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Landwirtschaft und ländlicher Raum
 

Investitionen in den Forstwirtschaftlichen Wegebau

Instandsetzung und Ausbau von Forstwirtschaftswegen  im Rahmen der Maßnahme „Investitionen in Infrastrukturen zur Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen“
Instandsetzung und Ausbau von Forstwirtschaftswegen im Rahmen der Maßnahme „Investitionen in Infrastrukturen zur Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen“

Der forstwirtschaftliche Wegebau kann als Teil der Maßnahme M04 „Investitionen in materielle Vermögenswerte“ nach Artikel 17 der VO (EU) Nr. 1305/2013 im Rahmen des Saarländischen Entwicklungsplans für den ländlichen Raum 2014-2020 (SEPL 2014-2020) gefördert werden. Die Mittel dafür stammen hälftig aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK).

Eine sinnvolle Erschließung bildet die Grundvoraussetzung für alle waldbaulichen Maßnahmen. Im Klein- und Kleinstprivatwald, aber auch in kommunalen Wäldern, sind die Erschließungssysteme unzureichend, lückenhaft oder in einem unangemessenen Zustand. Um eine Bewirtschaftung der Bestände und eine Mobilisierung der Holzvorräte planen und durchführen zu können, sind die Erschließungssysteme zu vervollständigen oder in einen anforderungsgerechten Zustand zu versetzen. Die Wegebaumaßnahmen werden vorab mit dem Naturschutz abgestimmt, um auszuschließen, dass der Wegebau in ökologisch sensible Gebiete führt. Es ist sicherzustellen, dass die Baumaßnahme naturschutzverträglich durchgeführt wird.

Ziel ist die Verbesserung der forstwirtschaftlichen Infrastruktur, um eine nachhaltige Bewirtschaftung der Kommunal- und Privatwälder zu ermöglichen.

Es werden ausschließlich Forstwege im Waldinneren gefördert, die für forstwirtschaftliche Zwecke genutzt werden (keine Forstwirtschaftswege, die Bestandteil eines allgemeinen Wegenetzes sind). Für eine Förderung kommen ausschließlich der Neubau oder die Modernisierung solcher Wege in Betracht. Die Instandhaltung vorhandener Forstwirtschaftswege wird im Saarland nicht gefördert.

Investitionen in die Entwicklung von Waldgebieten und Verbesserung der Lebensfähigkeit von Wäldern

Bodenschutzkalkung im Wald im Rahmen der Maßnahme „Investitionen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und des ökologischen Wertes der Waldökosysteme“

Das Saarland unterstützt kommunale und private Waldbesitzer bei den Teilmaßnahmen Vorarbeiten, Waldumbau, Jungbestandspflege, Bodenschutzkalkung und Neuanlage von Wald an. Holzkonservierungsanlagen werden im Saarland nicht gefördert. Aus verwaltungsökonomischen Gründen wird jedoch nur die Teilmaßnahme "Bodenschutzkalkung" im Saarländischen Entwicklungsplans für den ländlichen Raum 2014-2020 (SEPL 2014-2020) programmiert und zur ELER-Kofinanzierung angeboten (Maßnahme M08 nach Artikel 21-26 der VO (EU) Nr. 1305/2013). Die Mittel dafür stammen hälftig aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Die übrigen Teilmaßnahmen werden aus nationalen Mitteln der GAK finanziert. Die in der SWOT-Analyse beschriebenen strukturellen Probleme in vielen Waldgebieten, verbunden mit einem weiterhin gegebenen Schadstoffeintrag in die Waldböden und weiterer Zunahme abiotischer Schäden, führen dazu, dass auf vielen Standorten in privaten und kommunalen Wäldern noch immer instabile, strukturarme Reinbestände von geringem Wert und geringer Stabilität stocken. Diese Bestände können auf Dauer die potenziell erreichbaren ökologischen Waldfunktionen nur eingeschränkt gewährleisten. Mit geeigneten waldbaulichen Maßnahmen sollen derartige Reinbestände geringer Qualität und Wuchsleistung in standortangepasste stabile Mischbestände überführt werden. Durch das Ausbringen basischer Puffersubstanzen im Rahmen von Kompensationskalkungen wird die vielfach aus dem Gleichgewicht geratene Pufferkapazität der Waldböden normalisiert und stabilisiert, einer weiteren Versauerung punktuell entgegenwirkt und die Bodenstreu und der Nährstoffhaushalt verbessert. Damit erhöht sich der Grad der Naturnähe der Wälder, und der ökologische Wert und damit auch die wirtschaftliche Stabilität steigen. Daneben werden die biologische Elastizität gegenüber Schaderregern gesteigert, der Nährstoffhaushalt in Boden und Wasser verbessert und die Biodiversität sowie das CO2-Seichervermögen der Wälder deutlich erhöht. Dauerhaft stabile und strukturierte Wälder weisen nicht nur eine wesentlich höhere Artenvielfalt auf, sondern sie wirken durch eine günstigere Zusammensetzung und eine schnellere Umsetzung der Laubstreu auch wirksam der Versauerung entgegen und tragen so zu einem besseren Boden- und damit auch Grundwasserschutz bei. Vitale, reich strukturierte Bestände mit einer breiten Baumartenpalette und hohem Lichteintrag werden zudem von der Mehrzahl der Waldbesucher als ästhetisch ansprechender empfunden als labile Reinbestände; insofern wird der Freizeitwert des Waldes gesteigert. Die Bodenschutzkalkungen werden vorab mit dem Naturschutz abgestimmt, um auszuschließen, dass die Kalkungen in ökologisch sensiblen Gebiete durchgeführt werden. Die programmierte Maßnahme führt dabei nicht zu einer signifikanten Steigerung des Wertes oder der Profitabilität des forstwirtschaftlichen Betriebes. Alleinige Zielsetzung der Maßnahme ist die Verbesserung der ökologischen Situation der Wälder und damit ein Beitrag zum Gemeinwohl.

Durch das hohe Niveau der im Saarland vorliegenden Informationen über die Wälder und die flächendeckende nachhaltige naturnahe Waldbewirtschaftung, die den umfassenden Schutz der Wälder gewährleistet, ist der Bezug zur neuen Europäischen Forststrategie gegeben.


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Privat- und Kommunalwald, Forstbetriebsaufsicht
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66117 Saarbrücken
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Telefon
(0681) 501-4271
Telefax
(0681) 501-3510
Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat D/5
Christoph Rath
Privat- und Kommunalwald, Forstbetriebsaufsicht
Keplerstraße 18
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