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Förderpreis Kommunale SeniorenpolitikAusgezeichnet wurden die Kreisstadt Homburg mit dem 1. Preis (dotiert mit 3000 Euro), die Gemeinde Illingen mit dem 2. Preis (2000 Euro) und der Landkreis St. Wendel mit dem 3. Preis (1000 Euro). „Im Zuge des demografischen Wandels wächst der Anteil der älteren Menschen“, sagt Ministerin Kramp-Karrenbauer, „die Lebensphase Alter differenziert sich immer mehr aus. Vorstellungen von Bedürftigkeit und Fürsorge haben sich verändert hin zu mehr Selbstbestimmung und Selbstorganisation älterer Menschen. Auch das Verhältnis der Alters- und Bevölkerungsgruppen zueinander wird sich ebenso wandeln wie die Ansprüche an die Wohn- und Lebenssituation – und zwar dort, wo die älteren Menschen leben, nämlich in den Kommunen.“ Kramp-Karrenbauer weiter: „Hier, wo der demografische Wandel für jeden wahrnehmbar stattfindet, gilt es, die Lebensqualität für alle Generationen zu sichern und zu verbessern, für ihre Situation passende Handlungsstrategien und konkrete Gestaltungslösungen zu entwickeln.“ Vor diesem Hintergrund hat das Land gemeinsam mit dem Landesseniorenbeirat den Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ ausgeschrieben. „Wir würdigen damit das vorbildliche und innovative Engagement von Kommunen, das Wohn- und Lebensumfeld vor Ort im Interesse älterer Menschen zukunftsfähig zu gestalten und deren gesellschaftliche Teilhabe umfassend zu verbessern“, sagt die Ministerin. Gemäß Ausschreibung konnten nur die ersten drei Plätze mit jeweils einem Geld-Preis bedacht werden. Die Jury – bestehend aus einer Vertreterin des Städte- und Gemeindetages, einem Vertreter des Landkreistages, Vertretern des Ministeriums für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport und dem Vorsitzenden des Landesseniorenbeirates – hat in ihrer Sitzung am 20. April 2010 auf der Grundlage gemeinsam entwickelter Beurteilungskriterien die eingegangenen Bewerbungen bewertet. „Eine moderne kommunale Seniorenpolitik muss ein immer breiter werdendes Spektrum an individuellen Lebensentwürfen älterer Menschen berücksichtigen“, erklärt Ministerin Kramp-Karrenbauer, „diesen unterschiedlichen Bedürfnislagen älterer Menschen werden Kommunen in vielfältiger Art und Weise gerecht. Wie sich dabei das Engagement der Kommunen vor Ort darstellt, haben die Bewerbungen gezeigt.“ Die Preisträger im Einzelnen: Die Kreisstadt Homburg hat schon früh (seit 1990 Seniorenbeauftragte, seit 1997 Seniorenbeirat) mit dem Ausbau ihrer Seniorenarbeit begonnen, dabei sowohl die Chancen als auch die Einschränkungen des Alters berücksichtigt und dafür gesorgt, dass Seniorinnen und Senioren sich auf Wunsch aktiv in die Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse einbringen können und individuelle Betätigungsfelder finden. Das seniorenpolitische Konzept hat die Jury überzeugt aufgrund seiner breit gefächerten Angebotsstruktur in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur, Freizeit, Reisen und Sicherheit, die ergänzt wird durch innovative, beispielhafte Seniorenprojekte, die über die Regelangebote der Altenhilfe hinaus gehen. Erwähnt seien zum Beispiel die generationenübergreifende Begegnungsstätte „Krea(k)tiv – Treffpunkt für Alt und Jung“ mit vielfältigen überregional nachgefragten Angeboten, ebenso wie die seit 18 Jahren bestehende Akademie für Ältere, das Lebenscafé – ein Treffpunkt für Trauernde mit Hospiz- und Trauerbegleitung oder auch der Besuchsdienst für nicht mobile Senior/Innen. Hervorzuheben ist die kontinuierlich unter Beweis gestellte Kreativität in der städtischen Seniorenpolitik und die daraus resultierende erfolgreich verwirklichte Arbeit mit vorbildlicher Einbindung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger und vor allem die gelungene Verzahnung der haupt- u. ehrenamtlichen Kräfte. Die Gemeinde Illingen hat ihre Seniorenpolitik konzeptionell in enger Anlehnung an den Landesseniorenplan detailliert ausgearbeitet, betrachtet sie als Querschnittsaufgabe und misst ihr eine wichtige gesamtgesellschaftliche Bedeutung zu. Ausdruck hierfür ist unter anderem der erste Illinger Seniorenbericht, der ein Planungs- und Entwicklungsinstrument darstellt mit Leitbild und Leitgedanken zu einer zukunftsfähigen Seniorenpolitik und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Lebenssituation der Seniorinnen und Senioren in den verschiedenen Handlungsfeldern. Auch die Verankerung der Seniorenpolitik innerhalb der Kommunalverwaltung sowie deren Vernetzung unter anderem mit Vereinen, Verbänden und Kirchen wurden als wesentlicher Bestandteil zeitgemäßer und altersgerechter Stadtentwicklung seitens der Jury bewertet. Der seit 1997 existierende Seniorenbeirat sowie innovative Bürgerbeteiligungsprozesse wie in „Illingen 2030“ oder im Projekt „Sozialnetzwerk Wustweiler“ sind Beispiele dafür, dass in Illingen gesellschaftliche Teilhabe, Mitsprache und Mitbestimmung sowie die Erschließung der Engagementpotenziale ihrer älteren Mitmenschen großgeschrieben werden. Der Landkreis St. Wendel hat sich frühzeitig auf den Weg gemacht, die Lebensqualität älterer Menschen in seinen Gemeinden nachhaltig zu sichern bzw. zu verbessern und ist als Pionier insbesondere mit Blick auf die Verankerung der Seniorenpolitik in einem seit 1993 eigens eingerichteten Seniorenbüro anzusehen. Er erfüllt die Querschnittsaufgabe „Älter werden im Landkreis St. Wendel“ im Bereich der Seniorenarbeit in ausgeprägter und vorbildlicher Weise. Dies belegen die Umsetzung zahlreicher Bundesmodellprojekte sowie die Vorhaltung eines vielfältigen seniorenpolitischen Regelangebotes von Ämtern und Abteilungen innerhalb der Kreisverwaltung bzw. von Kreiseinrichtungen. Dabei ist es ein wichtiges Anliegen, älteren Menschen Perspektiven für ein sinnvolles, lebenswertes Alter(n) zu bieten, aber auch präventive Angebote für Menschen ab 50/55 Jahren zu machen. Neben dem Angebot an alterspraktischen Hilfen und Unterstützungen ist die Initiierung, Förderung und Koordinierung ehrenamtlicher Tätigkeit älterer Menschen in Selbsthilfe- und Initiativgruppen ein weiterer wichtiger Aufgabenschwerpunkt. Auch die wissenschaftliche Forschung zum Beispiel im Rahmen der Demenzstudie im Landkreis ist fester Bestandteil der seniorenpolitischen Arbeit. Ministerin Kramp-Karrenbauer: „Ich gratuliere den drei Preisträgern zu ihrer Auszeichnung und danke ihnen für ihr Engagement. Die prämierten Praxisbeispiele mögen als Anregung und Inspiration für alle saarländischen Kommunen dienen und so die Etablierung und Fortführung einer zukunftsorientierten Seniorenpolitik positiv beeinflussen. Alle Bewerbungen haben deutlich werden lassen, dass saarländische Kommunen erhebliche Anstrengungen unternehmen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse ihrer älteren Einwohnerinnen und Einwohner wie auch zur Förderung des Generationen-Miteinanders.“
Im Jahr 2009 hat die saarländische Landesregierung den Förderpreis Kommunale Seniorenpolitik ausgeschrieben, um vorbildhafte seniorenpolitische Konzepte in unserem Land auszuzeichnen. Der Förderpreis bietet Landkreisen, dem Regionalverband sowie Städten und Gemeinden die Möglichkeit, aktiv an der Entwicklung altersgerechter Strukturen vor Ort mitzuwirken und damit vor allem auch älteren Menschen eine höhere Lebensqualität in ihrem Wohnumfeld zu bieten. Damit sich die Beteiligung am Wettbewerb lohnt, hat das Land ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 6.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Siegergemeinde erhält 3.000 Euro. Mit Blick auf die demografische Entwicklung erhalten seniorenpolitische Maßnahmen zur Förderung einer möglichst hohen Lebens- und Wohnqualität für ältere Menschen eine steigende Bedeutung. Mit dem Förderpreis Kommunale Seniorenpolitik will das Land dazu beitragen, Kommunen verstärkt für die Belange älterer Menschen zu sensibilisieren.
Die Jury - bestehend aus einer Vertreterin des Städte- und Gemeindetages, einem Vertreter des Landkreistages, Vertretern des Ministeriums für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport und dem Vorsitzenden des Landesseniorenbeirates - bewertete die eingegangenen Bewerbungen auf der Grundlage folgender Beurteilungskriterien:
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Grußworte
Hier finden Sie das Grußwort des Vorsitzenden des Landesseniorenbeirates Gerhard Ballas.
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