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Landesbetrieb für Straßenbau
 

Ortsmitte Wemmetsweiler - verkehrstechnisch und städtebaulich in neuem Gewand

24.05.2011
Nach nur 21 Monaten Bauzeit präsentiert sich die Ortsmitte von Wemmetsweiler mit ihrem Kreisverkehrsplatz verkehrstechnisch und städtebaulich im neuen Gewand. Aus diesem Anlass hatte das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr gemeinsam mit der Gemeinde Merchweiler und dem Landebetrieb für Straßenbau zur offiziellen Verkehrsfreigabe eingeladen.

Die alte Brücke, die den Verkehr der drei Landstraßen L128, L294 und L295 miteinander verknüpfte und die Strecke der Deutschen Bahn querte, war dem aktuellen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen, ihre Bausubstanz erneuerungsbedürftig. Ein einfacher Ersatzneubau hätte das Straßenverkehrsproblem nicht gelöst. Die Planer der Straßenbauverwaltung standen somit vor der Herausforderung, einen Knotenpunkt zu entwickeln, der den Verkehrsfluss optimiert, zudem aber auch modernen städtebaulichen Ansprüchen sowie wirtschaftlichen Entwicklungspotenzialen Rechnung trägt.

"Das Ergebnis der Planung ist weit mehr als eine Straßenverkehrseinrichtung", so das gemeinsame Fazit von Dieter Grünewald, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, Bürgermeister Dietz und Michael Hoppstädter, Direktors des Landesbetriebs für Straßenbau. "Hier wurde ein überregional beachtenswertes integriertes Verkehrskonzept realisiert, ein Unikat, das der Gemeinde vielfältigen Nutzen bringt." Der Kreisverkehrsplatz mit seiner angebundenen Schleife beseitige den verkehrshemmenden Engpass der alten Brücke und die zerschneidende Wirkung der Bahntrasse. Die neue Verkehrsführung werde auch weiterhin wachsendem Verkehrsaufkommen gerecht. Auf dem im Vorfeld der Straßenbaumaßnahme errichteten Tunnel angelegt biete der Schleifenkreisel großzügig und sicher Platz für alle Verkehrsteilnehmer, für Fußgänger, Individual- und öffentlichen Personennahverkehr. Auch die in der Schleife angelegte Grünfläche ließe den Ortskern zudem wesentlich freundlicher und einladender erscheinen. Das historische Rathaus präsentiere sich nun im angemessenen Ambiente. Nicht zuletzt, so betonte Grünewald, sichere die Verkehrslösung auch die städtebauliche Einbindung einer benachbarten Gewerbebrache, so dass die geplante Revitalisierung dieses Geländes mit einem Einzelhandelsbetrieb zur täglichen Versorgung der Bevölkerung noch in diesem Jahr erwartet werde.

Mit Planung, Bau, Projektsteuerung der Maßnahme hatte der Landesbetrieb für Straßenbau die SHS Strukturholding Saar GmbH beauftragt. Gleichzeitig übernehm die SHS die Vorfinanzierung. Bemerkenswert in der Umsetzung der Maßnahme war die hervorragende Kooperation zwischen den zahlreichen Beteiligten, von der DB Netz AG und dem Eisenbahnbundesamt über die betroffenen saarländischen Behörden, die DB-Fachplanungsdienste bis hin zu den Versorgungsträgern. Zudem betonte LfS-Direktor Michael Hoppstädter, dass die SHS als Koordinator,  die Ingenieurbüros und die Mitarbeiter seines Landesbetriebs bemerkenswerte Arbeit geleistet und damit ebenso maßgebend zur Einhaltung des engen Zeitplans für die Errichtung dieses komplexen Bauwerks beigetragen haben, wie die bauausführende Arbeitsgemeinschaft OBG Tiefbau und OBG Ingenieurbau .

9,9 Millionen Euro investiert die saarländische Straßenbauverwaltung in das Projekt. Weitere 400.000 Euro für Bau und Gestaltung der Flächen, die dem Fußgängerverkehr, der Anpassung der angrenzenden Gemeindestraßen und dem öffentlichen Personennahverkehr dienen, übernimmt die Gemeinde mit Unterstützung des Umweltministeriums durch Fördermittel aus dem Städtebauförderungsprogramm und mit Zuschüssen des Innenministeriums aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.