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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Rehlinger: Taskforce Grenzgänger kann weiterarbeiten

Pressemitteilung vom 04.11.2016 - 14:30 Uhr

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Weiterentwicklung des Projekts „Taskforce Grenzgänger“ mit 170.000 Euro. Das hat Ministerin Anke Rehlinger mitgeteilt. Das Saarland übernehme für die Laufzeit bis Sommer 2020 die Federführung. „Ziel ist es, juristische Lösungsvorschläge für Probleme zu entwickeln, die sich den Grenzgängern und den Unternehmen, die sie beschäftigen, leider immer wieder stellen“, so die Ministerin. Dabei stehen Fragen des Arbeits-, des Bildungs-, Sozial- und Steuerrechts im Mittelpunkt. Die Großregion hat als Kerngebiet mit 219.000 Pendlern das höchste Grenzgängeraufkommen in der Europäischen Union.

Auch vor dem Hintergrund der Fachkräftesituation im Saarland sei es wichtig, dass die Mobilität der Arbeitskräfte und der Auszubildenden noch gesteigert werde. Rehlinger: „Ein Netzwerk von Beratungseinrichtungen und Arbeitsmarktakteuren aus allen Teilen der Großregion soll sicherstellen, dass die neben sprachlichen Hindernissen weiterhin bestehenden rechtlichen und administrativen Hürden auf dem grenzübergreifenden Arbeitsmarkt überwunden werden.“

Das Projekt „TFG 2.0“ wurde jetzt vom Lenkungsausschuss des Interreg-Programms genehmigt. Es setzt mit neuen Aufgabengebieten auf die Arbeit der Taskforce Grenzgänger auf, die seit 2011 im Saarland angesiedelt ist. Die Gesamtkosten von 3,6 Mio. Euro werden überwiegend durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE abgedeckt.

Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Vorgänger-Projekt wird die Zielgruppe der Taskforce auf Auszubildende,  Studenten und Praktikanten insbesondere im Bereich der Weiterbildung ausgeweitet. „Auch hier gibt es zahlreiche Hemmnisse, wenn etwa Jugendliche eine grenzüberschreitende Ausbildung anstreben, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt der Großregion zu haben“, so die Ministerin.

Operative Projektpartner des saarländischen Wirtschaftsministeriums sind die Arbeitskammer des Saarlandes, die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, die Arbeitnehmerkammer Luxemburg und die Communauté d’Agglomération de Forbach - Porte de France, die Stadt Trier, die wallonische Arbeitsverwaltung Forem und die Communauté d’Agglomération de Thionville. Strategische Partner, die das Projekt auch mitfinanzieren, sind das Arbeitsministerium Luxemburg, die Präfektur Grand Est, das Arbeitsministerium Rheinland-Pfalz, das Arbeitsministerium der Wallonie und das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Reiner Finanzierungspartner ist die Region Grand Est.