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Gesundheit
 

Minister Georg Weisweiler ehrt das SHG-Klinikum Merzig

Konsequentes Engagement für die Organspende

Minister Weisweiler (2. von rechts) hat die Urkunde an Prof. Strittmatter (Mitte) überreicht
Minister Weisweiler (2. von rechts) hat die Urkunde an Prof. Strittmatter (Mitte) überreicht

Das SHG-Klinikum Merzig erhält eine Auszeichnung für sein konsequentes Engagement für die Organspende in den zurückliegenden zehn Jahren. „Alle beteiligten Mitarbeiter der Klinik haben sich in den vergangenen zehn Jahren mit hoher Fachkompetenz, Organisationsvermögen und Menschlichkeit aktiv für die Organspende eingesetzt“, betonte Georg Weisweiler, Minister für Gesundheit und Verbraucherschutz des Saarlandes. „Besonders hervorzuheben ist die Verantwortung und das Engagement der Mitarbeiter gegenüber denjenigen Patienten, die dringend auf eine Transplantation warten.“


Seit 2003 zeichnen das Gesundheitsministerium und die Deutsche Stiftung Organtransplantation jährlich ein Krankenhaus aus. Ausschlaggebend für die Auswahl sind Kriterien wie die Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitungen, die Fortbildung des Klinikpersonals sowie die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall Organspende.

„Die Ehrung soll alle Krankenhäuser motivieren und anspornen, die Organspende selbstverständlich in den Klinikalltag zu integrieren“, erklärte Dr. med. Thomas Breidenbach, Geschäftsführender Arzt der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in der Region Mitte. In Deutschland stehen cirka 12.000 Patienten auf der Warteliste für ein neues Organ. Im Jahr 2009 konnten 4.709 Transplantationen durchgeführt werden. Jedes Jahr sterben etwa 1.000 Menschen, weil nicht rechtzeitig ein neues Organ für sie zur Verfügung stand.

„Eine Organspende ist für Ärzte und Pflegende eine medizinische und emotionale Herausforderung. Sie kann nur gelingen, wenn alle eng und vertrauensvoll im Team zusammenarbeiten“, sagte Professor Dr. Matthias Strittmatter, Transplantationsbeauftragter im SHG-Klinikum Merzig.

Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. In der Akutsituation Organspende begleitet sie alle Abläufe: Von der qualifizierten Feststellung des Hirntods über das Gespräch mit den Angehörigen, medizinische Maßnahmen zur Erhaltung von Organen und zum Schutz der Organempfänger bis hin zum Organtransport. Daneben unterstützt sie die Krankenhäuser durch Fortbildungen und Prozessoptimierung zum Thema Organspende. Die Mitarbeiter der DSO-Region Mitte, zu der das Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz gehören, betreuen insgesamt 206 Krankenhäuser, davon 22 im Saarland.