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Familie, Kinder und Jugend
 

Studie zur Armut von Kindern und Jugendlichen im Saarland

Das Otto-Blume-Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) aus Köln hat am Mittwoch, 29. Juni 2011,  in Saarbrücken die Ergebnisse der Studie zur Armut von Kindern und Jugendlichen im Saarland vorgestellt.  Die Studie hatte das Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport des Saarlandes in Auftrag gegeben. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht darin den Weg der Landesregierung in der Kinder- und Jugendpolitik bestätigt. Kramp-Karrenbauer: „Die Studie zeigt uns auch, bei welchen Themen zusätzlicher Handlungsbedarf besteht.“

Die Studie zur Armut von Kindern und Jugendlichen als Vertiefungsstudie der im Februar 2010 vorgestellten Sozialstudie Saar behandelt explizit die Situation von Kindern und Jugendlichen im Saarland. Die Studie bestätigt zum einen die vorhandenen Programme der Landesregierung. Mit der Studie wird zum anderen auch der Grundstein gelegt, Programme neu oder weiter zu entwickeln.

„Armut hat viele Dimensionen und äußert sich in allen Lebenslagen“, sagt Kramp-Karrenbauer, „bei Kinderarmut geht es daher nicht nur um die Frage der finanziellen und materiellen Armut. Sondern es geht auch um Fragen der Gesundheit, Ernährung, Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“

Deshalb hat die saarländische Landesregierung das Programm „Frühe Hilfen“ flächendeckend eingeführt – als einziges Bundesland in Deutschland. Das Programm, bestehend aus den Vorsorge-Untersuchungen und „Keiner fällt durchs Netz“, unterstützt Familien ab der Geburt ihres Kindes. Die Studie zeigt, dass professionelle Hilfe so früh wie möglich ansetzen muss. Der Grundsatz lautet „Prävention vor Intervention“. Kramp-Karrenbauer sagt: „Unsere professionelle Hilfe setzt früh an. Mit den ‚Frühen Hilfen’ beginnt eine Präventionskette, die sich in den weiteren Lebensabschnitten fortsetzen muss.“ Dazu zählen Programme wie zum Beispiel ‚Früh Deutsch lernen’ in Kitas, die Schoolworker oder das Übergangsmanagement von Schule zu Beruf mit den Reform- und Werkstattklassen. Kramp-Karrenbauer: „Die Bekämpfung von Kinderarmut ist eine Querschnittsaufgabe.“

Die Frage, welche Entwicklungsmöglichkeiten ein Kind hat, ist wesentlich davon abhängig, in welche Familie ein Kind geboren wird und wo diese Familie lebt. Kramp-Karrenbauer: „Dies gilt im ganzen Land, aber auch in Kommunen. Deshalb müssen Kinderarmutsprojekte lokale  Projekte sein und auch in den Landkreisen stattfinden.“ Dies regelt auch der Koalitionsvertrag.

Die Studie ist die Grundlage für die Erstellung eines Aktionsplans zur Bekämpfung von Armut im Saarland. Der Entwurf des Aktionsplans der Landesregierung wird nach der Sommerpause mit dem Beirat der Studie besprochen. Kramp-Karrenbauer: „Dem Beirat möchte ich an dieser Stelle herzlich für seine Anregungen danken, die in die Studie eingearbeitet worden sind.“

Die Studie auf 218 Seiten steht zum Download in der rechten Spalte dieser Seite zur Verfügung.

Vorstellung der Studie

Studie zur Armut von Kindern und Jugendlichen im Saarland

Hier finden Sie auf 218 Seiten die Studie zur Armut von Kindern und Jugendlichen im Saarland.

Zusammenfassung der Studie zur Armut von Kindern und Jugendlichen im Saarland