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Landwirtschaft und ländlicher Raum
 

Agrar-Alkohol - Marktchance für Landwirte

02.08.2011
Staatssekretär Joachim Kiefaber, Hofbesizer Franz Hennes, Alfred Hoffmann vom Wirtschaftsministerium und der rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Edmund Geisen beim Rundgang auf dem Wetschhauserhof bei Ottweiler-Steinbach.
Staatssekretär Joachim Kiefaber, Hofbesizer Franz Hennes, Alfred Hoffmann vom Wirtschaftsministerium und der rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Edmund Geisen beim Rundgang auf dem Wetschhauserhof bei Ottweiler-Steinbach.
Das saarländische Wirtschaftsministerium unterstützt neue Vermarktungsstrategien für Agrar-Alkohol. Im Saarland existieren 30 Getreidebrennereien. Staatssekretär Joachim Kiefaber sagte bei einem Fachtreffen auf dem Wetschhauserhof bei Ottweiler-Steinbach: „Durch Bündelung in einer überregionalen Erzeugergemeinschaft können wir auch die Wettbewerbsfähigkeit der saarländischen Produzenten steigern.“ So könne die Weiterverarbeitung des Rohalkohols für industrielle Zwecke leichter realisiert werden, und es ergäben sich neue Absatzwege. Die Gründung einer solchen Erzeugermeinschaft soll nun bei einem weiteren Fachtreffen vorangetrieben werden.

Getreidealkohol wird hauptsächlich in der pharmazeutischen Industrie, aber auch in anderen Branchen genutzt. Die weltweite Nachfrage steige, hieß es bei dem Treffen, an dem auch der rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Edmund Geisern (Daun) teilnahm.
In Deutschland erzeugen etwa 650 Hersteller Agrar-Alkohol. Deren Produkte konkurrieren unmittelbar mit brasilianischer Ware. Qualitativ hebe sich der deutsche Agrar-Alkohol aber deutlich von diesem aus Zuckerrohr gewonnenen Produkt ab, waren die Experten überzeugt. Bislang wurde der erzeugte Alkohol, gestützt durch das deutsche Branntweinmonopol, zu einem staatlich garantierten Preis aufgekauft. Diese Regelung läuft zum Ende des Jahres 2013 aus. Grund für die Abschaffung ist die von der EU angestrebte Liberalisierung des europäischen Marktes für Agrarprodukte.

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