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Hochwasserschutz im SaarlandDie Altstadt von Blieskastel beim Weihnachtshochwasser 1993
Die Hochwasserereignisse der Jahre 1993, 1995 und 1997 entlang der Flüsse Mosel und Saar haben uns allen eindrucksvoll vor Augen geführt, welche Auswirkungen der Umgang mit den natürlichen Überschwemmungsgebieten haben kann.
Alle Jahre wieder sehen wir uns Hochwasserereignissen ausgesetzt, die insbesondere durch langanhaltende Niederschläge ausgelöst werden. Die Niederschläge nehmen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zu. Heutzutage führen Niederschlagsmengen, die früher schadlos waren, zu Ereignissen, die gerne als "Jahrhunderthochwasser“ bezeichnet werden. Schuld daran war vor allem die zunehmende Besiedlung der Auen und die damit einhergehende Zunahme der Vermögenswerte in den Überschwemmungsgebieten. Auch Eingriffe in das Speichervermögen der Landschaft, wie die Flächenversiegelung, der Bau von Regenwasserkanälen, Intensivlandwirtschaft, Waldrodung und Gewässerausbau bewirken eine Verschärfung der Hochwasserproblematik. Die Hochwasserschäden sind damit weitestgehend hausgemacht. Mit der „Erklärung von Arles“ durch die Umweltminister der Europäischen Union am 04. Februar 1995 erlangte das Thema Hochwasser eine europäische Dimension. In der Folge wurden grenzüberschreitende Aktionspläne zum Hochwasserschutz unter anderem für die Einzugsgebiete von Rhein, Mosel und Saar erstellt. Auch das Saarland hat sich den Zielen eines umfassenden, interdisziplinären Hochwasserschutzes verpflichtet.
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