Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
 

Gesundheitsministerin Monika Bachmann begrüßt Kompromiss beim Pflegeberufsgesetz – Größtmögliche Entscheidungsfreiheit für alle Auszubildenden

Pressemitteilung vom 07.04.2017 - 15:00 Uhr

Die saarländische Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Monika Bachmann, hat die Einigung der großen Koalition hinsichtlich des Pflegeberufsgesetzes begrüßt. Der nun gefundene Kompromiss sieht vor, dass die Ausbildung zur Krankenpflege abgeschafft wird und durch eine generalistische Pflegeausbildung ersetzt wird. Gleichzeitig bleibt die Ausbildung zur Alten- oder Kinderkrankenpflege erhalten und wird in Form einer zweijährigen generalistischen Ausbildung und einem Jahr der separaten Ausbildung fortentwickelt.

Der Kompromiss sieht weiterhin folgende Regelungen vor: Auszubildende der Alten- und Kinderkrankenpflege können nach dem zweiten Ausbildungsjahr zwischen den Abschlüssen Alten- bzw. Kinderkrankenpflege oder der Generalistik mit dem jeweiligen Schwerpunkt wählen. Die  Schulen müssen, soweit die Möglichkeit nicht schulintern besteht, das Angebot durch Kooperationen mit anderen Schulen sicherstellen. Auszubildende können nach dem zweiten Ausbildungsjahr den Abschluss zur Pflegeassistenz absolvieren.

Die Finanzierung aller Ausbildungswege erfolgt unterschiedslos über einen gemeinsamen Ausbildungsfonds. Der Kompromiss der Koalition sieht vor, dass die Neuregelungen für die Ausbildungsjahrgänge ab 2019 gelten sollen. Nach sechs Jahren soll eine Evaluation der Zahlen der Auszubildenden der Alten- und Kinderkrankenpflege, die nach dem zweiten Jahr zwischen den Abschlüssen Alten- bzw. Kinderkrankenpflege oder einem generalistischen Abschluss mit Schwerpunkt gewählt haben, erfolgen.  

Monika Bachmann: „Der gordische Knoten ist mit diesem Kompromiss durchschlagen worden. Insbesondere für die Auszubildenden, also den dringend benötigten Nachwuchskräften in der Pflege, gibt es erhebliche Vorteile. Sie haben eine größtmögliche Entscheidungsfreiheit, was nicht zuletzt bedeutet, dass sich das bessere Modell durchsetzen wird. Sofern gewünscht können sich die Auszubildenden exklusiv für die Altenpflege oder Kinderkrankenpflege entscheiden. Dies bedeutet eine erhebliche Aufwertung ihrer Tätigkeit. Hinzu kommt, dass die Bundesfinanzierung weiterhin gesichert ist.“