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Kunst macht Schule X10 Jahre „Kunst macht Schule“
Im Herbst 2010 – im Jahr 10 von Kunst macht Schule – hatten Schülerinnen und Schüler von fünf Saarbrücker Schulen die Gelegenheit, mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern zu arbeiten.
Von den durchaus überraschenden Ergebnissen konnten sich die zahlreichen Gäste anlässlich der Vernissage in der Stadtgalerie ein Bild machen. Gesine Grundmann
geb.1974 in Köln, lebt in Köln
Gesine Grunmann arbeitet experimentell mit Blitzbeton und Acrystal (Kunststoff auf Wasserbasis) über Negativformen aus Ton. Das Arbeiten mit Negativformen aus Ton ermöglicht eine spontane und vielseitige Vorgehensweise. Gegenstände (Dosen, Flaschen, Lebensmittel, Steine, Holz und allerlei andere Strukturen) können in den Ton gedrückt werden, genauso kann direkt in den Ton modelliert werden. Eine solche Vorgehensweise ermöglicht den collagenartigen Umgang im Bereich von Relief und Skulptur. Die jeweiligen Negativformen werden je nach Belieben mit Acrystal ausgeformt oder in einer obersten Schicht mit Blitzbeton und hernach mit Acrystal und Glasfaser verstärkt. Das Acrystal kann mit Acrylfarbe eingefärbt werden, auch können in kleinen Mengen Sand oder ähnliche Materialien dem Kunststoff beigegeben werden. Im Anschluss kann die Oberfläche in weiterbearbeitet, bzw. nachgebessert werden. Die Außenform kann frei gewählt werden, es können Reliefe, Haufen und beliebig andere Formen realisiert werden. Nschotschi Haslinger
geb. 1982 in Eitdorf, lebt in Berlin
Nschotschi Haslinger möchte mit den SchülerInnen der Marienschule verschiedene Themen erarbeiten, so zum Beispiel das Zeichnen von Bewegungsabläufen (z.B. springender Ball, laufende Figur, klatschende Hände), das ineinander Zeichnen mehrere Momente, im Grunde auch Bewegungen, das Zeichnen oder Malen von Aufprall, Explosion und Geräuschen aller Art. Jeder Schüler soll eine Liste von Metaphern oder bildreichen Worten aus seinem Sprachgebrauch aufschreiben und versuchen, Einzelne davon bildlich umsetzen.' Weiteres Thema werden auch kurze Zeichentrickfilme sein, auf alle Fälle „Duck Amuck“. Sebastian Ludwig
geb. 1977 in Groß-Strehlitz, lebt in Lückenburg
Sebastian Ludwig wird mit den Schülern der Gesamtschule Rastbachtal zunächst nach geeignetem Fotomaterial recherchieren (Zeitungen, Magazinen, persönliche Fotos, wenn möglich auch Computerrecherche) und dieses Material dann auf unterschiedliche Weise weiter bearbeiten (manuell, evtl. zurechtschneiden und ausdrucken am Computer). Transferverfahren des Materials auf Papier, d.h. das Fotomaterial wird mit der Vorderseite auf das Papier gelegt und dann von hinten mit einem Lösungsmittel (Aceton oder Nitroverdünner) aufgelöst und übertragen, sodann Individuelle Weiterbearbeitung der Papierarbeit. Im Rahmen des Projekts werden ausschließlich Papierträger verwenden. Die Idee des Projektes ist es, den Schülern eine neue Drucktechnik zu zeigen, um damit einen Rahmen zu schaffen, in dem sie sich aber individuell und frei bewegen können. Dirk Rausch
geb. 1975 in Baumholder/Rheinland-Pfalz, lebt in Saarbrücken
Dirk Rausch wird in Anlehnung an die eigene künstlerische Tätigkeit, bei der die Arbeit mit der Technik des Siebdrucks im Vordergrund steht, die Schülerinnen und Schüler des Ludwigsgymnasiums an das künstlerische Arbeiten mit dieser Drucktechnik heranführen. Dabei soll das Medium nicht als Vervielfältigungsmethode angewendet werden, um eine Druckgrafik in einer vorher festgelegten Auflagenhöhe zu drucken. Vielmehr geht es darum, die Technik experimentell zu nutzen und die bildnerischen Möglichkeiten hinsichtlich der charakteristischen Eigenheiten des Siebdrucks auszuloten. Die Arbeiten sollen vornehmlich ungegenständlich sein, die Beschäftigung mit formalen und Farbproblemen sollen im Vordergrund stehen, ebenso können aber auch figürliche Anklänge in den Arbeiten auftauchen. (Abhängig vom Arbeitsprozess der Teilnehmenden). Die Vorlagen für die Siebdrucke sollen mit einfachen Mitteln hergestellt werden (z.B. mit Papierschablone, Jaxonkreide etc.), falls erforderlich ist ebenso die Schablonenherstellung durch Siebbelichtung möglich. Die Schüler arbeiten auf schon bedrucktem Material (vorhandene Probedrucke, mehrfach überdrucktes Makulaturpapier als Ausgangspunkt des künstlerischen Arbeitens, das schon „farbige“ Material erleichtert das Anfangen). Bildnerische Reaktion auf Vorgefundenes und das „Zueigenmachen“ dieses Rohmaterials durch künstlerische Überarbeitung wie weiteres Überdrucken, Collagieren und Übermalen bestimmen den Arbeitsprozess. Die Drucke entstehen in kleiner Stückzahl, einzelne Blätter können zur Bearbeitung an Mitschüler weitergegeben werden. Adrian Williams
geb. 1979 in Portland, Oregon/USA, lebt in Frankfurt a. M. und Portland, Oregon
Adrian Williams Arbeiten erzählen Geschichten in Form von Performances, Tonstücken, Interventionen, Filmen, Objekten und Papierarbeiten. Sie erfindet fiktionale Charaktere und bettet diese teilweise in wirkliche Situationen ein. Adrian Williams wird in ihrem Projekt Objekte erforschen, insbesondere wie Künstler sich ihrer annehmen und mit ihnen arbeiten. Genau wie Professor Whiple wird auch Adrian Williams ihrer Gruppe einen Schneeball präsentieren. |
KontaktMinisterium für Inneres, Kultur und Europa
Thomas Görlinger Kunst macht Schule
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