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Soziales
 

Landesseniorentag    Seite vorlesen lassen

Am 27. März 2014 fand der 1. Saarländische Seniorentag auf  Einladung des Landeseniorenbeirates des Saarlandes gemeinsam mit dem Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Andreas Storm, der saarländischen Staatskanzlei, der Stadt Dillingen und dem Landkreis Saarlouis von 9.15 Uhr bis 17 Uhr in der Stadthalle in Dillingen statt. Die Idee, mit einem solchen Tag zur Wertschätzung der Leistungen der älteren Generation beizutragen und deren gesellschaftliche Teilhabe zu fördern,  kam von Gerhard Ballas, Vorsitzender des Landesseniorenbeirates. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte die Schirmherrschaft übernommen.
Mit über 400 Besucherinnen und Besuchern wurde eine überwältigende Teilnahme erzielt. Das Programm war vielfältig: Die Mischung aus Information, Dialog und Unterhaltung sollte dem Publikum zeigen, welche Potenziale und Teilhabemöglichkeiten der älteren Bürgerinnen und Bürger im Saarland bestehen, aber auch zahlreiche Ideen und Anregungen für die zukünftige Arbeit mitgeben. Nicht zuletzt ging es bei der Tagung auch darum, das Miteinander und Füreinander innerhalb der eigenen Generation und die (Mit-)Verantwortung gegenüber Jüngeren herauszustellen.
Der Vormittag war schwerpunktmäßig geprägt von Vorträgen und Referaten zum Thema Senioren- und Generationenpolitik im Saarland und der aktiven gesellschaftlichen Teilhabe älterer Menschen. Am Informations- und Erfahrungsaustausch beteiligten sich Vertreter/innen von Wissenschaft, Praxis Politik und Verwaltung.
Bürgermeister und Gastgeber Franz Josef Berg berichtete über die äußerst positiven Erfahrungen mit dem Dillinger Seniorenbeirat seit 1991 und sagte im Vorgriff auf die spätere Diskussion: „Wir in Dillingen haben die Erfahrung gemacht, dass Seniorenbeiräte ein besonderer Gewinn für unsere Kommune sind.“
Minister Storm bezeichnete die Seniorenpolitik als eines der wichtigsten Politikfelder der Landesregierung und gab einen kleinen Abriss aus der Fülle der Projekte aus dem Bereich der Senioren- und Generationenpolitik des Landes. Mit Blick auf die Teilhabe sei es wichtigstes seniorenpolitisches Ziel, im Saarland neben den 16 existierenden in allen Städten und Gemeinden Seniorenbeiräte zu etablieren. Dies zu befördern diene eine geplante Gesetzesänderung, wonach jede Kommune im Saarland künftig einen Seniorenbeirat bekommen soll.
Im Anschluss hielt die renommierte Alternsforscherin und Vorsitzende der BAGSO, Prof. Dr. Ursula Lehr, in ihrem Vortrag ein ebenso unterhaltendes wie informationsreiches Plädoyer zum Thema „Partizipation der älteren Generation in Politik und Gesellschaft!“ Sie unterstrich z.B., dass Seniorenbeiräte Bindeglieder zwischen Politik und Gesellschaft sind und nicht nur fordernd seien, sondern auch Vieles geben und einbringen können.
In einer Gesprächsrunde mit Gerhard Ballas, Franz Josef Berg, Andreas Storm, Prof. Ursula Lehr und Barbara Eifert, wissenschaftliche Beraterin der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen,  ging es um die Kernfrage: „Sind Seniorenbeiräte ein Gewinn die Kommunen?“. Daran schloss sich eine lebhafte Diskussionsrunde mit Fragen aus dem Publikum an.

Nach der Mittagspause bestand die Möglichkeit, eine Führung des Seniorenbeirates Dillingen mitzumachen oder in einem Vortrag Näheres über die Angebote der Bürgerdienste-SAAR zu erfahren. Zum Auftakt des Nachmittagsprogramms „Marktplätze der Ideen“ rockte der HeartChor Saar die Bühne.
Die facettenreiche und zukunftsweisende Seniorenarbeit des Landkreises Saarlouis brachte Landrat Patrik Lauer dem Publikum in seinem Vortrag näher.
Dass im Saarland seit fast 14 Jahren mittlerweile rund 130 Seniorensicherheitsberaterinnen und –berater mit großem Engagement ihrer Aufgabe nachgehen und damit einen nachhaltigen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Lebensqualität in unserer Gesellschaft leisten, war im Vortrag von Projektleiter Fred Kreutz anschaulich zu erfahren.
Stellvertretend für die Bandbreite der Aktivitäten  der kommunalen Seniorenbeiräte  vor Ort  stellten Lothar Arnold und Christel Steitz in eindrucksvollen Bilanzen ihre jeweiligen Arbeitsschwerpunkte in Saarbrücken und Homburg vor.
Vor dem Genuss von Kaffee und Kuchen brachte Walter Kessler vom Landessportverband für das Saarland mit seiner Aufwärm-Gymnastik aus dem Projekt der „Seniorenfitnesstage“ den ganzen Saal auf die Beine und in Wallung.
Es folgte ein „Runder Tisch“ mit Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer, Minister Andreas Storm, Gerhard Ballas, Franz Josef Berg, dem Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Kommunale Seniorenbeiräte Lothar Arnold,
der saarländischen Bevollmächtigten für Europaangelegenheiten Helma Kuhn-Theis, sowie und Vertreterinnen und Vertreter Kommunaler Seniorenbeiräte.
Die Senioren- und Generationenpolitik der Bundesregierung war schließlich Gegenstand eines Grußwortes von Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die sich u.a. aussprach für eine ebenen- übergreifende Politik für Seniorinnen und Senioren, aber vor allen Dingen mit Seniorinnen und Senioren.
In seinem Schlusswort bezeichnete Minister Storm den 1. Saarländischen Seniorentag als Experiment. Die hohe Präsenz derer, die von Anfang an bis zum Schluss dabei waren, zeige, dass die Seniorenpolitik nicht nur einen hohen Stellenwert hat, sondern dass die Seniorinnen und Senioren im Saarland es auch verstehen, sich Gehör zu verschaffen.  Dies sei die wichtigste Botschaft des Tages. Sein besonderer Dank galt neben allen Beteiligten auch den zahlreichen Ausstellern, die mit ihren hervorragenden Infoständen sehr zum Gelingen des Tages beigetragen hatten.
Als letzter Höhepunkt des Tages bewies der HeartChor mit seinem Konzert  einmal mehr, dass Senioren richtig abrocken können und „man so alt ist, wie man sich fühlt“.