Sie befinden sich hier:
Beginn Textbereich:
Saarland Vorreiter: Regionalbahn als Klimaschutz-Express
Die jährlich 10,6 Millionen Fahrgäste im saarländischen Schienen-Regionalverkehr sind besondere Kunden: Sie fahren seit 15.Juli 2010 mit erneuerbaren Energien. Strom aus Wasserkraft ersetzt seitdem Kohle- und Atomstrom. Das Saarland ist das erste Bundesland, das den Schienennahverkehr der gesamten Region auf „grün“ umstellt (nur der Stadtstaat Hamburg betreibt die S-Bahn mit Ökostrom).
Die Bahnkunden müssen keine Mehrkosten durch den Ökostrom befürchten; die Umstellung auf Ökostrom erfolgt kostenneutral. Insgesamt verbraucht die Bahn im Saarland für den Zugbetrieb nach eigenen Angaben 30 Gigawattstunden Strom im Jahr, soviel wie etwa 7.500 Haushalte. 18.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid werden dadurch eingespart. Umweltministerin Simone Peter sieht darin einen weiteren Imagegewinn des ÖPNV, dessen Fahrgastzahlen im Saarland in den letzten Jahren ständig steigen. Die Umstellung auf Ökostrom des Schienen-Regionalverkehrs ist ein Element des nachhaltigen Verkehrskonzepts des Landes, das die CO2-Emissionen reduzieren, die Mobilitätschancen und die Sicherheit für alle verbessern soll. Die nachhaltige Mobilität im Saarland setzt auf den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (Saarbahn bis Lebach, neue Haltepunkte, Mittelumschichtung aus dem Straßenbau), effizientes Verkehrsmanagement, leistungsfähiges Straßennetz, Verringerung des Güterverkehrs und die solargetriebene Elektro-Mobilität. |

