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Peter: Energetische Sanierung von Gebäuden wird Mammutaufgabe der kommenden JahreDie saarländische Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr, Simone Peter, hat anlässlich des Kongresses „Energetische Zukunft des Wohnens“ des Verbandes der saarländischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft auf die Herausforderungen, die im Bereich Wärmeversorgung und Gebäudesanierung zu stemmen sind, hingewiesen. „Die Verbesserung der energetischen Qualität des Gebäudebestandes stellt im Saarland eine Mammutaufgabe dar, die wir jetzt angehen müssen, um nicht dauerhaft mit steigenden Kosten konfrontiert zu werden“, so Peter. Der Anteil von Ein- und Zweifamilienhäusern sei mit 90 % der Wohngebäude im Saarland besonders hoch und in diesen befänden sich 70 % aller Wohnungen. Damit sei eine relative hohe Wohnfläche je Einwohner und deshalb ein überdurchschnittlich hoher Heizenergiebedarf von 160 kWh je Quadratmeter und Jahr verbunden. Aufgrund des demografischen Wandels würden bis 2050 30 % der aktuell vorhandenen Wohnungen nicht mehr benötigt. Von den derzeit 505.000 Wohnungen würden – inklusive eines leichten Neubauzuwachses – dann ca. 200.000 der aktuell existierenden Wohnungen nicht mehr bewohnt. „Ziel einer ambitionierten Klimapolitik ist der Umbau hin zu einem nahezu klimaneutralen Gebäudebestand. Bis 2050 sollte jedes Gebäude, das derzeit existiert und auch in 2050 noch genutzt werden soll, mindestens einmal saniert werden. Um einen solchen Sanierungspfad einzuhalten, muss unverzüglich mit der Sanierung begonnen werden. Hierzu müssen die Fördermittel des Bundes erhöht und rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Sanierungsstau auflösen. Die große Herausforderung besteht darin, die Kosten für betroffene Hauseigentümer, Mieter und die Wirtschaft im Rahmen zu halten. Die Chancen bestehen in der Wertsteigerung der Immobilien, der Senkung der Heizkosten und der Schonung der fossilen Ressourcen. Fördermittel stoßen ein riesiges Investitionsprogramm für die saarländische Wirtschaft (Handwerk, Handel) an, sichern Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit (geringere Importabhängigkeit von Öl und Gas) und zum Klimaschutz“, so Peter weiter. Unter Berücksichtigung zukünftiger Wohnungsabgänge böten sich für die Sanierung vor allem Gebäude aus dem Zeitraum 1949 bis 1978 an. Gut 50% des aktuellen Gebäudebestandes im Saarland sei in diesem Zeitfenster errichtet worden. Die energetische Qualität dieser Gebäude sei im Durchschnitt relativ schlecht, sofern sie bisher noch nicht saniert wurden. |




