiert.

Die Online-Beratung, die ein wesentlicher Baustein des Handlungskonzeptes zur Bekämpfung von Zwangsheirat darstellt,  ist unter www.zwangsheirat-saarland.de  erreichbar ist.
Die Online-Beratung, die ein wesentlicher Baustein des Handlungskonzeptes zur Bekämpfung von Zwangsheirat darstellt, ist unter www.zwangsheirat-saarland.de erreichbar ist.

Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung sind unverhandelbare Werte unserer Gesellschaft und durch das Grundgesetz ausdrücklich geschützt. Jede Form von Gewalt im Namen der Ehre verletzt diese Werte in fundamentaler Weise. Zwangsverheiratung bedeutet die Verletzungen des Rechts auf körperliche und seelische Integrität. Ziel der Aufklärungskampagne "Nein zu Zwangsheirat" ist es, insbesondere die immer noch anhaltende Tabuisierung und Tolerierung von Zwangsehen zu durchbrechen. Alle Beteiligten – diverse Einrichtungen, Organisationen, Behörden und auch Familien sollen sensibilisiert werden.

Die Ursachen für Zwangsverheiratung oder Morde im Namen der Ehre sind vielfältig, es geht um Macht, um Anerkennung in der Familie, um die Bedeutung des Einzelnen in einer sozialen Gruppe. Fest steht aber: Keine Religion legitimiert diese Verbrechen.

Die saarländische Landesregierung verurteilt diese Verletzungen der Menschenrechte nachdrücklich und hat es sich zum Ziel gesetzt, Zwangsheirat nach Möglichkeit zu verhindern, den Schutz der Opfer zu verbessern, die Täter härter zu bestrafen und die Öffentlichkeit verstärkt für die Problematik zu sensibilisieren. Vor diesem Hintergrund hat der Runde Tisch gegen Menschenhandel ein Handlungskonzept gegen Zwangsheirat erarbeitet. Das Handlungskonzept dient der Verbesserung des Schutzes und der Hilfeangebote für Opfer von Zwangsheirat und setzt einen Schwerpunkt auf präventive Maßnahmen.

Die Öffentlichkeitskampagne „Nein zu Zwangsheirat!“ ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des Runden Tisches gegen Menschenhandel mit den saarländischen Migrantenorganisationen. Im Mittelpunkt stehen dabei ein Informationsfaltblatt, das in mehreren Sprachen vorliegt sowie die Postkartenaktion „Ehre ist, für die Freiheit meiner Schwester zu kämpfen“, die von Informationsveranstaltungen und Fortbildungsangeboten für pädagogische Fachkräfte flankiert wird.

Das Angebot der Online-Beratung ist ein wesentlicher Baustein des Handlungskonzeptes zur Bekämpfung von Zwangsheirat ist. Junge Frauen und Mädchen, aber auch junge Männer, können im Internet anonym und unkompliziert Rat und Hilfe einholen. Beratung bietet auch das kostenlose Krisentelefon, das über die saarlandweit geschaltete Telefonnummer 0800 – 16 11 111 werktags erreichbar ist. Die Anrufenden erhalten dort, auf Wunsch auch anonym, eine kompetente Erstberatung.

Informationen, Downloads von Postkarten und Flyer sowie Online-Beratung

Telefonhotline

Telefonhotline

Beratung bietet auch das kostenlose Krisentelefon, das über die saarlandweit geschaltete Telefonnummer 0800 – 16 11 111 werktags erreichbar ist. Die Anrufenden erhalten dort, auf Wunsch auch anonym, eine kompetente Erstberatung.