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Erste Nachweise des Schmallenberg-Virus im Saarland
Dem Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz liegen landesweit die ersten bestätigten Nachweise des sogenannten Schmallenberg-Virus vor. Die vorläufigen positiven Untersuchungsergebnisse des Landesamtes für Gesundheit und Verbraucherschutz wurden zur Absicherung ins Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems geschickt. „Die Feststellungen des Landesamtes wurden damit für zwei Schafbestände im Saarland durch das nationale Referenzlabor bestätigt“, sagte Ministerin Monika Bachmann.
Der nach derzeitigen Erkenntnissen für Menschen ungefährliche Erreger verursacht als Spätschaden Fehlgeburten bei Schafen, Rindern und Ziegen sowie Missbildungen bei Lämmern und Kälbern. Übertragen wird das Virus durch Stechmücken. „Wir werden die Situation sehr genau im Auge behalten und zusammen mit dem Landesamt alle notwendigen Maßnahmen treffen“, so Ministerin Bachmann. Einen Impfstoff gibt es bislang nicht. Die Bundesregierung beabsichtigt, eine Meldepflicht für diese Krankheit einzuführen, um die Ausbreitung der Infektion zu überwachen. Über die Meldepflicht soll am 30. März 2012 im Bundesrat beraten werden. Das Schmallenberg-Virus, benannt nach dem Ort des Erstnachweises im Sauerland, grassiert bereits seit einigen Wochen in den Niederlanden, Belgien, dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Nachgewiesen wurde das Virus bisher in 434 Beständen in 12 Bundesländern und der Freien und Hansestadt Hamburg. Ministerin Monika Bachmann: „Um weitere Erkenntnisse über die Krankheit zu erhalten und die mögliche Ausbreitung des Erregers besser einschätzen zu können, ist es wichtig, dass betroffene Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter oder die betreuenden Hoftierärzte bei Auftreten von Aborten und missgebildeten Kälbern und Lämmern, diese und Serumblutproben der Herde zur Untersuchung auf Antikörper dem LGV als zuständiger Behörde im Saarland zur Untersuchung übermitteln.“ |



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