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Sozialversicherung
 

Saarland unterstützt als Vorsitzland der Gesundheitsministerkonferenz die Umsetzung des Nationalen Krebsplans

Pressemitteilung vom 09.02.2012 - 15:30 Uhr
Das Saarland hat sich gestern in seiner Funktion als Vorsitzland der Gesundheitsministerkonferenz mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und den zuständigen Spitzenorganisationen getroffen, um das weitere Vorgehen zur gesundheitspolitischen Umsetzung der bislang im Nationalen Krebsplan erarbeiteten Empfehlungen abzustimmen.

Monika Bachmann, Gesundheitsministerin des Saarlandes: „2009 sind 8167 Saarländerinnen und Saarländer neu an Krebs erkrankt.  3262 sind in diesem Zeitraum an Krebs gestorben. Damit ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Trotz erheblicher Fortschritte in der Krebsbehandlung steht Deutschland wie andere vergleichbare Industrienationen vor wachsenden Herausforderungen in der Krebsbekämpfung. Im Zuge des Demographischen Wandels steigt auch bei uns die Zahl der Krebsneuerkrankungen. Wir müssen das Thema noch energischer angehen und dazu leistet der Nationale Krebsplan einen wichtigen Beitrag.“

Die Schwerpunkte der ersten Phase des Nationalen Krebsplans liegen auf vier übergeordneten Handlungsfeldern: Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung, Weiterentwicklung der onkologischen Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung, Sicherstellung einer effizienten onkologischen Behandlung sowie  Stärkung der Patientenorientierung. „Die Empfehlungen zeigen auf, wie diese Punkte ausgehend von dem in Deutschland bereits erreichtem hohen Niveau gestärkt und noch weiter vorangebracht werden können“, so Bachmann

Beim Treffen in Berlin haben sich die Anwesenden darauf verständigt, den gesundheitspolitischen Umsetzungsprozess gemeinsam voranzutreiben. Die jeweils verantwortlichen Akteure setzen die in ihren Zuständigkeits- und Regelungsbereich fallenden Empfehlungen eigenverantwortlich um. Ministerin Monika Bachmann: „Wir werden als GMK-Vorsitzland diesen Prozess positiv begleiten und nun in den Abstimmungsprozess der Länder bringen. Die GMK wird auf ihrer nächsten ordentlichen Sitzung im Juni in Saarbrücken darüber entscheiden.“

Hintergrund:
Der Nationale Krebsplan ist ein im Juni 2008 initiiertes Kooperationsprogramm zur Krebsbekämpfung, an dem sich über 20 Organisationen und weit über 100 Fachexperten/innen im Gesundheitswesen beteiligen. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bmg.bund.de/praevention/nationaler-krebsplan.html