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Weiterbildung
 

Hochschulzugang ohne Abitur

Beruflich qualifizierte Menschen können zu einem fachgebundenen Studium zugelassen werden. Meister erhalten sogar die allgemeine Hochschulzulassung.

I    Allgemeiner Hochschulzugang

Aufgrund der neuen rechtlichen Regelungen erhalten die Inhaber/innen folgender Abschlüsse der beruflichen Aufstiegsfortbildung eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung:

(1) Meister im Handwerk nach §§ 45, 51 a, 122 Handwerksordnung (HwO),

(2) Inhaber/innen von Fortbildungsabschlüssen, für die Prüfungsregelungen nach §§ 53, 54 Berufsbildungsgesetz oder §§ 42, 42 a Handwerksordnung bestehen
(Beispiel: Industriemeister, Bankfachwirt/in, Versicherungsfachwirt/in),

(3) Inhaber/innen von Fortbildungsabschlüssen für Berufe im Gesundheitswesen (Beispiel: Fachpflege in der Intensivmedizin und Anästhesie),

(4) Inhaber/innen von Fortbildungsabschlüssen für Berufe im Bereich sozialpflegerischer und sozialpädagogischer Berufe (Beispiel: Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in),

(5) Inhaber/innen von Fachschulabschlüssen (Beispiel: Staatlich geprüfte/r Techniker/in, Staatlich anerkannte/r Erzieher/in).

In den Fällen von (2), (3) und (4) erhalten Bewerber/innen diese allgemeine Hochschulzugangsberechtigung allerdings nur dann, wenn nachgewiesen wird, dass die zu den Prüfungen führenden Lehrgänge mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassten.

Verfahren

Bewerber/innen um einen Studienplatz legen der Hochschule den entsprechenden Abschlussnachweis und, soweit erforderlich, die Bescheinigung der die Prüfung durchführenden Stelle über die Dauer des Lehrgangs, der auf die Prüfung vorbereitet hat, vor. In zulassungsbeschränkten Studiengängen richtet sich die Zulassung
nach dem Vergabeverfahren der ZVS (www.zvs.de)

 

II    Fachgebundener Hochschulzugang

Die fachgebundene Studienberechtigung kann unter bestimmten Voraussetzungen ohne Abitur über eine Hochschulzulassungsfeststellung erteilt werden.

Wesentlich sind vier Voraussetzungen:

(1)  Abschlussprüfung in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf mit einer regulären Ausbildungszeit von mindestens zwei Jahren nachweisen können,

(2)  Mindestens drei Jahre hauptberufliche Tätigkeit in dem erlernten oder in einem verwandten Beruf.
Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogramms des Bundes und beruflich Qualifizierte, die ihre besondere Leistungsfähigkeit bereits dadurch unter Beweis gestellt haben, dass sie besonders gute Noten in der Berufsabschlussprüfung nachweisen können oder besonders erfolgreich an einem beruflichen Leistungswettbewerb teilgenommen haben, brauchen lediglich zwei Jahre beruflicher Tätigkeit nachzuweisen.

(3)  Die Ausbildung muss durch eine berufliche Weiterbildung auf dem einschlägigen Gebiet erweitert und vertieft worden sein, und

(4)  die für das Studium erforderlichen Sprachkenntnisse in Deutsch müssen vorhabenden sein bzw. nachgewiesen werden.

Bei der Hochschulzulassungsstellung handelt es sich förmlich um eine Prüfung, faktisch allerdings lediglich um ein Feststellungsgespräch, also keine Prüfung im herkömmlichen Sinn. Dabei wird lediglich aufgrund der Aktenlage und dem Eindruck der Prüfungskommission über die fachliche und studierfähige Geeignetheit des Bewerbers entschieden.
Die Studienberatung empfiehlt, vorab 1-2 Semester in dem Studiengang ohne Studienzulassung zu studieren, um praktische Studienerfahrungen zu sammeln.

Verfahren

Der Antrag auf Zulassung zur Hochschulzugangsprüfung oder zur Aufnahme eines Probestudiums ist bis zum 1. April eines jeden Jahres bei der Hochschule zu stellen, an der die Bewerberin/der Bewerber studieren will. Im Antrag ist anzugeben, für welchen Studiengang die Studienberechtigung erworben werden soll.

Weitere Informationen der Universität des Saarlandes

Weitere Informationen der Universität des Saarlandes

Hier finden Sie die Seiten der Universität zur Studienberechtigung für besonders Qualifizierte.