Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Abfall
 

Weniger Hausmüll - mehr Verwertung - stabilere Müllgebühren

Eine Aufgabe mit großer ökologischer und ökonomischer Reichweite: Die saarländischen Haushalte sollen bis 2019 rund 40 % weniger Restmüll wegwerfen und rund 20 % mehr Wertstoffe recyceln. Das sieht der neue Abfallwirtschaftsplan des Ministeriums für Umwelt, Energie und Verkehr vor. Das Pro-Kopf-Abfallaufkommen soll sich von 240 Kilo auf 148 Kilo in 2019 reduzieren, auf einen Wert, den heute schon die Haushalte in Baden-Württemberg und Sachsen erreichen.

Das Umweltministerium setzt dabei auf das für die Haushalte kostengünstigere Gebührensystem nach dem Müllgewicht. Der Abfallwirtschaftsplan geht davon aus, dass die Ober/-Bürgermeister/innen der saarländischen Städte und Gemeinden sukzessive auf das Verwiegesystem umstellen. In einigen saarländischen Kommunen hat das Verwiegesystem zu drastischer Reduzierung der Müllmengen geführt: z.B. in Eppelborn mit 109 Kilo und St. Wendel mit 133 Kilo (in 2009). Außer in Eppelborn, St. Wendel und Lebach errechnet sich die Müllgebühr ab 2011 auch in Losheim, Saarbrücken und St. Ingbert nach Gewicht.

Im bundesweiten Vergleich zeigt sich, dass die saarländischen Kommunen bei der umweltfreundlichen Abfallwirtschaft noch nicht alle Potenziale ausgeschöpft haben. Das Saarland hat unter den Flächenstaaten das höchsten Pro-Kopf-Aufkommen an Hausmüll und mit die niedrigste Verwertungsquote bei Wertstoffen. Das noch nicht ausgeschöpfte  Vermeidungs- und Verwertungspotenzial sollen die Städte und Gemeinden stärker nutzen.