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Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales
 

Leitfaden: AIDS im Saarland

13.09.2006
Leitfaden: AIDS im Saarland
Leitfaden: AIDS im Saarland
Im Gegensatz zu den Zeiten des AIDS-„Schocks“ in den 80er und 90er Jahren wird dem Thema nur noch zum Welt AIDS Tag am 1. Dezember in den Medien einen entsprechenden Stellenwert beigemessen. Offensichtlich gilt auch hier das Motto: „Aus den Augen aus dem Sinn“. Aber die welt-, bundes- und landesweiten Zahlen zeigen, dass die Zahl der Infizierten weitersteigt.

In den letzten Jahren sind in der Behandlung der HIV-Infektion große Fortschritte erreicht worden. Daraus scheint zum Teil auch der Irrglaube entstanden zu sein, die heutigen Medikamente könnten die Krankheit weitgehend in den Griff bekommen oder gar heilen. AIDS wird zunehmend verharmlost, in vielen Fällen immer noch als ein Randgruppenproblem dargestellt, obwohl weltweit im Jahre 2005 mehr als 40,3 Millionen Menschen HIV-infiziert sind, darunter sind mehr als 2 Millionen Kinder unter 15 Jahren ohne die AIDS-Waisen. 

AIDS geht uns alle an!

Trotz aller Haushalts- und Sparzwänge hat die saarländische Landesregierung in den letzten sechs Jahren die Haushaltsmittel zur AIDS-Prävention um ein Viertel erhöht.   
Dies gilt insbesondere für den Etat der AIDS-Hilfe Saar, die anteilmäßige Finanzierung des Stricherprojektes "BISS“ sowie die 45 % Mitfinanzierung des Drogenhilfezentrums, das u.a. mit dem Spritzentausch (täglich ca. 1.000 Spritzen) einen wesentlichen Beitrag zur AIDS-Prävention aber auch zur Vermeidung anderer ansteckender Krankheiten wie Hepatitis leistet.
Einen wichtigen Beitrag zur Prävention von HIV/AIDS leistet der Präventionsparcours, der aus fünf Stationen besteht, die u.a. über die Übertragungswege von HIV, die Anwendung von Kondomen und anderen Verhütungsmitteln informieren.  Der sich seit fast zwei Jahren im Einsatz befindende Parcours richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren. Er wird von AIDS-Fachkräften, geschulten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und geschulten Lehrkräften durchgeführt.
Zu beziehen ist der Parcours über das Gesundheitsamt Saarbrücken .

Darüber hinaus beabsichtigt das Ministerium in Kooperation mit der AIDS-Hilfe Saar, den Gesundheitsämter und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Jahre 2006 die JugendFilmTage Sexualität, Liebe, Freundschaft und HIV/AIDS durchzuführen.

Zahlen für das Saarland:
Die Gesamtzahl der HIV-Infizierten seit Beginn der Epidemie liegt im Saarland bei rund 800 Personen. Ende 2005 lebten hierzulande 500 Menschen mit HIV-Infektionen, darunter 100 Frauen und 400 Männer. Allein in 2005 gab es 20 Neuinfektionen. Knapp 300 Personen sind im Saarland an der Immunschwächenkrankheit gestorben. Damit hat das Saarland - nach Niedersachsen - die zweitniedrigste Inzidenz (1,76 bei 100.000) zu verzeichnen.

 

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Gesundheitsamt Saarbrücken
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(0681) 506-5358
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