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Arbeitsmarkt - Gute Arbeit im Saarland
 

ASaar - Arbeit für das Saarland

Das Landesprogramms „Arbeit für das Saarland – ASaar“ zur Flankierung der öffentlich geförderten Beschäftigung im Saarland fußt auf folgender Vereinbarung im aktuellen Koalitionsvertrag 2012 – 2017: „Die Landesregierung will alle landespolitischen Möglichkeiten nutzen, um jedem die Möglichkeit zu geben, seinen Lebensunterhalt durch frei gewählte und dauerhafte Arbeit zu verdienen“. Gemeinsam mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern, der Bundesagentur für Arbeit, den Kommunen, den Wohlfahrtsverbänden sowie den Trägern von Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen wurde das Landesprogramm „Arbeit für das Saarland - ASaar“ entwickelt.

Selbst in Zeiten guter wirtschaftlicher Entwicklung verzeichnet der regionale Arbeitsmarkt einen hohen Umfang an verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit. Vielen Arbeitslosen ist es trotz günstiger Marktentwicklung und zum Teil mehrfacher Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen seit längerem nicht gelungen, eine reguläre Beschäftigung aufzunehmen. Ursache dafür sind nicht nur besondere Vermittlungshemmnisse wie Defizite im Bereich schulischer, beruflicher und sozialer Kompetenz oder gesundheitliche Einschränkungen und Alter, sondern auch ein regional unterschiedlich ausgeprägtes Angebot insbesondere an Einfacharbeitsplätzen.

Langzeitarbeitslose Menschen, für die eine Integration in den regulären Arbeitsmarkt auf Dauer nicht absehbar ist, sind eine besondere Herausforderung für alle Arbeitsmarktakteure. Diesen Menschen gegenüber besteht die landespolitische Verpflichtung, ihnen eine berufliche und persönliche Perspektive zu schaffen. Für diese leistungsgeminderten Langzeitarbeitslosen ist im Rahmen langfristig angelegter individueller Integrationsstrategien ein Angebot öffentlich geförderter Beschäftigung erforderlich.

Öffentlich geförderte Beschäftigung braucht stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, sowohl hinsichtlich der zum Einsatz kommenden Instrumente als auch der Finanzierung. Öffentlich geförderte Beschäftigung führt u.a. auch zur Reduzierung passiver Transferleistungen und damit zu Entlastungen und Handlungsspielräumen in den kommunalen Haushalten. Vor diesem Hintergrund stellt die Landesregierung einen finanziellen Beitrag aus Landesmitteln zur Verfügung und baut gemeinsam mit den Akteuren des regionalen Arbeitsmarktes einen finanziell abgesicherten, dauerhaft geförderten öffentlichen Beschäftigungssektor für schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose im Saarland auf. Dazu wurde das Landesprogramm „Arbeit für das Saarland – ASaar“ unter Beteiligung der Wirtschafts- und Sozialpartner, der Bundesagentur für Arbeit, der Kommunen, der Wohlfahrtsverbände sowie der Träger von Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen entwickelt.

Das Landesprogramm „ASaar“ enthält fünf Förderschwerpunkte:

  • Arbeitsverhältnisse nach § 16 e SGB II (AV): Nach § 16 e SGB II geförderte Arbeitsverhältnisse sind sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse ohne Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.
  • Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d SGB II (AGH): Eine Arbeitsgelegenheit (AGH) ist eine Eingliederungsmaßnahme für erwerbsfähige Leistungsbezieher (eLb), in der die Teilnehmer/innen zusätzliche, im öffentlichen Interesse liegende und wettbewerbsneutrale Arbeiten verrichten.
  • Arbeitsgelegenheiten nach § 16 d SGB II plus ergänzender Aktivierungsmaßnahme nach § 16 Abs.1 SGB II i. V. mit § 45 SGB III (AGH plus): Eine Arbeitsgelegenheit (AGH) ist eine Eingliederungsmaßnahme für erwerbsfähige Leistungsbezieher (eLb), in der die Teilnehmer/innen zusätzliche, im öffentlichen Interesse liegende und wettbewerbsneutrale Arbeiten verrichten. Aktivierungsmaßnahmen können zur Beseitigung individueller Vermittlungshemmnisse so ausgestaltet sein, dass sie neben den originären Elementen der Arbeitsförderung auch andere Elemente enthalten.
  • Bundesprogramm „Bürgerarbeit“: „Bürgerarbeit“ ist eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ohne Beiträge zur Arbeitslosenversicherung im Bereich zusätzlicher und im öffentlichen Interesse liegender Arbeit.
  • Neue Konzepte der „Sozialen Arbeit“ in Verbindung mit § 16 SGB II: Da sich die Problemlagen der Zielgruppe des SGB II und damit das Potential für den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor stetig verändert, sollen auch neue Konzepte der „Sozialen Arbeit“ erprobt werden.

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
Arbeitsmarktpolitik, Arbeits- und Tarifrecht, Europäischer Sozialfonds
Lothar Gretsch
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3393
Telefax
(0681) 501-3402

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