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Naturnutzung
 

Naturnahe Waldwirtschaft

Die Wälder auf der gesamten Erde sind nach wie vor akut bedroht. Während in unseren Breiten die weiterhin anhaltende Umweltbelastung das Hauptproblem darstellt, liegt in den tropischen Regenwäldern und in den Wäldern der nördlichen Klimazonen der Grund beim ungezügelten Raubbau. Deshalb kommt der Forstwirtschaft eine immer größere Bedeutung bei der Erhaltung und Bewirtschaftung unserer Wälder zu.

Mitteleuropa - damit unser gesamtes Bundesland - hat außerdem eine besondere Verantwortung für die Buchenwälder, da diese, weltweit gesehen sehr seltenen Ökosysteme, hier einen Verbreitungsschwerpunkt besitzen. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass unsere heimischen Wälder zahlreiche Wirkungen und Leistungen für den Naturhaushalt, aber auch direkt und indirekt für die Gesellschaft zu leisten haben.


Der nachhaltigen Erfüllung dieser verschiedenen Anforderungen wird eine naturnahe Waldbewirtschaftung in besonderem Maße gerecht. Im Staatswald des Saarlandes wird dieses Bewirtschaftungsmodell seit 1987 erfolgreich umgesetzt. Die Zertifikatserteilung nach den strengen Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) darf als Bestätigung dieser Entwicklung angesehen werden.

Die "Richtlinie für die Bewirtschaftung des Staatswaldes im Saarland (Waldbaurichtlinie)" verfolgt das Ziel, die ökologische und ökonomische Leistungsfähigkeit unseres Waldes und damit die Nachhaltigkeit seiner vielfältigen Funktionen zu sichern. Die Leitlinien dieser Bewirtschaftungsform beruhen auf der Maxime, die in Wäldern ablaufenden natürlichen Prozesse so weit als möglich zu nutzen, um so menschliche Eingriffe erheblich einzuschränken. Damit erhöht sich langfristig die Naturnähe, also die ökologische Funktion der Wälder, bei gleichzeitiger Sicherung des Wirtschaftsziels, nämlich die Erziehung wertvollen Starkholzes. Die Waldbaurichtlinie wurde im Frühjahr 2002 fertiggestellt und kann hier nachgelesen werden.

 

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