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Metalldiebstahl
Auf einem Betriebsgelände gelagerte Metallrohre
Die Rohstoffpreise für Industriemetalle sind seit Jahresbeginn 2010 teilweise wieder deutlich gestiegen. So hat sich z.B. der Weltmarktpreis für Kupfer seit dem Tiefststand 2009 bis Anfang September 2010 auf rund 6.000 Euro pro Tonne verdreifacht. Dem entsprechend stiegen auch die Preise für den Ankauf auf dem Buntmetallmarkt. Dieser Hintergrund verdeutlicht den Anreiz für Metalldiebe und dürfte der Hauptgrund für zunehmende Diebestouren sein. Die Schadensbilanz sieht folgendermaßen aus: Seit Anfang des Jahres 2010 ist bis einschließlich August durch Metalldiebstähle im Saarland ein Schaden von fast 800.000 € entstanden.
Gestohlen werden an erster Stelle Kabel, in denen Kupfer enthalten ist. Darüber hinaus stehen alle Metallprodukte mit hohem Rohstoffanteil im Fokus der Diebe, wie z.B. Edelstahlprodukte oder Edelmetalle, die bei der Stahl- und Gussteilproduktion benötigt werden (z.B. Ferro Vanadium, Ferro Molybdän oder Nickel).
Denkanstöße zum Schutz vor Metalldiebstahl
Metall ist wertvoll!
Hinter vielen Metallgegenständen steht ein hoher (Rohstoff-)Wert, auch wenn diese je nach Zustand oder Verpackung eher unauffällig erscheinen. Deshalb sollte damit nicht weniger sorgsam als mit anderen wertvollen Dingen umgegangen werden. Oder würden Sie z.B. Ihr Laptop oder teure Schmuckstücke für jeden greifbar an der Straße lagern? Metalldiebe können fast alles bewegen!Zu welchen Kraftakten Diebe in der Lage sind wird teilweise unterschätzt. Ein hohes Eigengewicht ist kein Diebstahlschutz! Die Täter sind durchaus in der Lage, schwere Lasten im Tonnen-Bereich zu bewegen, worüber sich viele Geschädigte gegenüber der Polizei erstaunt und auch ungläubig zeigen. Metalldiebe tauchen auf, bevor sie stehlen!Erfahrungsgemäß werden die Gelegenheiten von den Tätern im Vorfeld ausbaldowert. Ganz häufig hören die Ermittler von Zeugen Aussagen wie: „Da ist so ein blauer Lieferwagen mehrmals langsam vorbei gefahren! Das Kennzeichen war nicht von hier. Jetzt im Nachhinein kommt mir das umso verdächtiger vor.“ oder „Da sind mir lange vorher zwei Männer mit einem Anhänger auf dem Firmengelände aufgefallen, die guckten lange Zeit nur so rum! Ich dachte, die sind von einer Fremdfirma. Haben sich irgendwie schon komisch verhalten...“ Es stellt sich oft heraus, dass die Täter beim Ausbaldowern von mehreren Menschen bemerkt wurden. Die meisten werden aber leider nicht sofort aktiv und informieren den Eigentümer, andere Verantwortliche oder die Polizei. Metalldiebe benutzen Technik, die sie am Tatort vorfinden!In vielen Fällen hätte die Beute gar nicht abtransportiert werden können, wenn die Täter nicht vorhandene Maschinen (z.B. Gabelstapler, Bagger) hätten einsetzen können. Metalldiebe machen sich vielfach die Tatsache zu Nutze, dass solche Maschinen in Betrieben nachts oder übers Wochenende nicht sonderlich gesichert werden. Oft steckt der Zündschlüssel im Schloss oder ist in greifbarer Nähe, wenn die Fahrzeuge z.B. in einer Halle untergestellt sind. Aus Erfahrung weiß die Polizei, dass viele Täter lediglich mit einem Transportfahrzeug zum Tatort anreisen und die Benutzung firmeneigener Maschinen zum Verladen der Beute von vornherein mit einkalkulieren. Und damit vielfach erfolgreich stehlen. Zu weiteren wichtigen Fragen, z.B. · Wer ist besonders gefährdet? · Wie kann man Metalldieben entgegenwirken? · Wie soll ich mich als Ankäufer von Buntmetallen bei verdächtigen Angeboten verhalten? geben die folgenden Merkblätter Ihrer Polizei (zum Download) wertvolle Tipps und Hinweise: |


