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„Mut, Disziplin, Solidarität“: Erinnerungen an das Grubenunglück von Luisenthal – Ministerpräsidentin Rednerin bei GedenkfeierEs gibt Tage, die sich unauslöschlich einprägen in das Bewusstsein der Menschen, die sie erlebt haben. Ein solcher Tag war der 7.2.1962, der Tag des Grubenunglücks in Luisenthal. An diesem Tag verloren 299 Bergleute ihr Leben. An diesem Tag verloren Hunderte von Saarländerinnen und Saarländer ihre Söhne, ihre Männer, ihre Väter. Sie verloren ihre Kameraden, ihre Freunde und ihre Weggefährten. Der Tag war ein Schock für die Bergleute im Saarland. Am Dienstag wurde 50 Jahre danach daran erinnert.
Kranzniederlegung
„Dass der 50. Jahrestag des Grubenunglücks von Luisenthal ausgerechnet in das Jahr fällt, in dem der Bergbau im Saarland sein letzte Schicht fährt, sollte uns Anlass sein, mit aller Kraft daran zu arbeiten, dem Bergbau und den Bergleuten im Saarland einen herausgehobenen Platz in der Erinnerungskultur unseres Landes zu schaffen“, sagte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Gedenkfeier in Luisenthal. Ohne die Bergleute wäre unser Land nicht das, was es heute ist. Auch wenn der Steinkohlebergbau nicht mehr die Zukunft des Landes bestimmen wird, so ist er aus dem kollektiven Bewusstsein des Saarlandes nicht wegzudenken. Es gibt keine Region in Deutschland und auch nicht in Europa, in der die Arbeit unter Tage so viele Menschen geprägt hat. Und er hat die Menschen dieses Landes um markante Wesenszüge und Werthaltungen bereichert, die auch noch spürbar sein werden, wenn die Kohle-Ära schon lange Vergangenheit sein wird. Kramp-Karrenbauer sagt: „Der 50. Jahrestag der Katastrophe von Luisenthal sollte Anlass sein, uns allen und insbesondere den jüngeren Menschen im Saarland den Stellenwert bewusst zu machen, den der Saarbergbau in unserem Land und für unser Land hatte. 50 Jahre nach dem Grubenunglück von Luisenthal geht die Zeit des Bergbaus im Saarland zu Ende. In die Erinnerung an die 299 Toten von Luisenthal sollten wir die zehntausende saarländischen Bergleute einschließen, die durch ihre gefährliche Arbeit über viele Jahrzehnte die Grundlage geschaffen haben für die Entwicklung von Wirtschaft, Leben und Wohlstand im Saarland. Und wir sollten uns auch zukünftig an dem orientieren, was sie uns an Mut, Disziplin und Solidarität vorgelebt haben.“ |


