Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Rehlinger und Commercon kündigen verbindliche Qualitätsstandards für saarländisches Schulessen an

16.10.2012
Ministerin Anke Rehlinger beim Tag der Schulverpflegung in der Grundschule in Nunkirchen
Ministerin Anke Rehlinger beim Tag der Schulverpflegung in der Grundschule in Nunkirchen

Eine gute Nachricht für die saarländischen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern: Das Saarland wird beim Schulessen in allen Freiwilligen Ganztagsschulen für einheitliche Qualitätsstandards sorgen. Das heißt,  die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollen in den Schulkantinen verbindlich gelten. Darauf haben sich Bildungsminister Ulrich Commercon und Verbraucherschutzministerin Anke Rehlinger verständigt.

„Eine Erkrankungswelle wie in Ostdeutschland ist uns bisher gottseidank erspart geblieben. Dennoch lässt die Qualität der Mittagsverpflegung in unseren Schulkantinen mitunter zu wünschen übrig, wie stichprobenartige Kontrollen gezeigt haben. Verpflichtende Qualitätsstandards sind  deshalb aus meiner Sicht der richtige Weg, um für unsere Kinder eine gesunde Schulverpflegung sicherzustellen“, so die Verbraucherschutzministerin. Gemeinsam mit dem Bildungsministerium und der Vernetzungsstelle Schulverpflegung werde man nun auch besprechen, wie die Einhaltung der Qualitätskriterien kontrolliert werden kann. „Wir wollen mit unseren Lebensmittelkontrolleuren in den nächsten Monaten auch Schwerpunktkontrollen in Schulkantinen durchführen“, kündigte die Ministerin an.     

Den Tag der Schulverpflegung (11.10.12) nutzte Ministerin Rehlinger auch, um für das saarländische Schulobstprogramm zu werben.
In der Grundschule in Nunkirchen half sie bei der Zubereitung des vitaminreichen Pausensnacks. Im aktuellen Schuljahr 2012/2013 nehmen über 130 Grund- und Förderschulen im Saarland an der kostenlosen Verteilung von frischem Obst und Gemüse teil – ein Rekord. Ein Teil der Ware stammt aus saarländischem Anbau. Auch beim mittäglichen Speiseangebot sollten regionale Produkte zum Einsatz kommen, fordert Rehlinger. „Wir brauchen keine Erdbeeren aus China“, sagte sie.

Eine ausgewogene, gesunde Schulverpflegung sei eine Gemeinschaftsaufgabe. Politik, Schulträger, etwa Kommunen, und auch die Eltern müssten an einem Strang ziehen, wünscht sich Rehlinger: „Wenn Kinder kein gesundes Essen kennen lernen, werden sie ihr Essverhalten auch als Erwachsene nicht ändern. Außerdem beeinflusst das tägliche Essen maßgeblich die Leistungsbereitschaft und Leistungsfreude unserer Kinder. Möglicherweise bekommen wir gesundes Essen nicht zu Dumpingpreisen. Aber die Gesundheit unserer Kinder sollte uns den Euro mehr wert sein.“