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3. Konferenz der Kulturminister der Großregion in Saarbrücken
Thibaut Villemin, Vice-Président du Conseil Régional de Lorraine chargé du sport, de la culture et de la vie associative, Lorraine
Unter Leitung des saarländischen Ministers für Bundesangelegenheiten,
Kultur und Chef der Staatskanzlei, Karl Rauber, trafen sich
am Donnerstag (2.12.10) die Kulturminister der Großregion in der Villa Europa
in Saarbrücken zu einem Meinungsaustausch. Das Treffen fand seit 2007 bereits
zum dritten Mal statt.
Analog zum saarländischen Gipfelvorsitz führt die saarländische Kulturverwaltung in der Staatskanzlei seit 2009 die Präsidentschaft im Verein Kulturraum Großregion/Espace Culturel Grande Région. Bereits seit 2008 arbeitet der Verein mit einem konkreten Programm als Zusammenschluss aller Kulturadministratoren der Partnerregi-onen im Auftrag des Gipfels. Mit dem Wunsch, die fünf Teilregionen gleichermaßen in den Kooperationsprozess einzubinden, haben die Partner eine paritätische Struktur geschaffen, um die interregionale kulturelle Zusammenarbeit besonders in den Bereichen Kommunikation, Verwaltungsvereinfachung, Information und Netzwerkarbeit zu intensivieren und gemeinsame kulturpolitische Strategien für die größte europäische Grenzregion zu entwickeln. Auf der Kulturministerkonferenz wurden die Arbeitsergebnisse des Vereins vorgestellt und weitere gemeinsame Maßnahmen beschlossen. Kulturraum Großregion/Espace Culturel Grande Région stößt auf positive Resonanz Die Gesprächspartner waren sich einig, dass der Verein Kulturraum Großregion/Espace Culturel Grande Région durch seine Aktivitäten und Projekte die Kulturschaffenden einander näher gebracht und die Großregion insbesondere auch durch die Publikationen „Die Großregion entfaltet sich“ (2009) und „Weltkulturerbestätten der Großregion“ (2010 als attraktiven Lebens- und Kulturraum innerhalb und außerhalb ihrer Grenzen bekannter gemacht hat). Die initiierten Projekte sollen beständig fortgeführt und die Vereinsaktivitäten dauerhaft fortgesetzt werden. Besonders positiv wurde bewertet, dass der Verein zunehmend Aktivitäten für die Zielgruppe der Jugendlichen entwickelt und eine stärkere Vernetzung der Kultur mit den Bereichen Bildung und Tourismus anstrebt. Startschuss für ein Kulturportal speziell für Jugendliche Der Entschluss, ein Kulturportal für junge Leute in der Großregion zu schaffen, wurde im März 2010 gefällt. GRRRRR.eu wurde vom Verein Kulturraum Großregion/Espace Culturel Grande Région in Kooperation mit dem Kulturportal plurio.net und zusammen mit jungen Leuten aus der Großregion konzipiert: Die Namensfindung, die Inhalte und die Webseite wurden aktiv von jungen Mitarbeitern aus dem Saarland, Luxemburg, Lothringen, Rheinland-Pfalz sowie Wallonien mitentwickelt. Das Kulturportal wird vom Verein koordiniert und von jungen Redakteuren aus
der Großregion gestaltet. Die Internetseite enthält Informationen zu Veranstaltungen
und Veranstaltungsorten sowie einen redaktionellen Teil mit Tipps und weiterführenden
Informationen. Durch die zusätzliche Präsenz in „social communities“ wie facebook,
Twitter, Flickr und Youtube haben junge Menschen in der Großregion die Möglichkeit,
eigene Tipps, Kommentare oder Veranstaltungshinweise oder -orte anderen Mitgliedern
mitzuteilen. Somit werden Kontakte zu anderen jungen Menschen in der Großregion
geknüpft, Interesse für die Großregion geweckt und der Horizont der GRRRRR.eu sensibilisiert mittels zielgruppenspezifischer Medien junge Menschen für die kulturelle Vielfalt und informiert über kulturelle Angebote in der Großregion. » www.grrrrr.eu [extern] plurio.net arbeitet erfolgreich Die Minister unterstreichen insbesondere die positiven Auswirkungen von plurio.net auf die Darstellung von grenzüberschreitenden kulturellen Netzwerken, sowie die positiven Impulse auf die Kreativwirtschaft und den Tourismusbereich der Großregion. Sie unterstützen die Integration der digitalen Infrastruktur von plurio.net in grenzüberschreitende, regionale und lokale Projekte. Das Kulturportal soll seine zentrale Rolle zur grenzüberschreitenden Darstellung des Kulturangebots der Großregion festigen und seine erfolgreiche Arbeit auch nach dem Ablauf der Interreg Förderperiode fortsetzen. Die zum erfolgreichen Betrieb notwendigen Mittel werden wie bisher gemeinschaftlich von den Kooperationspartnern auf-gebracht, um die getätigten Investitionen langfristig zu sichern. Die Minister regen an, dass das Projekt plurio.net in Zukunft Synergien mit der Kreativwirtschaft, dem Medienbereich und dem Tourismussektor ausbaut. Die im Rahmen des Projekts plurio.net gesammelten Kompetenzen sollen zur Professionalisierung der Kulturakteure der Großregion genutzt werden. Die Minister begrüßen ausdrücklich, dass plurio.net auch auf internationaler Ebene den Stellenwert und die Sichtbarkeit der Großregion als innovativer Raum der Europäischen Union stärkt. » www.plurio.net [extern] Förderung der Mobilität der Kulturschaffenden Übergabe der Präsidentschaft an Lothringen |



