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Polizei
 

An 20 Kilogramm Kokainfund selbst bedient

Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Landeskriminalamtes Saarland und des Zollfahndungsamtes Frankfurt/Main findet weiteres Rauschgift

Pressemitteilung vom 12.02.2010 - 13:00 Uhr
Saarbrücken/Rehlingen-Siersburg.  Am 19. Januar 2010 entdecken Mitarbeiter eines Verpackungsbetriebes für Tiefkühlprodukte in Rehlingen-Siersburg 20 Kg Kokain in einem Überseecontainer. Das Rauschgift liegt in einer schwarzen Sporttasche mitten unter 20 Tonnen Lachs, der aus Südamerika über Bremerhaven ins Saarland gelangt ist (das LKA berichtete ausführlich mit Pressemeldung 4/2010 vom 20.01.2010).
Nach Abschluss ihrer Ermittlungen gehen die Spezialisten der Rauschgiftdienstelle des LKA nach wie vor davon aus, dass das Kokain zu dem saarländischen Unternehmen fehl geleitet war und nur zufällig dort eintraf. Üblicherweise sollte es auf dem Transportweg dorthin von einem Mittelsmann aus dem Container entnommen werden. Im Rahmen ihrer Ermittlungsarbeit stießen die Fahnder auf weitere Details. Ihre Überprüfungen decken eine Selbstbedienung am Kokainfund auf. Demnach nahm ein 34-jähriger Mitarbeiter der Firma in einem unbeobachteten Moment einen Teil der Drogen aus der Sporttasche und behielt ihn für sich.  Während der Durchsuchung seiner Wohnung in Merzig fanden die Beamten über zwei Kilogramm Kokain. Der 34-jährige Mann räumte ein, zwei Kilopakete aus der Tasche entnommen zu haben. Seine Absicht sei es gewesen, das Rauschgift gewinnbringend in Umlauf zu bringen.
Aufgrund seiner geständigen Einlassung blieb der Beschuldigte auf freiem Fuß. Ihm droht allerdings eine empfindliche Freiheitsstrafe wegen  Fundunterschlagung und versuchtem Drogenhandel.

Landeskriminalamt SAARLAND
Pressestelle
Pressemeldung 9/2010
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