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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Verdienstkreuz am Bande für Prof. Reinhard Latza

Prof. Latza schuf Hunderte Arbeitsplätze und engagiert sich sozial und kulturell

28.10.2011
Wirtschaftsminister Dr. Christoph Hartmann hat Professor Dr. med. Reinhard Latza mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Wirtschaftsminister Dr. Christoph Hartmann hat Professor Dr. med. Reinhard Latza mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Hartmann: „Die ehrenamtlichen Leistungen von Prof. Dr. Reinhard Latza im medizinischen, wirtschaftlichen und insbesondere auch im sozialen und kulturellen Bereich sind herausragend. Dazu zählt nicht nur die Schaffung von Hunderten Arbeitsplätzen auf der ganzen Welt im Bereich Labortechnik. Auch die Förderung neuer medizinischer Entwicklungen, sein Engagement in der ärztlichen Selbstverwaltung und der Aufbau einer Klinik in Bhutan zeugen von seinem selbstlosen Einsatz.“ Auch die Förderung von Studierenden im Saarland sowie das kulturelle Engagement Latzas, insbesondere für den Erhalt historischer Bauwerke, sei hervorzuheben.

Latza gründete 1986 das Labor Dr. med. Reinhard Latza und Kollegen. Aus anfänglich fünf MTA (Medizinisch-technische AssistentInnen) und 70 zu untersuchenden Proben pro Tag entwickelte Prof. Reinhard Latza in den folgenden Jahren einen Vorzeigebetrieb der Gesundheitsbranche im gesamten Südwesten. Heute bietet Prof. Dr. Reinhard Latza mehr als 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in seinen Laboren in St. Ingbert und Saarbrücken einen zukunftssicheren Arbeitsplatz. Die Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Erhalt der Arbeitsplätze hatten schon immer einen großen Stellenwert für Prof. Dr. Reinhard Latza. Mehr als 5000 Proben werden täglich mit diagnostischer High Tech untersucht. Die auf seine Initiative hin gegründeten international anerkannten zertifizierten bzw. akkreditierten Labore sind auf dem modernsten medizinischen Stand. Damit trägt er durch genaue Labortechnik zur korrekten Diagnostik und Behandlung von ca. einer Million Patienten im Saarland bei.

Durch Weitergabe seiner umfassenden Fachkenntnisse waren mit seiner Beteiligung gemeinschaftliche Laborgründungen in Saudi Arabien, Indonesien, Malaysia und elf weiteren Standorten möglich, die eine medizinische Diagnostik in diesen Ländern um ein Vielfaches verbesserten.

Nach dem Fall der Mauer war Prof. Dr. Reinhard Latza in den neuen Bundesländern am Aufbau zahlreicher Labore maßgeblich beteiligt. So unterstützte er Laborgründungen in Frankfurt an der Oder, in Greifswald und in Rostock. Er ist weiterhin mit 25 Prozent an der Klinik Greifswald beteiligt. Auf sein Betreiben hin entstand dort ein Altenheim für betreutes Wohnen mit 150 Wohneinheiten. Des Weiteren wurden durch seinen persönlichen wie finanziellen Einsatz in den letzten 20 Jahren weit mehr als 500 Arbeitsplätze allein im gesundheitlichen Bereich in den neuen Bundesländern geschaffen.

Prof. Dr. Reinhard Latza engagiert sich darüber hinaus für die Förderung neuester medizinischer Entwicklungen. Mit seinem Unternehmen Chempro-Control GmbH fördert er die Entwicklung und Einführung von Luftreinigern und Rauchbeseitigern. Darüber hinaus engagiert er sich seit 20 Jahren ehrenamtlich in der ärztlichen Selbstverwaltung als Leiter der Laborkommission im Saarland. Über 12 Jahre ist er verantwortlicher Leiter für Gesamtdeutschland.

Gemeinsam mit Kollegen betreibt er seit 1989 eine Klinik im südasiatischen Binnenstaat Bhutan und beteiligt sich mit seinem Privatvermögen an der laufenden Finanzierung des Projektes. Die Klinik wurde nach Wiederaufbau und Fertigstellung der Unesco geschenkt. Unter anderem wurde mit seiner finanziellen Unterstützung eine Brücke fertig gestellt.

Im Saarland setzt sich Prof. Latza für die Förderung von Studierenden ein. Sein Engagement im kulturellen Bereich, vor allem für die Erhaltung historischer Bauwerke, ist beachtlich und vorbildlich. In seiner Heimatstadt St. Ingbert erwarb er nach Außerbetriebsetzung das alte Wasserwerk. Unter Berücksichtigung der Bausubstanz entstand hier eines der modernsten Labore Deutschlands. Historie und Zukunft befinden sich hier vereint unter einem Dach. Daneben erstand er in St. Ingbert ein altes, seit 20 Jahren leerstehendes Objekt. Dieses historische Gebäude aus dem Jahre 1830 wurde in liebevoller Arbeit saniert und nach alter Tradition restauriert. Prof. Dr. Reinhard Latza baute den dortigen alten Gewölbekeller komplett aus und richtete hier einen kulturellen Veranstaltungsort im Stadtkern St. Ingbert für die Bevölkerung ein.