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"Wir schaffen das schon!"

Podiumsdiskussion mit Ministerpräsident Peter Müller zur Finanz- und Wirtschaftskrise

„Wir schaffen das schon!“ lautet die Übersetzung des erfolgreichen amerikanischen Wahlkampfslogans – danach scheint die deutsche Politik auch zu handeln. Aber wie erfolgreich sind die Maßnahmen der Konjunkturpakete wirklich? Sind nationale Maßnahmen in einer internationalen Krise angemessen? Was geschieht, wenn die Stimmung kippt? Steht Deutschland ein heißer Herbst bevor? Darüber diskutierte ein Podium in der Vertretung des Saarlandes beim Bund.
Das hochkarätig besetzte Podium mit Ministerpräsident Peter Müller im Zentrum.
Das hochkarätig besetzte Podium mit Ministerpräsident Peter Müller im Zentrum.

Die Diskutanten von links nach rechts: Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, Ministerpräsident Peter Müller, Peter Stefan Herbst, Chefredakteuer der Saarbrücker Zeitung, Kerstin Andreae MdB, Wirtschaftspolitische Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen und Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Vorsitzender des Branchenverbandes Bitkom..


400 Gäste bei der Saarländischen WM Matinee in der Vertretung in Berlin

Jürgen Lennartz, Daniela Schlegel-Friedrich, Klaus Meiser, Antje Möldner (saarländische WM-Teilnehmerin Hindernislauf), Gerd Mayer, Susanne Hahn (saarländische WMTeilnehmerin Marathon) und Werner Zimmer

Anläßlich der 12. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaft in Berlin vom 15. bis 23. August 2009 fand in der Vertretung des Saarlandes beim Bund eine WM-Matinee für Sportlerinnen und Sportler, Kampfrichter, Preisrichter, Offizielle und Gäste statt. Die Veranstaltung wurde umrahmt von der Schüler-Big-Band des Gymnasiums am Stefansberg in Merzig, die eine fetzige Stimmung bot.


Die Bigband des Stefansberg Gymnasiums in voller Aktion

Die Initiative zur WM-Matinee ging zurück auf den Landkreis Merzig-Wadern, der sich mit zwei touristischen Highlights präsentierte: dem Archäologie Park „Römische Villa Borg“ und als Deutschlands „Premium-Wander-Region Nr. 1“. Lyoner im Weck, saarländischer Schwenker und landestypische Getränke waren für das leibliche Wohl von rund 400 Gästen vorbereitet. Die Veranstaltung wurde moderiert von Sportreporter Werner Zimmer. Einladende waren der Minister für Inneres und Sport des Saarlandes, Klaus Meiser, die Landrätin des Kreises Merzig-Wadern, Daniela Schlegel-Friedrich, und der Bevollmächtigte des Saarlandes beim Bund, Ministerialdirigent Jürgen Lennartz. Mit dabei selbstverständlich auch Gerd Meyer, Direktor der Saarland Sporttoto GmbH und Präsident des Landessportverbandes.


Salve Pater Patriae - vinum princeps optimae!

Spannend fanden die Berliner Besucherinnen und Besucher die Präsentation des Archäologieparks Römische Villa Borg: Die Römische Villa Borg in der saarländischen Gemeinde Perl demonstrierte nämlich eindrucksvoll wie das Leben in der SaarLorLux-Region vor 2000 Jahren ausgesehen hat. Die rekonstruierte „villa rustica“ lässt erahnen, wie man als Privilegierter in jener Zeit gelebt hat – das großzügige Herrenhaus mit einer 100 Quadratmeter großen Eingangshalle, das Hofareal mit Wirtschaftsbauten und das edle Villenbad zeugen von der Pracht der Antike. Römische Gärten, ein imposantes Torhaus, eine funktionsfähige römische Küche, ein Museum mit vielen Originalfundstücken und Repliken sowie eine Taverne mit typisch römischen Speisen laden zum Verweilen ein. Die archäologischen Ausgrabungen auf einer Fläche von 7,5 Hektar werden kontinuierlich weitergeführt.


Da strahlt der Leiter des Olympiastützpunktes!

Überzeugend stelle sich auch Deutschlands Premium-Wander-Region Nr. 1, der Landkreis Merzig-Wadern dar. Über 20 mit dem Deutschen Wandersiegel zertifizierte Rundwanderwege und der bundesweit höchstbewertete Fernwanderweg „Saar-Hunsrück-Steig“ lassen dort das Herz jedes Wanderers höher schlagen. Wer das alles abgelaufen ist, der kann sich vielleicht im Olympia-Stützpunkt Saarland/Rheinland-Pfalz bei den Gehern bewerben...


50 Jahre Christlicher Gewerkschaftsbund (CGB)

Ministerpräsident Peter Müller mit Teilnehmern an der Jubiläumsveranstaltung

Der CGB feierte in der saarländischen Vertretung in Berlin, der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU), Bundeswirtschaftsminister a. D. Michael Glos, MdB, der Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag, Gerald Weiß, MdB, der arbeits-, sozial- und familienpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Max Straubinger, MdB sowie weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren Gratulanten, als der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands in dieser Woche sein 50. jähriges Bestehen seit Wiedergründung nach der Zerschlagung durch das NS-Regime feiern konnte.


Ministerpräsident Peter Müller beglückwünscht CGB-Bundesvorsitzenden Matthäus Strebl MdB

In seiner Begrüßungsansprache verwies der CGB-Bundesvorsitzende Matthäus Strebl, MdB, auf die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen, in den Gewerkschaften tätig sind. Strebl: „In der modernen Arbeitswelt liegen die Aufgaben von Gewerkschaften daher keinesfalls in einem überholten Klassenkampfdenken. Gewerkschaftsarbeit darf niemals die Ideologie in den Vordergrund stellen, sondern hat die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu vertreten. Dafür wird sich der CGB einsetzen.“
Als Zeitzeuge erinnerte der frühere CGB-Generalsekretär Dr. Bernhard Koch über die Unwägbarkeiten der Arbeit des Christlichen Gewerkschaftsbundes in der Nachkriegszeit. Umso erfreulicher sei es, dass der CGB herausragende Erfolge sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch auf internationaler Ebene erzielen konnte. Der stellvertretende CGB-Bundesvorsitzende Jörg Hebsacker ging in seiner Rede auf die aktuellen Schwerpunkte der Gewerkschaftsarbeit ein.


MP Müller bei der Festansprache

In seiner Festrede wies der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) auf die Unentbehrlichkeit des Gewerkschaftspluralismus hin: „Das Selbstverständnis einer Demokratie ist die Akzeptanz der Vielfalt. Aus diesem Grunde verbietet sich die Bildung einer Einheitsgewerkschaft.“ Er forderte insbesondere den DGB auf, die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen ernst zu nehmen und auf den CGB zuzugehen. Peter Müller gab aber auch zu bedenken, dass der Gewerkschaftspluralismus nicht zu einer Zersplitterung der Interessenvertretungen werden darf. Es dürften die Interessen einzelner Berufsgruppen nicht der Wahrung des Gesamtinteresses zum Opfer fallen. Mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise machte der saarländische Ministerpräsident auf die Misserfolge des reinen Kapital- oder Marktdenkens aufmerksam: „Die einzige Antwort auf die Krise kann nur die soziale Markwirtschaft sein. Basierend auf der christlichen Soziallehre muss sich der Markt am Menschen orientieren und nicht umgekehrt.“ Zum Abschluss der Festveranstaltung wurde dem ehemaligen CGB- Bundesvorsitzenden Wolfgang Jaeger die Franz Wieber Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands, für seine herausragenden Leistungen durch Matthäus Strebl verliehen.


Sozialer Tag 2009: Schüler Helfen Leben in der Vertretung des Saarlandes

Die Aktion "Schüler Helfen Leben" fördert das bürgerschaftliche Engagement von jungen Leuten
Die Aktion "Schüler Helfen Leben" fördert das bürgerschaftliche Engagement junger Menschen in Deutschland und organisiert jedes Jahr den Sozialen Tag. Am Sozialen Tag 2009, der am 18. Juni stattfand, tauschten bundesweit über 100.000 Schülerinnen und Schüler die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz, um ihren Lohn an Projekte für Kinder und Jugendliche in Südosteuropa zu spenden. So halfen die Schüler, die u.a. auch aus dem Saarland kamen, beim Bäcker ihrer Stadt Brötchen backen, am Set von " Gute Zeiten - Schlechte
Zeiten" begleiteten sie die Dreharbeiten und im Bundeskanzleramt ginen sie den Mitarbeitern der Bundeskanzlerin tatkräftig zur Hand.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Peter Müller waren die Schirmherren des Sozialen Tages 2009.

Blick in den Festsaal der Vertretung des Saarlandes
Am Sozialen Tag 2009 führte die Aktion in der Vertretung des Saarlandes beim Bund eine Podiumsdiskussion in  zum Thema "Balkan, jetzt erst recht! Warum unsere Unterstützung weiterhin wichtig ist" durch. Der Bevollmächtigte des Saarlandes beim Bund, Ministerialdirigent Jürgen Lennartz, konnte folgende Podiumsteilnehmer begrüßen, die zur derzeitige Situation in den Ländern des westlichen Balkans diskutierten:
*  Saša Stanišic' (Jungautor "Wie der Soldat das Grammofon repariert")
*  Gernot Erler (Staatsminister im Auswärtigen Amt)
*  Eine Mitarbeiterin von Schüler Helfen Leben Sarajevo
*  Einen Jugendlichen, der sein Freiwilliges Soziales Jahr bei Schüler Helfen Leben in Sarajevo leistete
"Schüler Helfen Leben e.V." ist eine Jugendinitiative, die während des Jugoslawienkrieges 1992 von Schülerinnen und Schülern gegründet wurde. Seit 1998 richtet der Verein den inzwischen jährlich stattfindenden Sozialen Tag aus.

23. Mai 2009: 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland, 20 Jahre Mauerfall - Bürgerfest und Wahl des Bundespräsidenten

Zum Auftakt des Bürgerfestes der Straße In den Ministergärten begrüßt Ministerpräsident Peter Müller die Gäste. Das vielfältige Programm eröffnet der Musikverein Gronig aus dem Saarland.
Zum Auftakt des Bürgerfestes der Straße In den Ministergärten begrüßt Ministerpräsident Peter Müller die Gäste. Das vielfältige Programm eröffnet der Musikverein Gronig aus dem Saarland.

Am 23. Mai vor 60 Jahren trat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft, vor 20 Jahren brachte die friedliche Protestbewegung in der damaligen DDR die Mauer zum Einsturz. Beide Ereignisse zusammen bildeten den Hintergrund eines großen Bürgerfestes in Berlin, welches auch die in diesem Jahr anstehende Wahl zum Amt des Bun­despräsidenten umrahmte.
Das Saarland, vor 60 Jahren bei der Gründung der Bundesrepublik noch nicht dabei, präsentierte sich in Berlin am 23. Mai 2009 an zwei Standorten. Ein Informationsstand auf der „Straße des 17. Juni“ nahe am Brandenburger Tor stellte unser Land im Konzert der anderen Länder und der Verfassungsorgane vor. Auf der Straße "In den Ministergärten" präsentierten sich die dort ansässigen sieben Vertretungen der Länder mit einem gemeinsamen Bühnenprogramm und geöffneten Häusern. 


„Schule trifft Wissenschaft“ – „Saarlab und die Sieben-Labore-Tour“ gewinnt 20.000 Euro im Wettbewerb der Robert-Bosch-Stiftung

Im Plenum der Preisverleihung: Bevollmächtigter Jürgen Lennartz (Mitte)

Das Projekt „Saarlab und die Sieben-Labore-Tour“ an der Universität des Saarlands hat den mit 20.000 Euro dotierten zweiten Platz im Wettbewerb „Schule trifft Wissenschaft“ gewonnen. Prof. Karl-Heinz Brandenburg, Miterfinder des MP3-Formats, und Prof. Ernst Messerschmid, ehemaliger Astronaut, überreichten den Saarländern den Preis heute im Deutschen Technikmuseum Berlin. Der Bevollmächtigte des Saarlandes beim Bund, Jürgen Lennartz, beglückwünschte die saarländischen Schüler und ihre Begleiter zu ihrem hervorragenden Platz. „Der Rohstoff der Zukunft liegt in den Köpfen. Wir können stolz sein auf unseren wissenschaftlichen Nachwuchs genauso wie auf unsere Spitzenforscher und Lehrer.“


Die saarländischen Preisträger

Unter der Schirmherrschaft von Bildungsministerin Dr. Annette Schavan verleiht die Robert Bosch Stiftung zum ersten Mal den mit insgesamt 90.000 Euro dotierten Preis „Schule trifft Wissenschaft“. „Der Preis zeichnet innovative Kooperationsprojekte aus, in denen Forscher und Lehrer neue Formen des Lernens entwickeln, um Schüler für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Es freut mich sehr, dass saarländische Teilnehmer die Jury überzeugt und diesen Spitzenplatz belegt haben. Herzlichen Glückwunsch zu diesem grandiosen Erfolg“, sagt Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Dem Wettbewerb liegt die Überzeugung zugrunde, dass Wissenschaft in die Schule muss, weil sie Schülern entscheidende Perspektiven eröffnet. Das Heidelberger Life-Science Lab gewann dabei den mit 50.000 Euro dotierten Hauptpreis. Ebenfalls 20.000 Euro gingen an „Phytosensorik“ am Friedrich-König-Gymnasium Würzburg.


Forschen im Schülerlaborverbund SaarLab

Der Schülerlaborverbund SaarLab besteht aus sieben Schülerlaboren in Saarbrücken. Jedes einzelne Labor führt Schülerpraktika durch und trägt damit zur naturwissenschaftlich-technischen Breitenförderung bei. Seit 2007 führen die Labore die Sieben-Labore-Tour durch, ein einwöchiges Wissenschaftscamp auf dem Uni-Campus. Die künftigen Sieben-Labore-Touren sollen unter einem Hauptthema wie z. B. „Biogene Rohstoffe: energetische und stoffliche Nutzung von Biomasse“ stehen, zu dem dann jedes Labor einen experimentellen Beitrag liefert. Dadurch lernen die Schüler das Thema aus der Sichtweise verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen kennen und verstehen die Interdisziplinarität heutiger Hochtechnologie. Mehr Informationen im Internet unter: http://www.saarlab.de


Die Preisträgerinnen und Preisträger

Zehn Projekte an der Schnittstelle von Schule und Forschung waren für „Schule trifft Wissenschaft“ 2009 nominiert. Eine Jury unter Vorsitz von Nobelpreisträger Professor Dr. Erwin Neher traf aus 71 Bewerbungen ihre Entscheidung. Der erstmals verliehene Preis ist die höchst dotierte Auszeichnung für die Zusammenarbeit von Forschung und Schule in Deutschland. Alle nominierten Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass die Schüler einer realen Forschungsfrage nachgehen und wissenschaftliches Arbeiten von der Formulierung der Hypothese über experimentelles Forschen bis zur Diskussion der Ergebnisse selbst erfahren. Dafür haben Lehrer und Wissenschaftler gemeinsam Konzepte entwickelt.


Parlamentarischer Abend der Musikwirtschaft in Berlin

Das hochinteressierte Plenum
Aufmerksam lauschen die rund 200 Gäste des Parlamentarischen Abends des Dachverbandes Musikwirtschaft und Veranstaltungstechnik e.V. den Vorträgen der Fachredner und Darbeitungen der Kunstschaffenden. Von links: Elke Ferner MdB, Bevollmächtiger Jürgen Lennartz, Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Verbandsvorsitzender Arthur Knopp. Die erfreuliche Tatsache, dass der saarländische Musikunternehmer Knopp 1. Vorsitzender des Dachverbandes ist, führte den Parlamentarischen Abend in die Vertretung des Saarlandes beim Bund.

Schülerinnen und Schüler der Herbartschule
Zahlreiche Studien und Projekt aus der Praxis haben öin den letzten Jarhen mehrfach die Notwendigkeit musikalischer Bildung von Anfang an unter Beweis gestellt. Die musikalische Früherziehung gilt als Grundstein für das spätere aktive Musizieren und sollte nicht nur im Elternhaus beginnen, sondern auch mit Initiativen der Pädagogen, denen später die Kinder anvertraut werden. Denn es gibt keine unmusikalischen Kinder - jedes Kind ist musikalisch! Ein praktisches Beispiel qualifizierter Musikerziehung präsentierten Schülerinnen und Schüler der Herbartschule aus Essen-Katernberg, das zeigte, dass in jedem Kind musikalischen Talent schlummert, das nur darauf wartet, geförder zu werden.

Magdalena Ernst mit Kommilitonen
Brilliant umrahmt wurde der Abend durch die Darbietungen des Hornquartetts der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Die gebürtige Saarbrückerin, mehrfache Bundespreisträgerin des Wettbewerbs "Jugend musiziert", Magdalena Ernst, zeigte auf den Instrumenten Waldhorn und Klavier ihr großes Können. Auf unserem Foto präsentieren sich die jungen Musiker einmal nicht mit ihren Instrumenten, sondern mit den wohlverdienten Rosen am Ende eines faszinierenden Abends.

Jugendliche aus Deutschland, Finnland und Polen simulieren Europaparlament

Das EU-Parlament der jungen Leute tagt im Bundesrat

Auf eine Entdeckungsreise der besonderen Art haben sich rund 180 Jugendliche aus den 16 Bundesländern sowie aus Finnland und Polen begeben: Sie haben in Berlin fünf Tage lang das Leben von Europaabgeordneten simuliert. Krönender Höhepunkt war die große Schlussdebatte im Plenarsaal des Bundesrates. Sie befassten sich dabei mit aktuellen Themen wie Bewältigung der Finanzkrise, Klima- und Energiepolitik, europäische Bildungspolitik und EU-Russland-Politik. Grundlage für die Beratungen im Plenum waren Resolutionen, die die Schülerdelegationen zuvor in verschiedenen Ausschusssitzungen in mehreren Landesvertretungen erarbeitet hatten. Unter den Teilnehmern befand sich auch eine Gruppe des Hochwald-Gymnasiums aus Wadern.
Der Bevollmächtigte des Saarlandes beim Bund, Jürgen Lennartz, eröffnete die Jubiläumssitzung in Vertretung des Bundesratspräsidenten Peter Müller. Bei den politisch interessierten Jugendlichen traf sein Appell, Verantwortung zu übernehmen, auf offene Ohren. Vor dem Hintergrund des schrecklichen Amoklaufes eines 17jährigen in Baden-Württemberg in dieser Woche mahnte er, ein Auge auf Klassenkameraden und Freunde zu haben, damit keiner allein gelassen werde.


Jürgen Lennartz spricht vor dem jugendlichen EU-Parlament
Lennartz erläuterte am Beispiel des Umweltgesetzbuches, wie langwierig sich bisweilen politische Prozesse gestalten. „Gesetzgebungsverfahren sind in der Regel mit einem Mittelstreckenlauf, manchmal aber auch mit einem Marathonlauf zu vergleichen.“ Es sei im Leben wie in der Politik wichtig, „auf die Meinung anderer zu hören, aber es ist genau so gut und richtig, Ideen an die man glaubt, beharrlich weiter zu verfolgen und sich nicht entmutigen zu lassen.“
Zum Abschluss der Projektwoche, die vom deutschen Komitee des Vereins „Modell Europa Parlament“ zum 10. Mal durchgeführt wurde, hatten die Jugendlichen Gelegenheit, mit den beiden Europaabgeordneten Dagmar Roth-Behrend (SPD) und Michael Cramer (Die Grünen) über ihre Vorschläge für eine bessere Europapolitik zu diskutieren. Die saarländische Delegation vom Hochwald-Gymnasium Wadern wird die Schlussresolution an den Schirmherrn der Veranstaltung, den Präsidenten des Bundesrates und saarländischen Ministerpräsidenten, Peter Müller überreichen.

Frauen in Kultur und Wissenschaft - Veranstaltung zum Internationalen Frauentag 2009

Kristina Brodersen am Sax mit Astrid Gercke-Müller
Schwungvoller Auftakt in der Vertretung des Saarlandes beim Bund: Die Saarländerin Kristina Brodersen begeisterte die Gäste mit ihrer Musik - darunter Astrid Gercke-Müller, Schirmherrin der Veranstaltung zum Internationalen Frauentag und Gattin des Ministerpräsidenten des Saarlandes Peter Müller. Gerne hatte Frau Gercke-Müller die Aufgabe übernommen, die Ausstellung <Sichtbar> über Professorinnen an der Universität des Saarlandes zu eröffnen.

Großer Andrang im Festsaal der Vertretung des Saarlandes
Der Bevollmächtigte des Saarlandes beim Bund, Jürgen Lennartz, konnte mehr als 300 Gäste in der Vertretung begrüßen. Die Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutschen Frauenrat fand im Hinblick auf den Internationalen Frauentag 2009 statt und vereinte im Ablauf verschiedene Elemente: Ausstellung, Vortrag und Kabarett.

Astrid Gercke-Müller eröffnet die Ausstellung

Die von Astrid Gercke-Müller eröffnete Ausstellung  präsentiert 25 hervorragende und erfolgreiche Wissenschaftlerinnen, die vorbildlich und beispielhaft für Frauen in Führungsetagen des Saarlandes stehen. Die an der Saar-Universität aktuell forschenden und lehrenden Professorinnen werden mit ihrem Arbeitsbereich vorgestellt – neben der Begeisterung für Wissenschaft und Forschung wird ihr beruflicher Werdegang skizziert. Die individuelle Perspektive der Person und die unterschiedlichen Wege zum Erfolg sind erkannbar und spürbar. Die Ausstellung ist bis zum 20. März in der Vertretung des Saarlandes zu sehen.


Anette Hübinger MdB
Die saarländische Bundestagsabgeordnete Anette Hübinger stellte den von ihr in den Deutschen Bundestag eingebrachten Antrag "Qualitätssicherung im Wissenschaftssystem durch eine differenzierte Gleichstellungspolitik vorantreiben“ dem interessierten Publikum vor. Die Präsentation machte deutlich, dass es in der Bundesrepublik Deutschland erhebliche Defizite in der Nutzung von weiblicher Kompentenz in der Wissenschaftslandschaft gebe. Nur durch eine engagierte Gleichstellungspolitik werde es möglich sein, diese Potentiale für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Es läge deshalb im Interesse der Gesamtgesellschaft, Hindernisse abzubauen und durch eine entsprechende Förderung neue Kompetenzen zu erschließen.

Das Homburger Frauenkabarett in voller Aktion

Die Entscheidung Kabarett zu machen, trafen Ursula Pfeiffer-Anslinger und Heidi Hennen aus Wut darüber, wie um die Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten geschachert wurde. So entstand 1990 das Homburger Frauenkabarett, das im Saarland, im Moselgebiet und der Pfalzauftritt. Gisela Walter, Silke Müller und Birgit Schöndorf sind erst seit kurzem mit von der Partie. Jede für sich gut, im Fünfer-Pack aber ein Hochgenuss: Frauenpower aus dem Saarland.


Sie schlüpfen in alle Rollen: die Kabarett-Frauen aus Homburg/Saar
Gerade der Dreiklang zwischen der sehenswerten Dokumentations-Ausstellung <Sichtbar>, dem inhaltlich überzeugenden Antrag zur Förderung weiblicher Kompetenz in der Wissenslandschaft und das spritzig-kritische Frauenkabarett begeisterte das Publikum in der Vertretung des Saarlandes beim Bund. Es wurde deutlich, dass eine engagierte Frauenpolitik nichts mit verkrampfter Ideologie zu tun hat, sondern eine wesetliche Bereicherung darstellt. Und: dass Frauenpolitik eine unverzichtbare Querschnittsaufgabe ist.

Die Saarlande um 1835

Die Saarlande um 1835
Vor 150 Jahren gab es das Saarland noch nicht - weder als politische, noch als kulturelle oder wirtschaftliche Einheit. Die Regierungen saßen außerhalb, und das Gebiet an der Grenze zu Frankreich war für sie "Provinz". mehr »

Aus Bauern werden Arbeiter

Aus Bauern werden Arbeiter
Die Saargruben setzten die neueste Erfindung der damaligen Zeit ein: die Dampfmaschine. der Schachtbau löste den veralteten Stollenbau ab, und der Bedarf an Arbeitskräften stieg - trotz und gerade wegen dieser Innovation. mehr »

Aufstieg zur Großindustrie

Aufstieg zur Großindustrie
Im Deutschen Krieg von 1866 hatte Preußen Österreich besiegt, Preußen übernahm die Führung des Norddeutschen Bundes. Frankreich sah seinen Einfluß schwinden und war entschlossen, jede weitere Ausdehnung preußischer Macht zu verhindern. mehr »

Leben in der Etappe

Leben in der Etappe
Die Saargegend war während des gesamten Ersten Weltkrieges Durchmarschregion und Etappe - überall entstanden Lazarette. Als gleich zu Beginn des Krieges der zivile Eisenbahnverkehr eingestellt wurde, waren die Hütten von der Koks- und Erzlieferung abgeschnitten und stellten vorübergehend ihren Betrieb ein. mehr »

Völkerbund und Saargebiet

Völkerbund und Saargebiet
In der Besatzungszeit zeigte sich immer wieder das gespannte Verhältnis zwischen französischem Militär und Bevölkerung. Die im Versailler Vertrag enthaltenen Saarregelungen waren ein Kompromiß zwischen den Annexionswünschen Frankreichs und dem vom US-Präsidenten Wilson propagierten Selbstbestimmungsrecht der Völker. mehr »

Heim ins Reich?

Heim ins Reich?
Bis zum Machtantritt Hitlers waren sich fast alle Saarländer einig: in der vom Versailler Vertrag vorgesehenen Abstimmung wollte man für die Rückkehr zum "angestammten Vaterland" stimmen. Erst die Machtergreifung der Nationalsozialisten brach diese gemeinsame Haltung auf. mehr »

Daheim?

Daheim?
Die in Versailles geschaffene politische Einheit "Saargebiet" wurde nach der Rückgliederung nicht wieder aufgelöst. Die Nationalsozialisten unterstellten das neue "Saarland" dem pfälzischen Gauleiter, der als "Reichskommissar" viele Pfälzer mit an die Saar brachte. Im Gegenzug emigrierten rund 8000 Saarländer ins Ausland. mehr »

Evakuierung und Verschleppung, Zerstörung und Befreiung

Evakuierung und Verschleppung, Zerstörung und Befreiung
In den ersten Kriegstagen Anfang September 1939 mußte die Zivilbevölkerung die "Rote Zone", den Streifen zwischen französischer Grenze und Hauptkampflinie des Westwalls, räumen. Hunderttausende wurden in Sammeltransporten in mitteldeutsche "Bergungsgebiete" gebracht. Sie konnten erst nach Beendigung des Frankreichfeldzuges im Sommer 1940 zurückkehren. mehr »

Nicht mehr heim ins Reich!

Nicht mehr heim ins Reich!
Nach Kriegsende schufen die Amerikaner mit dem Regierungspräsidium eine eigene Zivilverwaltung für das Saarland. Als am 10. Juli 1945 französische Truppen die amerikanischen ablösten, zeigte sich sehr bald, dass Frankreich das Industrierevier - wie nach dem Ersten Weltkrieg - stärker an sich binden wollte. mehr »

Daheim in Europa?

Daheim in Europa?
Die Saarfrage störte seit 1950 die westeuropäische und atlantische Integration, denn sie verhinderte eine deutsch-französische Verständigung. Eine Lösung schien in der Europäisierung des Saarlandes zu liegen - ein Vorschlag des französischen Außenministers Schuman aus dem Jahre 1952. mehr »

Bundesland Saarland

Bundesland Saarland
Für den Fall der Ablehnung des Saarstatuts enthielt der Vertrag von 1954 keine Regelungen. Die Parteien im Saarland drängten auf die politische und wirtschaftliche Eingliederung in die Bundesrepublik. Frankreich akzeptierte dies als politische Konsequenz der Abstimmung, versuchte aber wirtschafliche Garantien und Kompensationen zu erreichen. Im Frühjahr 1956 begannen schwierige Verhandlungen. mehr »