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Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
 

IMMESA-Jahresbericht 2015 veröffentlicht

Der IMMESA-Jahresbericht dokumentiert die Ergebnisse der Luftschadstoffmessungen im Saarland für das Jahr 2015 und zeigt die Entwicklung der Luftbelastung seit Aufnahme der Messungen im Jahr 1984.

Die Luftbelastung im Jahr 2015 lässt sich wie folgt charakterisieren:

An den 12 IMMESA-Messstationen wurden für die Parameter Schwefeldioxid, Feinstaub (PM10, PM2.5), Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid, Benzol sowie für die Inhaltsstoffe im Feinstaub (PM10) – Arsen, Blei, Cadmium, Nickel – keine Überschreitungen von gesetzlichen Beurteilungswerten beobachtet. Eine der Ursachen für die positive Entwicklung der Luftbelastung im Jahr 2015 waren die meteorologischen Gegebenheiten, die vor allem durch eine warme Witterung im Winter geprägt waren.

Der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid an der Verkehrsmessstation in Saarbrücken erreichte im Jahr 2015 wie auch im Vorjahr den Wert von 40 µg/m³ und entspricht damit genau dem seit 2010 gültigen Jahresgrenzwert. Da dieser Grenzwert in den vergangenen Jahren überschritten war, wurde im Jahr 2012 ein Luftreinhalteplan für die Stadt Saarbrücken veröffentlicht (http://www.saarland.de/dokumente/thema_immissionsschutz/Luftreinhalteplan-Dez-2012.pdf). Aufgrund der Ergebnisse einer Messreihe mit Passivsammlern an verschiedenen Punkten in der Innenstadt von Saarbrücken ist jedoch nicht auszuschließen, dass der Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid nicht in der gesamten Innenstadt eingehalten werden kann. Hierzu sind weitere Maßnahmen erforderlich, wie sie im Luftreinhalteplan Saarbrücken dargelegt wurden.

Aufgrund der warmen und z.T. regenarmen Sommermonate gab es beim Ozon im Jahr 2015 mehrere Überschreitungen des Informationsschwellenwertes von 180 µg/m³. Der Alarmschwellenwert von 240 µg/m³ wurde an keiner Messstation erreicht.