Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerpräsidentin und Staatskanzlei
 

Sechs Persönlichkeiten mit dem Saarländischen Verdienstorden ausgezeichnet

Pressemitteilung vom 01.02.2012 - 18:00 Uhr

Im Rahmen einer Feierstunde zeichnete Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer am Mittwoch (1.2.12) um 16.00 Uhr in der Staatskanzlei sechs Persönlichkeiten mit dem Saarländischen Verdienstorden aus.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer mit den sechs Persönlichkeiten, die mit dem Saarländischen Verdienstorden ausgezeichnet wurden.
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer mit den sechs Persönlichkeiten, die mit dem Saarländischen Verdienstorden ausgezeichnet wurden.

In ihrer Ansprache würdigte die saarländische Ministerpräsidentin die besonderen Verdienste und das Engagement der Ordensträger. Nach ihren Worten ist die Ordensauszeichnung ein Ausdruck des Dankes und der Würdigung für das hohe Maß an uneigennütziger und zugleich für die Gemeinschaft fruchtbarer Arbeit und Leistung der Ausgezeichneten.

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer: „Mit der heutigen Auszeichnung wird das langjährige und von nachhaltigem Erfolg gekennzeichnete berufliche und ehrenamtliche Wirken der Ordensträger öffentlich herausgestellt und gewürdigt. Sie haben oftmals unter Zurückstellung eigener Interessen das übliche Maß an Pflichterfüllung deutlich übertroffen und wesentlich zur Förderung des Allgemeinwohls und wichtiger gesellschaftlicher Belange beigetragen.“ Die Ministerpräsidentin betonte auch, dass der Saarländische Verdienstorden ein Zeichen des Bestrebens der Landesregierung ist, über persönliche Ziele hinausgehende und ins Gemeinwesen wirkende Leistungen einzelner Staatsbürgerinnen und Staatsbürger hervorzuheben und für alle sichtbar zu würdigen. „Die Stiftung des Saarländischen Verdienstordens im Jahre 1974 erfolgte in der Absicht, das Bewusstsein für saarländische Identität zu wecken und zu vertiefen. Die heutige Ordensträgerin und Ordensträger haben durch außergewöhnliche Verdienste um unser Land und seine Menschen zu seiner Selbstdarstellung und Wesenseinheit maßgeblich beigetragen.“

Mit dem Saarländischen Verdienstorden wurden ausgezeichnet:

Schwester Basina wurde als Dorothea Kloos im österreichischen Bad Gams geboren. Bereits mit 17 Jahren trat sie in die Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von Waldbreitbach ein und übernahm schon im Alter von 23 Jahren die kaufmännische Leitung eines der ordenseigenen Krankenhäuser. Von 1976 bis 1988 war sie Generalvikarin der Gemeinschaft, danach bis 1994 Generaloberin. Seit dem Jahre 2000 ist sie erneut Generaloberin.

Im Jahre 1903 gründeten die Waldbreitbacher Franziskanerinnen die Marienhaus Kranken- und Pflegeanstalt, Gesellschaft mit beschränkter Haftung. In dem Jahr, in dem die Marienhaus GmbH gegründet wurde, feierte die Ordensgemeinschaft bereits ihr 40-jähriges Bestehen. Heute ist die Marienhaus GmbH einer der größten christlichen Träger sozialer Einrichtungen in Deutschland. Ihr gehören 27 Krankenhäuser, 29 Alten- und Pflegeeinrichtungen, 2 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, 8 Hospize, 7 Bildungseinrichtungen, sowie 8 sonstige Einrichtungen an. Die Einrichtungen liegen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Insgesamt arbeiten 12.000 Frauen und Männer in der Marienhaus GmbH. Der Sitz der Geschäftsführung befindet sich in Waldbreitbach, in direkter Nachbarschaft zum Mutterhaus der Franziskanerinnen. Inzwischen hat die Ordensleitung die Einrichtungen in eine von ihr gegründete Stiftung eingebracht und Schwester Basina zur Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes gewählt.

Seit nunmehr 45 Jahren lenkt Generaloberin Schwester Basina die Geschicke der in der Marienhaus Stiftung zusammengefassten vormals ordenseigenen Einrichtungen. In den letzten Jahren bemühte sie sich insbesondere um die Weiterentwicklung sowie um den Erhalt der insgesamt 12.000 Arbeitsplätze in den Unternehmen. Sie hat maßgeblichen Anteil daran, dass die Marienhaus GmbH ihren Auftrag als Flächenversorger auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten konsequent wahrnimmt und damit die wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum sicherstellt. Das sichert Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen.

Ein besonderes Augenmerk legt Generaloberin Basina auch auf die Aus-, Fort- und Weiterbildung. So stellt die Marienhaus GmbH allein mehr als 600 jungen Menschen einen Ausbildungsplatz in der Gesundheits- und Krankenpflege zur Verfügung. Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass die Marienhaus GmbH von den Vereinigten Hospitien (Stiftung öffentlichen Rechts) in Trier zum Schuljahr 2010/11 die Altenpflegeschule übernahm. Weiterhin bietet das Unternehmen 120 jungen Menschen die Möglichkeit, in seinen Einrichtungen ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren.

Auch das besondere Engagement von Schwester Basina in Wissenschaft und Lehre verdient Anerkennung. Seit 2005 ist die Marienhaus GmbH Mitgesellschafterin der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar (Landkreis Mayen-Koblenz).

Seit 1989 engagieren sich die Waldbreitbacher Franziskanerinnen und die Marienhaus GmbH verstärkt in der Hospizarbeit. Um dieses Engagement in der Hospizarbeit – mittlerweile an acht Standorten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland – langfristig zu sichern, haben Orden und GmbH auf Initiative der Mitarbeiter und Unterstützung von Generaloberin Basina die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung gegründet.

Darüber hinaus übernimmt Schwester Basina nicht nur Verantwortung für die eigene Trägergesellschaft und die eigenen Einrichtungen. Sie hat auch mit großem persönlichem Einsatz maßgeblich dazu beigetragen, dass die caritas trägergesellschaft trier e.V. nach dem sogenannten Dörfert-Skandal nicht zerschlagen wurde, sondern 5.000 Arbeitsplätze erhalten blieben und das Unternehmen heute als cusanus trägergesellschaft trier mbH eine Zukunft hat.

Für ihr großes Engagement zum Wohle vieler Menschen erhielt Generaloberin Basina bereits den nach dem saarländischen Existenzphilosophen Peter Wust benannten „Peter-Wust-Preis“, der von der Katholischen Akademie Trier und der Christlichen Erwachsenenbildung Merzig verliehen wird.

Der Journalist und Buchautor Axel Buchholz ist seit 2002 Honorarprofessor am Journalistischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Dieser Arbeit war sein bemerkenswertes und bis heute unvergessenes Wirken beim Saarländischen Rundfunk vorausgegangen: Bis 2002 war er Chefredakteur und stellvertretender Programmdirektor beim Hörfunk des Saarländischen Rundfunks. Zuvor war er unter anderem langjähriger Chef bei SR 1 Europawelle sowie Redakteur und Moderator politischer Magazinsendungen.

Er ist darüber hinaus Dozent für praktischen Journalismus an Universitäten und Journalistenschulen (u.a. Deutsche Journalistenschule, München; Henri-Nannen-Schule, Berlin) und anderen Einrichtungen der journalistischen Aus- und Fortbildung. Er ist Mit-Herausgeber und Co-Autor mehrerer Sachbücher sowie der in mehrfacher Auflage erschienenen Lehrbücher „Radio-Journalismus“ und „Fernseh-Journalismus“, die zum Standard-Kanon publizistischer Lehrbücher gezählt werden dürfen.

Ein besonderes Augenmerk legt er auf die Förderung des journalistischen Nachwuchses. Axel Buchholz engagiert sich in zahlreichen Einrichtungen, die sich für die Förderung des journalistischen Nachwuchses einsetzen wie beispielsweise im Förderverein der Deutschen Journalistenschule, im Förderverein des Instituts zur Förderung des publizistischen Nachwuchses und im Förderverein des Mainzer Medieninstituts. Darüber hinaus brauchte er in zahlreichen Lehraufträgen und einer insgesamt beeindruckenden Dozententätigkeit einer Generation von Nachwuchsjournalisten nicht nur das publizistische Handwerk bei, sondern sensibilisierte sie stets für die herausragende gesellschaftliche Bedeutung der Medien und ihres öffentlichen Auftrags in einer transparenten Gesellschaft. Die Tragweite seiner Lehrtätigkeit zeigt sich unter anderem darin, wie viele Hochschulen seit 1982 auf seine Leistungen in der Lehre vertrauten. Axel Buchholz arbeitete unter anderem im Journalistischen Seminar sowie im Mainzer Medieninstitut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, an den Universitäten Hohenheim und Trier sowie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.

Aufgrund seiner herausragenden publizistischen Fachkenntnisse, seiner langjährigen journalistischen Praxis und seines ausgeprägten didaktisch-pädagogischen Verständnisses wurde er auch in verschiedene Jurys berufen, u.a. beim Axel-Springer-Preis für junge Journalisten (Hörfunk), beim „Journalist des Jahres“ des Medienmagazins, beim „Pater-Seibel-Journalistenpreis“ des Instituts zur Förderung des publizistischen Nachwuchses sowie in der Jury zum „Jugendreporter-Wettbewerb“ der Saarbrücker Zeitung.

Darüber hinaus wurde er von den renommiertesten deutschen Journalistenschulen als Dozent nachgefragt. Axel Buchholz wirkte als Dozent an der Deutschen Journalistenschule in München, dem Institut zur Förderung des publizistischen Nachwuchses der Katholischen Medienakademie in München, an der Henri Nannen-Journalistenschule in Hamburg und der Klara Nannen-Journalistenschule in Berlin.

Als Buchautor hat Axel Buchholz zudem ein beeindruckendes Gesamtwerk an Veröffentlichungen vorzuweisen, das sich mit den verschiedensten Themenbereichen auseinandersetzt. So ist er unter anderem (Mit-)Herausgeber folgender Schriften: Fernseh-Journalismus, Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis, Radio-Journalismus, Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis, Signale der Seele, Krankheiten richtig deuten und heilen, Das gesunde Kind. Ein Eltern-Ratgeber des Instituts für Präventivmedizin, Schluss mit dem Rauchen!, Wohlstand für keinen. Perspektiven für die Bundesrepublik Deutschland, Ein Deutschland gilt es zu bauen...“ 150 Jahre Hambacher Fest, Wie gefährdet ist der Frieden? Brennpunkte der Weltpolitik, Afrika den Afrikanern. Vorkoloniales Erbe und nachkoloniale Entwicklung, Im Namen Allahs. Der Islam – Eine Religion im Aufbruch? Und Europäische Perspektiven.

Zuletzt ist Axel Buchholz gemeinsam mit Hans Bünte mit dem Buch „Geschichte und Geschichten des Senders an der Saar – 50 Jahre Saarländischer Rundfunk“ in Erscheinung getreten. Axel Buchholz hatte – neben zahlreichen redaktionellen Beiträgen – auch die Mitherausgeberschaft dieses Buches übernommen. Dieses Buch geht weit über eine Dokumentation des „Senders an der Saar“ hinaus. Es ist ein Dokument über das Land und seine Menschen, über die jüngere Geschichte und die politische Entwicklung des Saarlandes, dessen kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung beträchtlich ist. Damit hat Axel Buchholz Bemerkenswertes für das Saarland und das Ansehen des Saarlandes in der Bundesrepublik geleistet.

Philippe Cerf wurde in Luxemburg geboren und absolvierte neben seinem Englischstudium eine Lehrerausbildung an der Ecole Normale Supêrieure de Saint-Cloud. Von 1976 bis 1978 war er als Lektor für französische Sprache und Kultur am Merton College in Oxford tätig. 1980 trat er als Kulturattaché bei der Französischen Botschaft in Island während seines Militärdienstes in den diplomatischen Dienst ein. Nach seiner Rückkehr beendete Philippe Cerf sein Referendariat als Lehrer mit seiner zweiten Staatsprüfung und folgte der Abordnung des Bildungsministeriums an die Französische Botschaft in Tel Aviv. Bis 1989 arbeitete er in Israel als Leiter des Kulturinstituts und war zudem bis 1988 als Lektor für französische Literatur an der Ben Gourion Universität des Negey in Beer-Sheva tätig.

Nach seiner Zeit als Referent im Dienst für französischsprachige Länder des Ministeriums des Auswärtigen arbeitete Philippe Cerf von 1991 bis 1994 als stellvertretender Generalkonsul im Generalkonsulat der Französischen Republik in Frankfurt am Main.

Nach seiner zweijährigen Referententätigkeit für die Protokollabteilung des Ministeriums des Auswärtigen ging Philippe Cerf 1996 als Austauschbeamter ins Auswärtige Amt nach Bonn, wo er im Referat 310 für den Bereich Naher Osten tätig war.

Bereits ein Jahr später wechselte er als Erster Sekretär und Sprecher der Französischen Botschaft nach Dänemark.

Nach seiner dortigen vierjährigen Tätigkeit ging Philippe Cerf für drei Jahre als Gesandter an die Französische Botschaft nach Finnland, bevor er im Dienste des Premierministers als diplomatischer Ratgeber in die Unterabteilung für europäische und internationale Angelegenheiten der Generaldirektion für Beamtenwesen wechselte.

Von August 2006 bis August 2008 war Philippe Cerf als Austauschbeamter im Auswärtigen Amt in Berlin als Vertreter Frankreichs in der Abteilung Vereinte Nationen und Globale Fragen sowie als Botschaftsrat in der deutsch-französischen kulturellen Zusammenarbeit tätig.

Philippe Cerf trat am 1. September 2008 seinen Dienst als Nachfolger von Generalkonsul Jean-Georges Mandon in Saarbrücken an.

Das Saarland unterhält als Brücke zwischen Deutschland und Frankreich seit Jahrzehnten enge Beziehungen zur Französischen Republik, die sich insbesondere in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf den Ebenen der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit der französischen Region Lothringen und dort insbesondere mit dem Département Moselle manifestieren. Frankreich ist zudem für die saarländische Wirtschaft der größte Exportmarkt, mehr als ein Fünftel aller saarländischen Ausfuhren gehen in die Französische Republik. Aufgrund der großen Zahl französischer Mitbürgerinnen und Mitbürger im Saarland ebenso wie durch die ausgeprägten Arbeitsmarktverflechtungen mit Frankreich – täglich pendeln rund 19.000 Arbeitskräfte aus Lothringen in das Saarland – gibt es vielfältige Themen, für die Philippe Cerf als französischer Generalkonsul im Saarland eine bedeutende Rolle spielt und mit großem Engagement als „Vermittler“ auftritt.

Friedrich Decker nahm im Jahre 1975 seine Tätigkeit bei der Stadtverwaltung der Kreisstadt Neunkirchen auf. Zwei Jahre später wurde er zunächst Leiter des Planungsamtes, im Jahre 1983 Leiter des Bau- und Planungsamtes. In der Zeit zwischen 1988 und 1990 bekleidete er das Amt des Bürgermeisters der vom Strukturwandel überaus stark betroffenen Stadt Neunkirchen. Nach den Schließungsplänen und dem Abriss des Neunkirchener Eisenwerkes galt es, eine großdimensionierte Industriebrache zu revitalisieren, ein neues Stadtzentrum zu gestalten, Gewerbeflächen anzulegen und industrielle Altlasten zu beseitigen.

Friedrich Decker hat sich als konzeptioneller Planer und operativ Ausführender maßgeblich an der Entwicklung Neunkirchens von einem Industriestandort zu einem modernen Dienstleistungszentrum beteiligt: 1979 entstand das Blieszentrum mit diversen Einzelhandelsgeschäften; im Jahre 1989 wurde mit der Ansiedlung des Saarpark-Centers in Neunkirchen, das bis dahin größte innerstädtische Einkaufscenter des Saarlandes, eröffnet. Neunkirchen gilt seither als positives Beispiel für den montan-industriellen Strukturwandel des Saarlandes.

Im Jahre 1990 wurde Friedrich Decker zum Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen gewählt. Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner bis zum 30. September 2009 währenden Amtszeit bildete die konsequente Fortsetzung des erfolgreichen Strukturwandels mit Gewerbeflächenerschließungen und Infrastrukturmaßnahmen. Auch dem industriellen Denkmalschutz mit dem Erhalt der Hochofengruppe, des Wasserturms, der Stummschen Reithalle und der alten Gebläsehalle wurde ein großer Stellenwert beigemessen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass es nicht nur glückte, die Industriedenkmäler zu erhalten; vielmehr gelang es, diese einer Nutzung mit überwiegend privaten Investitionen zuzuführen und – mit dem Neunkircher Hüttenwerk und Grubenweg – zielgerichtet zu touristischen Attraktionen auszubauen.

Die erfolgreichen Ansiedlungen im ehemaligen Eisenwerk- und Grubenbereich sowie in den Stadtteilen Wiebelskirchen und Wellesweiler legen ein weiteres aussagekräftiges Zeugnis der erfolgreichen Struktur- und Wirtschaftspolitik der Kreisstadt Neunkirchen unter der Ägide von Oberbürgermeister Decker ab.

Neunkirchen hat sich in der Amtszeit von Friedrich Decker zu einem kompetenten Ansprechpartner für die lokale und regionale Wirtschaft fortentwickelt. Für seine erfolgreiche Ansiedlungspolitik wurde Neunkirchen im Jahre 2008 – unter Verweis auf seine beispielhafte aktive und wirtschaftsorientierte Haltung – als wirtschaftsfreundlichste Kommune des Saarlandes ausgezeichnet.

Während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister hat sich Friedrich Decker darüber hinaus mit großem Engagement und Nachdruck in die Arbeit der zahlreichen stadtbeteiligten Gesellschaften Neunkirchens eingebracht und diese für lange Zeit beispielhaft geprägt. Bei der Kommunalen Energie- und Wasserversorgung Neunkirchen (KEW) war er von 1993 bis 2009 Aufsichtsratsvorsitzender. In dieser Zeit fielen u.a. die erfolgreichen Umstrukturierungsmaßnahmen vor dem Hintergrund der Liberalisierung des Energiemarktes. Bei der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Neunkirchen (GSG) übte Friedrich Decker in der Zeit von 1990 bis 2009 die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden aus. In diesen Zeitraum fiel der Neubau von über 400 Sozialwohnungen und die Modernisierung des Altbestandes.

In die Phase des Aufsichtsratsvorsitzes von Friedrich Decker bei der Neunkircher Verkehrsgesellschaft (NVG) von 1993 bis 2009 fiel die umfassende Erweiterung des Liniennetzes. Im Gegensatz zu den übrigen öffentlichen Nahverkehrsträgern des Landes weist diese eine sehr hohe Eigenwirtschaftlichkeit auf.

Das Städtische Klinikum Neunkirchen, dessen Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Decker bis 2009 war, wurde unter seiner Leitung 1993 in eine GmbH umgewandelt. Bei der Sparkasse Neunkirchen übte Friedrich Decker zwischen 1990 und 2009 das Amt des stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden aus.

Die Gründung der Neunkircher Kulturgesellschaft GmbH & Co. KG ging 1995 auf eine Initiative von Friedrich Decker zurück. Bis 2001 übte er die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden aus. Alle stadtbeteiligten Gesellschaften Neunkirchens sind am Markt gut positioniert und behaupten sich erfolgreich im Wettbewerb.

Sowohl bei Stadtrat als auch Stadtverwaltung bestand in der Amtszeit von Oberbürgermeister Friedrich Decker in allen zentralen Fragen der Stadtentwicklung ein gemeinsamer Konsens. Eindrucksvolles Beispiel dieses konstruktiven Zusammenwirkens, das als Neunkircher Modell landesweit bekannt wurde, ist die erfolgreiche Konsolidierung der Finanzen: Die bestehenden Fehlbeträge wurden konsequent abgebaut – Neunkirchen gilt im Verhältnis zu den übrigen saarländischen Städten als positives und nachahmenswertes Beispiel.

Im Zuge seiner fast 20 Jahre dauernden Amtszeit als Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen hat Friedrich Decker in zahlreichen Gremien mitgewirkt und sich dabei stets als kompetenter Ansprechpartner und verlässlicher Treuhänder der Interessen Neunkirchens und seiner Einwohner erwiesen:

In der Zeit von 1990 bis 2009 war er Vorsitzender der Kreisgruppe der Bürgermeister. Seit 1990 gehört Friedrich Decker als Mitglied dem Präsidium des Saarländischen Städte- und Gemeindetages (SSGT) an. Zwischen 1997 und 2009 bekleidete er das Amt des Präsidenten. In diesen Funktionen war er kommunaler Vertreter in verschiedenen Lenkungsgruppen.

Von 1988 bis zum heutigen Tage hat Friedrich Decker darüber hinaus als Mitglied des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) in allen Gremien aktiv mitgewirkt.

Neben seiner arbeits- und zeitintensiven Tätigkeit als (Ober)Bürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen hat sich Friedrich Decker auch ehrenamtlich in zahlreichen Initiativen und Vereinen betätigt:

Seit 1988 ist er Mitglied der deutschen Akademie für Städtebau und Raumordnung. Des Weiteren ist er Vorsitzender des Landesverbandes Bund deutscher Baumeister und Mitglied des Bundesvorstandes. Zudem ist er Präsident und Mitbegründer des Historischen Vereins Neunkirchen von 1999 bis zum heutigen Tage. Präsident der Stadtkapelle Neunkirchen war er von 1988 bis 2010.

Hermann Josef Hiery hat über viele Jahre hinweg das kulturelle Leben des Saarlandes wesentlich mitgeprägt und dabei zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben in führender und richtungsweisender Position wahrgenommen. Innerhalb des Saar-Sänger-Bundes, dem jetzigen Saarländischen Chorverband, war er seit 1974 bis heute als Gruppenchorleiter, Kreischorleiter und Pressesprecher für den Sängerkreis Saarlouis in besonderer Weise tätig. Im Landesvorstand selbst erwarb er herausragende Verdienste als stellvertretender Bundeschormeister, Bundesschatzmeister, Vizepräsident und Präsident. Mit großem persönlichen Engagement und fachlichem Wissen hat er während dieser Zeit maßgeblich die Belange der Breitenkultur, vor allem im musikalischen Bereich, gefördert.

Als Vorsitzender der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler prägten sein persönlicher Einsatz und seine Initiative die Umbau- und Erweiterungsphase wesentlich und ermöglichten damit die Entstehung der heute dort geltenden hohen Standards.

Als Vizepräsident des Landesmusikrates zeigte er unter anderem herausragendes Engagement bei der Erarbeitung einer Konvention zwischen Belgien, Luxemburg und Lothringen zum Aufbau des internationalen Robert Schumann Chores, dessen Verankerung, Förderung und Wirken in der Großregion bis zum heutigen Tag sein besonderes Anliegen blieb. Damit hat sich Hermann Josef Hiery in besonderer praxisbezogener und lebensnaher Weise große Verdienste nicht nur um die Deutsch-Französisch-Luxemburgische Freundschaft, sondern auch um den kulturellen Dialog in der Großregion erworben. Hermann Josef Hiery ist Gründungsmitglied des 2010 gegründeten Chores und gehört dem Präsidium als Schriftführer an.

Durch seine zahlreichen Publikationen während seiner Tätigkeit für den Saarländischen Chorverband, die sich mit der kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung des Chorgesangs in seinen unterschiedlichen Ausprägungen beschäftigen, hat Hermann Josef Hiery erheblich zur Weiterentwicklung des Chorgesangs an der Saar beigetragen.

Pragmatische Hilfe für alle, welche die Sache der Musik in der Öffentlichkeit vertreten und Zitatenschatz für alle Musikliebhaber zugleich sind seine Bücher „Worte zur Musik“ und „Glanz und Elend großer Musiker“.

Neben all seinen Tätigkeiten auf Landesebene leitet er seit 1969 bis heute den Männergesangverein und den gemischten Chor „Heiterkeit“ Ensdorf sowie seit 1987 den Ford-Werkchor Saarlouis und seit 2007 die Saargau Chorgemeinschaft Weiler-Tünsdorf-Orscholz.

Darüber hinaus war Hermann Josef Hiery von 1996 bis 2011 Vorsitzender der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler. Vizepräsident des Landesmusikrates Saar ist er seit 1995. Weiterhin ist er seit 2000 Mitglied in der Gesellschaft für Kulturpolitik e.V. Der Landesmedienanstalt Saarland gehört er seit dem Jahre 2003 an.

Prof. Dr. Wolfgang Knies studierte Rechtswissenschaften in Mainz und München. Im Jahre 1966 promovierte er zum Dr. jur. und habilitierte sich im Jahre 1971; die Lehrbefugnis wurde ihm für die Fächer Staatsrecht, Verwaltungsrecht, Finanz- und Steuerrecht verliehen. Im gleichen Jahr nahm er einen Ruf an die Universität des Saarlandes an. Daneben war er von 1977 bis 1980 Richter am Verfassungsgerichtshof des Saarlandes.

Im zweiten Kabinett des saarländischen Ministerpräsidenten Werner Zeyer war Prof. Dr. Wolfgang Knies in der Zeit von 1980 bis 1984 Minister für Kultus, Bildung und Sport. Im dritten Kabinett war er danach bis 1985 für die Ressorts Rechtspflege und Bundesangelegenheiten zuständig. Danach lehrte er wieder in Saarbrücken, bis er im Mai 1987 vom damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht in dessen fünftes Kabinett berufen wurde. Dort leitete er bis 1988 das Kultusressort. Im Anschluss nahm er erneut seine Lehrtätigkeit an der Universität des Saarlandes auf. Er wurde zum 31. März 2003 emeritiert.

Darüber hinaus übernahm Prof. Dr. Wolfgang Knies zahlreiche wichtige Ehrenämter in den Gremien des Saarländischen Rundfunks. In den Jahren 1975 bis 1980 und dann wieder von 2002 bis 2009 war er langjähriges Mitglied in der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), für diese Funktion wurde er als Sachverständiger vom Bundesland Saarland benannt.

Seit Mitte der Siebziger Jahre befasst sich Prof. Dr. Wolfgang Knies mit Medienfragen. Seine fachliche Prägung als Staats- und Verwaltungsrechtler hat ihn prädestiniert für die vielfältigen Tätigkeiten im SR-Programmbeirat, -Rundfunkrat und -Verwaltungsrat wie auch in der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF).

Als Staatsrechtler und vom Saarland nominiertes Mitglied der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) war es für Prof. Dr. Wolfgang Knies selbstverständlich, sich in ganz besonderem Maße in diesem Gremium der Fragen des Finanzausgleichs zu widmen, ohne andere Themen von grundsätzlicher Bedeutung aus dem Auge zu verlieren. Er war immer ein Verfechter der Existenzberechtigung der kleinen Anstalten des föderalen Systems. Es verdeutlicht Prof. Dr. Wolfgang Knies Prinzip, von dem der SR in seinem festen Bestreben nach Eigenständigkeit profitiert.

Seine Habilitation im Steuer- und Finanzrecht bildete eine optimale Grundlage für die Tätigkeit in der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten Arbeitsgruppe 1 (Rundfunkgebühren) und als Vorsitzender des Arbeitskreises Finanzausgleich und anstaltsindividuelle Elemente.

Des Weiteren hat er sich Verdienste um die staatsrechtliche, begriffliche und ergebnispolitische Bearbeitung und Fixierung des Finanzausgleiches erworben. Ebenso war er ein überzeugter Verfechter der Existenzberechtigung der kleinen Rundfunkanstalten im föderalen System. Auch ist Prof. Dr. Wolfgang Knies bekannt als engagierter Freund und Förderer der Kulturszene im Saarland, insbesondere des Rundfunk-Sinfonieorchesters des SR und danach der Deutschen Radio-Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern.