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Europa
 

Europaminister Stephan Toscani verurteilt Medienzensur in Ungarn

23.12.2010
„Medienfreiheit ist ein bedeutender Pfeiler unserer europäischen Demokratie. Die Pläne der ungarischen Regierung widersprechen klar den EU-Verträgen“, so Stephan Toscani.
„Medienfreiheit ist ein bedeutender Pfeiler unserer europäischen Demokratie. Die Pläne der ungarischen Regierung widersprechen klar den EU-Verträgen“, so Stephan Toscani.
Der saarländische Europaminister Stephan Toscani fordert die EU-Kommission zu einem strikten Vorgehen gegen die ungarische Regierung auf, falls die Pläne zu einer scharfen Kontrolle der Medien weiter verfolgt werden. „Medienfreiheit ist ein bedeutender Pfeiler unserer europäischen Demokratie. Die Pläne der ungarischen Regierung widersprechen klar den EU-Verträgen“, so Stephan Toscani.

Insbesondere mit Blick auf die EU-Ratspräsidentschaft, die Ungarn am 1. Januar 2011 übernimmt, müsse die EU-Kommission gegen den massiven Angriff auf europäische Grundwerte vor-gehen. „Das ist ein Angriff auf die freie Meinungsbildung. Die Pressefreiheit ist ein festgeschriebener Grundwert aller EU-Bürgerinnen und -Bürger. Wer Journalisten mundtot machen will, attackiert die Idee der Demokratie.“  


Hintergrund:
Das  ungarische Parlament hat ein Gesetz beschlossen, dass die Pressefreiheit massiv einschränkt. Demnach soll eine Nationale Nachrichtenbehörde  Journalisten aller Medienformen kontrollieren. Bei Verstößen drohen massive Geldstrafen. Bereits seit dem Sommer überwacht die Behörde die öffentlich-rechtlichen Medien in Ungarn.