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Ministerium für Inneres und Sport
 

Erfolgreiche Bilanz der saarländischen Delegation in der polnischen Partnerregion Podkarpackie

Unter der Leitung von Innen- und Europaminister Stephan Toscani hat vergangene Woche eine Delegation mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft die polnische Partnerregion des Saarlandes, die Woiwodschaft Podkarpackie, besucht.

15.10.2010
Stephan Toscani: „Unsere polnischen Partner haben großes Interesse, den Austausch mit den Saarländern zu vertiefen."
Stephan Toscani: „Unsere polnischen Partner haben großes Interesse, den Austausch mit den Saarländern zu vertiefen."
Die bereits bestehenden Partnerschaften aus den Bereichen Kultur und Jugendaustausch konnten vor Ort vertieft und weitere Kooperationsbereiche konkretisiert werden. Stephan Toscani: „Unsere polnischen Partner haben großes Interesse, den Austausch mit den Saarländern zu vertiefen. Die Hochschule für Musik Saar, das Ökologische Schullandheim Spohns Haus und die Albert Weisgerber-Stiftung sind drei erfolgreiche Beispiele, wie beide Seiten von dieser Partnerschaft profitieren können.“ So hat das Ökologische Schullandheim Spohns Haus in Gersheim im Sommer diesen Jahres die umfangreichste deutsch-polnische Jugendbegegnungsmaßnahme in Deutschland organisiert.
„Vor allem in den Bereichen Wissenschaft und Forschung sowie Schul- und Jugendaustausch konnten wir interessante Kooperationen anregen, zu denen bereits die ersten Verhandlungsgespräche laufen“, so Stephan Toscani. „Wichtig ist, möglichst viele Menschen aus dem Saarland und Podkarpackie an dieser fruchtbaren Freundschaft zu beteiligen.“

Neben einem politischen Austausch mit Vertretern der Polizei, der Universität, der Schulen und der Verwaltung eröffnete Stephan Toscani gemeinsam mit dem Marschall (vergleichbar mit einem Ministerpräsidenten) Zygmunt Cholewinski eine polnisch-saarländische Wirtschaftskooperationsbörse im ostpolnischen Rzeszów.

In diesem Rahmen trafen 12 Unternehmensvertreter aus dem Saarland auf polnische Unternehmen derselben Branchen und bereiten nun konkrete Kooperationsprojekte vor. Die 12 teilnehmenden, saarländischen Unternehmen konnten in Rzeszow zu 60 und in Krakau zu 40 polnischen Firmen Kontakt aufnehmen.

„Die Gespräche sind insbesondere in Podkarpackie sehr erfolgsversprechend gelaufen. Wie sich die Geschäfte auf Grund dieser Kontakte entwickeln werden, kann erst in Monaten tatsächlich beurteilt werden“, so Staatssekretär Joachim Kiefaber, der die Wirt-schaftsdelegation anschließend weiter nach Krakau begleitete, wo weitere Treffen mit polnischen Unternehmen stattfanden.

Im touristischen Bereich setzen die Saarländer auf den Gedanken des so genannten „Weimarer Dreiecks“ (Polen, Frankreich, Deutschland). Staatssekretär Kiefaber regte diese regionale Vermarktungschance zwischen dem Saarland, Lothringen und einer polnischen Woiwodschaft im Gespräch mit dem deutschen Generalkonsul in Krakau an.

Hintergrund
Am 8. Mai 2009 wurde die Freundschaftserklärung mit Podkarpackie feierlich in Anwesenheit einer hochrangigen polnischen Delegation unterzeichnet. Im Mai 2010 war erneut eine hochrangige polnische Delegation im Saarland zu Besuch. Beim Gegenbesuch der saarländischen Delegation in Polen sollen nun bestehende Kooperationsfelder in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung sowie Bildung und Jugend fortentwickelt und Themen zukünftiger Zusammenarbeit besprochen werden. In den vergangenen Jahren haben sich intensive partnerschaftliche Beziehungen zwischen dem Saarland und Podkarpackie entwickelt. Davon zeugen etwa die trilaterale deutsch-französisch-polnische Kulturreihe Begegnungen auf der Grenze, die Kooperation der Hochschule für Musik Saar mit deutsch-polnischen Konzerten und Zusammenarbeit bei der Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker oder die aktuelle Ausstellung mit Werken von Albert Weisgerber in Polen. Regelmäßig kommen Jugendliche aus Podkarpackie ins Saarland. Es sind in kürzester Zeit 13 Schulpartnerschaften mit Podkarpackie zustande kommen.