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50 Jahre Schutz der Mosel und der Saar
50 Jahre Einsatz ohne Grenzen für den Gewässerschutz im Mosel und Saareinzugsgebiet. Das war Anlass der 50-Jahr-Feier der IKSMS in Mondorf-les-Bains am 13. Dezember 2011.
Am 20. Dezember 1961 wurde in Paris das Protokoll zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland, der Französischen Republik und des Großherzogtums Luxemburg über die Errichtung der "Internationalen Kommission zum Schutze der Mosel gegen Verunreinigung" unterzeichnet. Gleichzeitig wurde für die Saar, den größten Nebenfluss der Mosel, ein Protokoll zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die Errichtung der "Internationalen Kommission zum Schutze der Saar gegen Verunreinigung" unterzeichnet. Beide Kommissionen wurden in Übereinstimmung mit dem Vertrag über die Schiffbarmachung der Mosel beziehungsweise dem Vertrag über die Regelung der Saarfrage gegründet. Sie erhielten die Aufgabe, eine Zusammenarbeit zum Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung zu gewährleisten, die Gewässergüte zu überwachen und Maßnahmen zur Sanierung der Mosel, der Saar und ihrer wichtigsten Nebenflüsse vorzuschlagen. Seitdem stellen sich die Anrainerstaaten gemeinsam den größten Herausforderungen der Politik zum Schutze der Mosel und der Saar, wie beispielsweise dem Schutz und der Verbesserung der Gewässergüte und der aquatischen Ökosysteme oder seit 1995 auch dem Hochwasserschutz. Die Fortschritte, die bei der Reduzierung der Belastung durch - teilweise gemeinsam durchgeführte - Aktionsprogramme an Mosel und Saar erzielt wurden, zeugen von der Wirksamkeit der auf Einzugsgebietsebene abgestimmten Maßnahmen. Dies wird durch die aktuelle Bilanz 2006-2010 der Umsetzung des Hochwasseraktionsplans der IKSMS noch einmal bestätigt. Viele gemeinsam festgelegte Ziele bzw. innovative Anstöße, die die IKSMS im Einzugsgebiet entwickelt haben, stehen ganz im Einklang mit den geltenden europäischen Gewässerrichtlinien und bekräftigen die Vorreiterrolle der Kommissionen. Zum Zwecke eines nachhaltigen Gewässermanagements an Mosel und Saar und zur Gewährleistung der Koordinierung auf Ebene des gesamten Einzugsgebietes wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Jahr 2000 auf die Region Wallonien ausgedehnt. Dies erfolgte auch zur Ausarbeitung eines internationalen Bewirtschaftungsplans für das Mosel- und Saareinzugsgebiet entsprechend der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, was auch die koordinierte Bewirtschaftung grenznaher Grundwasservorkommen umfasst. |


