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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Alte Schule soll Treffpunkt mit vielen Angeboten für Einwohner und Flüchtlinge werden – Minister Jost überreicht Förderbescheid über 463.000 Euro

03.05.2017
„Initiativen zur Sicherung einer zukunftsfähigen Dorfentwicklung sind uns wichtig und werden von uns unterstützt“, betonte Minister Jost bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheides über 463.000 Euro an den Schmelzer Bürgermeister Emanuel. Foto: I. Jost
„Initiativen zur Sicherung einer zukunftsfähigen Dorfentwicklung sind uns wichtig und werden von uns unterstützt“, betonte Minister Jost bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheides über 463.000 Euro an den Schmelzer Bürgermeister Emanuel. Foto: I. Jost

Die ehemalige Grundschule in Schmelz-Limbach wird seit nunmehr 50 Jahren von den örtlichen Vereinen genutzt und ist ein unverzichtbarer Baustein für das dörfliche Gemeinschaftsleben. Nun soll das in die Jahre gekommene Gebäude von Grund auf saniert werden und als so genanntes multifunktionales Dorfgemeinschaftshaus ein Anlauf- und Treffpunkt für Einwohner und Neubürger sein. „Initiativen zur Sicherung einer zukunftsfähigen Dorfentwicklung sind uns wichtig und werden von uns unterstützt“, betonte Minister Reinhold Jost bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheides über rund 463.000 Euro an den Schmelzer Bürgermeister Armin Emanuel. „Dieses Geld wird hier gut angelegt. Denn ein Dorf muss als Lebensort für alle Generationen attraktiv bleiben“, befand der für die Dorfentwicklung zuständige Minister.

Seit dem Ende des Schulbetriebs vor rund 50 Jahren ist die Ertüchtigung des Gebäudes auf reine Unterhaltungsmaßnahmen beschränkt worden, sodass sich aus baulicher und energetischer Sicht ein zunehmender Modernisierungsstau entwickelt hat. Der angebaute jüngere Gebäudeteil ist im Erdgeschoss wegen Nässe  und Schimmelbefall seit etwa zwei Jahren gar nicht mehr nutzbar. In der Folge sind damit Einschränkungen für das örtliche Vereins- und Sozialleben verbunden. Gleichzeitig sind Teile des Gebäudes nur für einen beschränkten Personenkreis nutzbar, da ein barrierefreier Ausbau bislang fehlte.

Um einem weiteren Verfall des Gebäudes entgegenzuwirken, hat die Gemeinde Schmelz im vergangenen Jahr bereits auf eigene Kosten umfangreiche Trockenlegungs- und Entwässerungsarbeiten durchgeführt. Dem soll nun im Rahmen des beantragten Vorhabens endlich eine grundlegende Sanierung und Modernisierung der alten Schule folgen, um das Gebäude sowohl in seiner baulich Identität stiftenden Bedeutung als insbesondere auch  in der Funktion als multifunktionales Dorfgemeinschaftshaus zukunftsgerichtet zu stärken. Hierzu sind insgesamt drei Bauabschnitte vorgesehen:

1. Energetische Sanierung Gebäudehülle: Im ersten Bauabschnitt 2017 sollen neue Fenster mit Isolierverglasung eingebaut, die Außenwand des Gebäudes komplett mit einem Wärmedämmsystem verkleidet und die Außentüren erneuert werden.
2. Erneuerung Innenausbau, Elektrik, Sanitär: Im zweiten Bauabschnitt 2018 sollen Innentüren, Bodenbeläge, Decken und Elektrik erneuert sowie die alte Heizanlage durch einen energieeffizienten Niedertemperatur-Öl-Brennwertkessel ersetzt werden. Im Erdgeschoss wird der Abstellraum zu einer behindertengerechten Toilette umgebaut.
3. Brandschutztechnische Ertüchtigung: Im dritten Bauabschnitt 2019 sind die brandschutztechnische Ertüchtigung der Decken in Keller- und Erdgeschoss, die Wärmedämmung im nicht ausgebauten Dachraum sowie der Anbau einer Stahl-Außentreppe als zweiter Fluchtweg aus dem Obergeschoss vorgesehen.

Die Alte Schule Schmelz soll auch nach der Sanierung allen ortsansässigen Vereinen zur Verfügung stehen. Insbesondere soll ein großer Raum multifunktional und flexibel für Vereins- und Gemeinschaftsangebote, Sitzungen und Schulungen nutzbar sein. Hierbei soll auch das Beratungs- und Dienstleistungsangebot vor Ort erweitert werden. So sollen im sanierten Dorfgemeinschaftshaus auch Beratungsangebote für Jung und Alt, wie etwa durch den Pflegestützpunkt oder Bewährungshelfer, etabliert werden. Zudem soll das bereits bestehende Angebot an Sprach- sowie Integrationskursen für Flüchtlinge erweitert werden und das Haus verbunden mit den Vereinsangeboten zu einem zentralen Ort des Willkommens und der Integration für Flüchtlinge und Neubürger werden.
 
Das Projekt wird nach der Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Dorfentwicklung im Saarland mit 75 Prozent der Gesamtausgaben von EU, Bund und Land gefördert.