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Statistik
 

Inflationsrate im Saarland bei 0,6 Prozent

Pressemitteilung vom 27.01.2010 - 16:15 Uhr
Die Verbraucherpreise lagen im Saarland im Januar um durchschnittlich 0,6 Prozent höher als vor einem Jahr. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes hat sich der Preisindex gegenüber dem Vormonat Dezember 2009 um 0,5 Prozent auf einen Wert von 107,2 (Basisjahr 2005 = 100) verringert.
Der Rückgang des Preisniveaus gegenüber dem Vormonat Dezember ist im Wesentlichen saisonal bedingt. Für Pauschalreisende fielen die Angebote im Durchschnitt um 18,8 Prozent günstiger aus als über die Weihnachtszeit. Beherbergungsdienstleistungen waren 14,5 Prozent preiswerter. Freuen konnten sich die Konsumenten auch über die Preisrückgänge von durchschnittlich 5,1 Prozent bei Bekleidung. Besonders hohe Preisnachlässe wurden bei Damenmänteln (- 17,8 %) und -jacken (- 14,8 %) sowie bei Mädchenoberbekleidung (- 13,8 %) beobachtet.

Beim Vergleich mit dem Vorjahresmonat Januar 2009 zeigen sich besonders starke Preisbewegungen im Energiesektor. Hier wurden gegenläufige Entwicklungen festgestellt. Auf der einen Seite folgt die Preisentwicklung bei Heizöl (+ 4,0 %) und Kraftstoffen (+ 14,5 ) nach der noch besonders verbraucherfreundlichen Situation zu Beginn des vergangenen Jahres dem mittlerweile wieder ansteigenden Trend der Rohölpreise. Die Gaspreise hingegen, die mit mehrmonatiger Verzögerung auf die Heizölpreisentwicklung folgen, waren noch um nahezu ein Fünftel (- 19,8 %) günstiger als vor einem Jahr. Ebenso die Preise für Zentralheizung und Fernwärme, wo ein Preisvorteil von 12,4 Prozent gegenüber der Situation zu Beginn des vergangenen Jahres gemessen wurde. Die Preise für Strom setzen hingegen mit einer weiteren Zunahme um 3,5 Prozent konsequent Anreize für Investitionen in verbrauchssenkende Maßnahmen. Ebenso wie die Preise für Trinkwasser und die Abwassergebühren. Diese sind zum Jahreswechsel um 3,1 bzw. 6,6 Prozent angehoben worden. Auch den Preisen für Tabakwaren, die binnen eines Jahres um 5,5 Prozent gestiegen sind, kann tendenziell eine verbrauchssenkende Wirkung zugeschrieben werden.

Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken gab es im Jahresvergleich per saldo Entlastungen um 0,9 Prozent, allerdings waren auch hier sehr unterschiedliche Tendenzen erkennbar: Während etwa Geflügelfleisch (- 6,0 %) und Schweinefleisch (- 3,6 %) billiger wurden, verteuerte sich Fisch um 10,9 Prozent. Vollmilch war trotz der Preiserhöhungen im Herbst immer noch um 4,7 Prozent billiger als vor einem Jahr. Butter hingegen hat sich zwischenzeitlich wieder um 22,5 Prozent verteuert.

Die Preise für Bekleidung lagen auch im Vorjahresvergleich unter dem Referenzniveau (- 3,5 %).