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Gemeinsame Vorsorge gegen Überschwemmungen – Hochwasserpartnerschaft an der Prims gegründet
Nach einem sehr trockenen Herbst 2011 mit außergewöhnlich niedrigen Wasserständen sind im bisher verregneten Winter die Einsatzkräfte des Öfteren durch teilweise bedrohlich ansteigende Flusspegel alarmiert worden. Hochwasser sind Naturereignisse, die an der Prims in der Ver-gangenheit hohe Schäden verursacht haben. Mit Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes kann den Hochwasserrisiken nicht alleine begegnet werden. Umfassende Hochwasservorsorge ist deshalb eine wichtige Aufgabe. Um die möglichen Schäden künftiger Hochwasserereignisse zu minimieren, sind gemeinsame Anstrengungen erforderlich. Darin sind sich die Städte, Gemeinden und Landkreise an der Prims sowie die saarländische Wasserwirtschaftsverwaltung einig.
Um gemeinsam konkrete Vorsorgemaßnahmen umzusetzen, schließen sich die Kommunen im Einzugsgebiet der Prims zu einer „Hochwasser-partnerschaft“ zusammen. Sie wurde initiiert vom saarländischen Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr und den Internationalen Kommissionen zum Schutz der Mosel und der Saar (IKSMS) mit Sitz in Trier. Nach den beiden Hochwasserpartnerschaften an der Blies und der Partnerschaft an der Mittleren Saar wurde heute an der Prims die vierte Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Hochwasservorsorge auf freiwilliger Basis im Saarland geschlossen. „Alle Anlieger im vom Hochwasser betroffenen Einzugsgebiet der Prims sitzen im selben Boot. Solidarität und Zusammenarbeit beim Hochwasserschutz sind daher gefordert“, so der Vertreter des Umweltministeriums, Abteilungsleiter Heinrich Becker, bei der Gründungsveranstaltung am Mittwoch. Die Hochwasserpartnerschaft setzt sich zum Ziel, Planungen zum Hochwasserschutz abzustimmen, gemeinsame Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen und eine Vernetzung zwischen Ober- und Unterlieger herzustellen, um beispielsweise bei der kommunalen Gefahrenabwehr effektiv zusammenarbeiten zu können. Dabei wird sie von der Wasserwirtschaftsverwaltung des Saarlandes tatkräftig unterstützt. Organisiert, koordiniert und betreut werden die Hochwasserpartnerschaften im Einzugsgebiet von Mosel und Saar von einem internationalen Betreuungszentrum (HPI), das bei den Internationalen Kommissionen zum Schutz der Mosel und der Saar (IKSMS) in Trier angesiedelt ist. Bei der Gründungsveranstaltung der Hochwasserpartnerschaft „Prims“ im Rathaus Lebach erhielt der Lebacher Bürgermeister Arno Schmidt die Gründungsurkunde aus den Händen von Heinrich Becker. Bürgermeister Schmidt übernimmt den Vorsitz der Hochwasserpartnerschaft, zu der neben den Kommunen auch die Landkreise im Einzugsgebiet der Prims gehören. Die Hochwasserpartner zeigten sich zuversichtlich, dass sie sich mit der Hochwasserpartnerschaft im Bereich der Prims kommenden Hochwassergefahren noch besser stellen können. |
KontaktMinisterium für Umwelt, Energie und Verkehr
Referat E/2
Harry Scheer Wasser und Abwasser
Internationale Kommissionen zum Schutz der Mosel und der Saar (IKSMS / CIPMS)
Christof Kinsinger
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