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Landesamt für Soziales
 

Integrationsamt

Aufgabe des Integrationsamtes ist nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) insbesondere

  • die Erhebung und Verwendung der Ausgleichsabgabe,
  • der Kündigungsschutz,
  • die begleitende Hilfe im Arbeitsleben.

Dabei arbeitet es eng mit Rehabilitationsträgern, Arbeitgebern/innen, Arbeitgeberverbänden, Arbeitskammer, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Gewerkschaften und Behindertenverbänden zusammen. Für die betrieblichen Helfergruppen ist es Ratgeber und Partner.

Von Arbeitgebern/-innen, die ihrer gesetzlichen Beschäftigungspflicht gegenüber Schwerbehinderten nicht nachkommen, erhebt es eine monatliche Ausgleichsabgabe. Ab dem 01.01.2001 wird die Ausgleichsabgabe abhängig von der Betriebsgröße und dem Anteil der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen erhoben. So zahlen Arbeitgeber ab dem 01.01.2016, die zu wenig oder überhaupt keine Schwerbehinderten beschäftigen bei einem Anteil an den Gesamtbeschäftigten zwischen 0 und 1,9 Prozent monatlich 320 Euro für jeden unbesetzten Pflichtplatz. Bei einer Quotenerfüllung zwischen 2 und 2,9 Prozent sind monatlich 220 Euro zu zahlen; beträgt der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter/-innen über 3 Prozent der Gesamtbeschäftigten sind monatlich 125 Euro an Ausgleichsabgabe zu zahlen. Für kleinere Betriebe (maximal 59 bzw. 39 Beschäftigte) gelten Sonderregelungen. Kleinbetriebe (bis 19 Beschäftigte) sind generell von der Beschäftigungspflicht Schwerbehinderter ausgenommen.

Diese Mittel verwendet das Integrationsamt wiederum ausschließlich für Zwecke der Arbeits- und Berufsförderung schwerbehinderter Menschen. So können im Rahmen der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben Hilfen zur Schaffung von Schwerbehindertenausbildungs- und -arbeitsplätzen gewährt werden. Darüber hinaus beteiligt sich das Integrationsamt an den Kosten der behinderungsgerechten Arbeitsplatzgestaltung.

Integrationsamt
Integrationsamt

Mit Lohnkostenzuschüssen, der Abgeltung von Mehraufwendungen, die dem Arbeitgeber bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen entstehen und mit der Arbeitsassistenz stehen weitere wirksame Hilfen zur beruflichen Integration schwerbehinderter Menschen zur Verfügung.

Der Integrationsfachdienst (IFD) flankiert diese wichtige Aufgabe. So sollen selbst schwerstbehinderte Menschen über ein abgestuftes System von Integrationsprojekten für den ersten Arbeitsmarkt "fit" gemacht und dort dauerhaft integriert werden.

Der Kündigungsschutz ist ein weiteres Kernstück des SGB IX. Er gilt für schwerbehinderte Menschen und Gleichgestellte. Arbeitgeber/-innen benötigen grundsätzlich zur Kündigung eines/einer Schwerbehinderten die vorherige Zustimmung des Integrationsamtes, gleich ob es sich um eine ordentliche, außerordentliche oder eine Änderungskündigung handelt.

In ständigen Seminaren und Schulungsmaßnahmen vermittelt das Integrationsamt das notwendige Fachwissen für die betrieblichen Helfergruppen, wie Arbeitgeberbeauftragte, Schwerbehindertenvertretungen, Betriebs- bzw. Personalräte usw. Es übernimmt in den Betrieben auch die Moderation, wenn es darum geht, die durch das SGB IX verlangte Integrationsvereinbarung betriebsintern zu erstellen.

Kontakt

Ansprechpartner/-innen erreichen Sie
unter folgenden Telefonnummern zu:

Institutioneller Förderung,
Integrationsfachdienst, Integrationsprojekten,
Schulungs- und Öffentlichkeitsarbeit,
unter
(0681)9978-2382

Begleitender Hilfe im Arbeitsleben
für den öffentlichen Dienst,Wohnungshilfe und
Kfz-Hilfe, Selbständige unter
(0681)9978-2370

Technischer Beratungsdienst (0681)9978-2371

Kündigungsschutz und begleitende Hilfe
für schwerbehinderte Menschen für den/die

  • Regionalverband Saarbrücken unter (0681)9978-2390

  • Landkreis Saarlouis unter (0681)9978-2386

  • Saar-Pfalz-Kreis, Landkreis Merzig-Wadern unter (0681)9978-2378

  • Landkreise Neunkirchen und St. Wendel (0681)9978-2382

Saarländisches Programm "60 inklusiv" (0681)9978-2357

Erhebung der Ausgleichsabgabe unter
(0681)9978-2385 und -2384

 

Fax-Nummer des Integrationsamtes:
(0681) 9978-2399

Formulare