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Verbraucherpreisniveau im Saarland weiterhin stabil
Das Verbraucherpreisniveau im Saarland zeigt sich weiterhin relativ stabil. Nach Angaben des Statistischen Amtes lag die Jahresteuerungsrate im August 2010 bei 0,5 Prozent. Im Juli hatte die Teuerungsrate 0,7 Prozent und im Juni 0,4 Prozent betragen. Mit einem Stand von 108,0 blieb der Verbraucherpreisindex im August 2010 gegenüber dem Vormonat unverändert.
Der Preisanstieg im Vorjahresvergleich ist nach Auskunft der Statistiker im Wesentlichen auf Verteuerungen von Heizöl und Kraftstoffen zurückzuführen. So sind die Heizölkosten binnen Jahresfrist um 16,9 Prozent gestiegen, und bei den Kraftstoffen machte die Teuerung durchschnittlich 5,7 Prozent aus. Die Preise für Elektrizität und Gas lagen hingegen um 0,7 bzw. 1,4 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus. Zentralheizung und Fernwärme kosteten im Schnitt 6,6 Prozent weniger als letztes Jahr. Auf längere Sicht gesehen fiel die Preisentwicklung für Heizöl dennoch am moderatesten aus. Im Vergleich zum Preisniveau des aktuellen Basisjahres 2005 hat sich der Heizölpreis um insgesamt 14,6 Prozent erhöht. Demgegenüber stiegen die Gaspreise im gleichen Zeitraum um 21,9 Prozent und die Preise für Fernwärme und Zentralheizung um 22,4 Prozent. Den stärksten Anreiz für Einsparmaßnahmen im Bereich der Haushaltsenergie setzten die Stromanbieter mit einem Preisanstieg um 27,3 Prozent.
Auffällige Veränderungen im Vorjahresvergleich gab es im Bereich der Nahrungsmittel, wo die Preise für Milchprodukte wieder deutlich in Bewegung geraten sind: Während sich Vollmilch um 14,0 Prozent verteuert hat, ist der Butterpreis um 48,4 Prozent gestiegen. Bei Fleisch und Fleischwaren hingegen konnten Preisrückgänge um durchschnittlich 1,9 Prozent beobachtet werden. Insgesamt haben sich Nahrungsmittel um 1,7 Prozent verteuert. Im Vormonatsvergleich hielten sich Preissteigerungen und Preisrückgänge die Waage. Preisrückgänge gab es bei Nahrungsmittel (- 0,8 %) vor allem aufgrund erfreulicher Entwicklungen bei Obst (- 1,7 %) und Gemüse (- 5,5 %). Auch die Kraftstoffpreise sind wieder leicht zurückgegangen (- 0,6 %). Während die Beherbergungsdienstleistungen um 1,6 Prozent preiswerter wurden, kam es bei Pauschalreisen zu einer Verteuerung um 1,3 Prozent. |


