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Landwirtschaft und ländlicher Raum
 

Die saarländischen Agrarumweltmaßnahmen    Seite vorlesen lassen

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Im Rahmen der saarländischen Agrarumweltmaßnahmen erhalten solche Landwirtschaftsbetriebe einen finanziellen Ausgleich, die nachweislich Bewirtschaftungspraktiken einführen oder beibehalten, die den Erfordernissen des Schutzes der Umwelt und der natürlichen Ressourcen in besonderer Weise Rechnung tragen und über das gesetzlich vorgeschriebene Maß der „Guten fachlichen Praxis“ hinausgehen.

Durch Boden schonende Verfahren, extensive Landbewirtschaftung und den Verzicht auf synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel werden folgende Ziele angestrebt:
• Erhöhung der Artenvielfalt
• Reduzierung der Gefahr von Nährstoff- und Schadstoffausträgen mit dem Bodensickerwasser
• Reduzierung der partikelgebundenen Nährstoff- und Schadstoffausträge
• Minderung der Bodenerosion
• Verminderung von klimarelevanten Schadstoffemissionen

Rechtsgrundlage ist der „Saarländische Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020 (SEPL 2014-2020), der die Inhalte der EU- Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 („ELER- Verordnung“) im Saarland in konkrete Fördermaßnahmen umsetzt.

Die Agrarumweltmaßnahmen verfolgen als Ziele die Schonung der natürlichen Ressourcen durch Verminderung von Nähr- und Schadstoffausträgen sowie des Erosionsrisikos durch die landwirtschaftliche Nutzung und die Erhöhung der Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen. Dazu wird einerseits die besonders umweltfreundliche Landbewirtschaftung im gesamten Land unterstützt (ökologischer Landbau, extensive Grünlandbewirtschaftung) und andererseits werden gezielte Maßnahmen in Problemregionen (Naturschutz- und Gewässerschutzmaßnahmen) angeboten. Sämtliche Maßnahmen verfolgen das Prinzip der Nachhaltigkeit und sind in der Regel auf einen 5jährigen Verpflichtungszeitraum ausgelegt.

Agrarumweltprogramme existieren im Saarland bereits seit 1994. Sie werden mit EU- und Bundesmitteln kofinanziert und fortlaufend evaluiert. In der vergangenen Förderperiode (2000-2006) beteiligten sich bis zu 50 Prozent der saarländischen Betriebe an den Agrarumweltmaßnahmen, dies entspricht rund 45 Prozent besonders umweltfreundlich bewirtschafteter, landwirtschaftlicher Nutzfläche (LF). Vor allem die ökologisch bewirtschaftete Fläche ist in diesem Zeitraum bis auf 9,5 Prozent der LF stark angewachsen. Von den Agrarumweltmaßnahmen nahm die extensive Grünlandbewirtschaftung mit rund 26.500 ha (=65 Prozent des gesamten Dauergrünlands) die größte Fläche ein. Streuobst, ökologisch wertvolles Grünland sowie Blühflächen umfassten rund 1200 Hektar.

Im Jahr 2014 begann eine neue, siebenjährige Förderperiode. Die aktuelle Ausgestaltung resultiert aus der Evaluierung der vergangenen Förderperiode, aus den Vorgaben der Europäischen Union und der Nationale Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland für die Entwicklung ländlicher Räume (NRR), Ansprüchen des Naturschutzes sowie den vorhandenen Finanzmitteln und berücksichtigt die Interessen der Wirtschafts- und Sozialpartner.

Fördermaßnahmen
Das Land gewährt im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach Maßgabe des SEPL 2014-2020, der NRR  sowie der Richtlinie zur Förderung des Ökologischen Landbaus und von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen im ländlichen Raum (FRL-AUKM) in der jeweils geltenden Fassung Zuwendungen aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes für die Einführung und Beibehaltung der ökologischen Landbewirtschaftung sowie für die Durchführung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen.

Der Ökologische Landbau sowie die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sollen als freiwillige Beiträge der Landwirtschaft zum Schutz und zur Verbesserung der natürlichen Ressourcen beitragen. Die Höhe der Förderung soll den Landwirtinnen den entstehenden Mehraufwand bzw. die Ertrags- und Einkommenseinbußen ausgleichen.

Ein Anspruch der Antragstellerin auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz als Bewilligungsbehörde entscheidet auf Grund seines pflichtgemäßen Ermessens.

Aus verwaltungsökonomischen Gründen und im Sinne der Wirksamkeit der Maßnahmen wird eine Bagatellgrenze in Höhe von 1.500,- Euro pro Zuwendung (Gesamtbetrag öffentlicher Mittel in 5 Jahren) für jede einzelne Teilmaßnahme festgelegt.

Nachfolgend werden als Kurzinformation die im Saarland für den Förderzeitraum 2014 bis 2020 angebotenen vier Agrarrumwelt- und Klimamaßnahmen sowie die Einführung und Beibehaltung der ökologischen Landbewirtschaftung dargestellt.
Die Maßnahmen selbst sowie die Details deren  Umsetzung stehen derzeit noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung des bei der EU-Kommission eingereichten saarländischen Entwicklungsplans für den ländlichen Raum.

Im Gegensatz zum EGFL zahlt die EU beim ELER nur einen Teil der Förderung. Der Restbetrag der Förderung wird aus Landes- und Bundesmitteln finanziert.

Sollten Sie Fragen zu den dargestellten neuen Fördermöglichkeiten haben, wenden Sie sich bitte an das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz unter folgenden Telefonnummern:

Dieter Berg   Tel.       0681-501-4088                  oder
Jan Görgen    Tel.      0681-501-4090

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Kontakt

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat B/2
Dr. Günther Linckh
Landwirtschaftliche Erzeugung, Agrarmärkte, Regionalvermarktung, Ökologischer Landbau
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4207
Telefax
(0681) 501-4314

Publikationen

Komplettübersicht der Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung

Die Komplettübersicht der Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung finden Sie im SEPL 2014-2020

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Saarländischer Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020