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Statistik
 

Rückläufige Verdienstentwicklung im Produzierenden Gewerbe

Pressemitteilung vom 18.01.2010 - 11:45 Uhr
Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Saarland mussten wie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen auch im dritten Quartal 2009 Verdiensteinbußen hinnehmen.
Im Durchschnitt beliefen sich die Bruttomonatsverdienste (ohne Sonderzahlungen) der Vollzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich auf 3 016 Euro. Nach Angaben des Statistischen Amtes waren das 0,4 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Neben den regulären Leistungen erhielten die Beschäftigten Sonderzahlungen in Höhe von durchschnittlich 112 Euro, 7 Euro weniger als vor einem Jahr.

Die Entwicklung im Produzierenden Gewerbe verlief weiter gegenläufig zum Dienstleistungssektor. Da sich die Wochenarbeitszeit im Produzierenden Gewerbe infolge der Kurzarbeit in vielen Betrieben gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres von 38,2 auf 36,0 Stunden verringert hat, gingen hier die Monatsverdienste um 4,7 Prozent auf 3 044 Euro zurück. Allerdings sind in diesem Wert keine staatlichen Ausgleichszahlungen in Form von Kurzarbeitergeld enthalten.

Im Dienstleistungsbereich zahlten die Arbeitgeber ihren Vollzeitbeschäftigten ein durchschnittliches Monatsbruttogehalt von 2 995 Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 3,2 Prozent.

Bei der Betrachtung der Verdienstentwicklung muss berücksichtigt werden, dass auch strukturelle Veränderungen der Belegschaften einen nicht geringen Einfluss auf die Berechnung von Durchschnittswerten haben. Um diese Einflüsse zu eliminieren und zugleich vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungspreise eine bessere Vorstellung von der Entwicklung der realen Situation der Arbeitnehmer zu erhalten, wird ein so genannter Reallohnindex berechnet. Danach ist die wirtschaftliche Lage der Vollzeitbeschäftigten im Saarland gegenüber dem vergangenen Jahr insgesamt betrachtet unverändert geblieben. Allerdings stehen Reallohnverlusten bei den Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe in Höhe 3,3 Prozent Reallohnzuwächse im Dienstleistungsgewerbe von 2,8 Prozent gegenüber.