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Landesamt für Soziales
 

Zahl der Schwerbehinderten im Saarland weiter leicht rückläufig

03.01.2012 - 129.055 schwerbehinderte Menschen leben im Saarland
Über 25.215 Anträge auf Anerkennung und Feststellung der Schwerbehinderung in 2011
Kompetente Beratung und Bürgerservice stehen im Mittelpunkt
Zahl der Behindertenausweise ist 2011 gestiegen
Saarbrücken. „Die Zahl der Schwerbehinderten im Saarland ist weiterhin leicht  rückläufig: im Saarland lebten zum Jahresende 2011 129.055 schwerbehinderte Menschen. Das sind 1,94 Prozent weniger als im Vorjahr, die einen Grad der Schwerbehinderung von 50 Prozent und mehr haben“, so der Direktor des Landesamtes Stephan Kolling. Ende 2010 lebten noch 131.610 anerkannte Schwerbehinderte im Land.

Kompetente Beratung und ein hohes Maß an Bürgerservice stehen im Landesamt für Soziales im Mittelpunkt, erklärte Kolling. Das Servicecenter ist über 30 Stunden wöchentlich für die Bürger geöffnet. Anträge könne auch im Internet unter www.las.saarland.de abgerufen werden. Künftig sollen Schwerbehindertenanträge auch online gestellt werden können. Ziel sei es, im Herbst mit der Online-Antragstellung beginnen zu können. Auch bereite sich das Landesamt, so Direktor Kolling, auf die Einführung des neuen Schwerbehindertenausweises vor, der bundesweit ab Januar 2013 im Scheckkartenformat eingeführt werden soll. Alte Ausweise bleiben aber auch weiterhin gültig.

Von den im  letzten Jahr anerkannt Schwerbehinderten sind 57.526 weiblich, 71.529 Personen sind männlich. 4.731 im Saarland lebende Ausländer sind ebenfalls anerkannt schwerbehindert. Weitere 81.020 Saarländer haben einen Grad der Behinderung zwischen 30 und 40 Prozent.

Die Zahl der anerkannten Menschen mit Behinderungen insgesamt im Saarland beläuft sich auf 210.075. Auch hier gab es im Vergleich zum Vorjahr eine Absenkung um ein Prozent. Die Schwerbehindertenquote liegt damit im Saarland bei 12,9  Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,7 Prozent.

Von den anerkannt schwerbehinderten Menschen haben im Saarland zum Ende des vergangenen Jahres 91.939 Personen einen gültigen Ausweis. Das sind 2.905 Männer und Frauen mehr als im Vorjahr (2010: 89.034 gültige Behindertenausweise).

37.742 Personen haben im Saarland das Merkzeichen Gehbehindert. 10.178 Saarländer haben das Merkzeichen außergewöhnlich gehbehindert, das zum Parken auf Vorrangparkplätzen berechtigt.

10.5304 Saarländer sind anerkannt hörbehindert und 11.067 schwerbehinderte Saarländer sind von der Rundfunkgebührenpflicht aufgrund des Merkzeichens „RF“ befreit. Das Merkzeichen „BL“ infolge von Erblindungen tragen 1.445 Saarländer.

Das Landesamt verzeichnete in 2011 über 25.215 Anträge auf Anerkennung und Feststellung der Schwerbehinderung. Damit ist die Zahl fast auf Vorjahresniveau von 25.287. Neu anerkannt wurden 2011 7.253 Saarländer. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Erstanträgen beträgt 121 Tage.


Hintergrund:
Auf Antrag des behinderten Menschen wird festgestellt, ob eine Behinderung im Sinne des Schwerbehindertenrechts vorliegt und welchen Grad diese Behinderung (GdB) hat. Der GdB ist ein Maß für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer Beeinträchtigung der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft auf Grund eines Gesundheitsschadens und ist grundsätzlich unabhängig vom ausgeübten oder angestrebten Beruf zu beurteilen.

Es spielt keine Rolle, ob die Behinderung angeboren oder ihre Ursache ein Unfall oder eine Krankheit ist. Als schwerbehindert gelten Menschen mit einem GdB von mindestens 50.

Wenn die Behinderung durch das Landesamt für Soziales festgestellt wird, können bestimmte Leistungen und Hilfen gewährt werden, wie zum Beispiel Freifahrt (Bus und Bahn), Parkerleichterungen oder reduzierte Steuersätze (so genannte Nachteilsausgleiche). Erst ab einem GdB von 50 besteht ein Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis.

Weitere  Informationen und Antragsformulare sind erhältlich unter www.las.saarland.de sowie unter Tel. 0681 9978 0. Das Landesamt für Soziales befindet sich in der Hochstraße 67 in 66115 Saarbrücken.