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Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr rät weiter vom Verzehr von Saar-Fischen ab

Pressemitteilung vom 10.08.2010 - 09:10 Uhr

Auf Grund der in Saar-Fischen gefundenen deutlich erhöhten Werte im Bereich der PCDD/F´s (Polychlorierten Dioxinen) und der PCB´s (polychlorierte Biphenyle) empfiehlt das saarländische Umweltministerium auch weiterhin, keine Fische aus der Saar zu verzehren. Diese Empfehlung gilt saarabwärts ab Staustufe Saarbrücken (Burbach). Oberhalb der Staustufe Burbach sollten vorerst keine fettreichen Fische, zum Beispiel Brassen, verzehrt werden.

Erweiterte Untersuchungen auch auf neue Stoffe, seit Dezember 2006 geltende EU-Richtlinien für die Festlegung von Grenzwerten und die Verzehrs-Empfehlung des Bundesamtes für Risiko-Bewertung 2009 sind die Gründe dafür, dass aktuelle Untersuchungsergebnisse – auch rückwirkend für die vergangenen Jahre – eine höhere Belastung der Saar-Fische ausweisen als bisher vermutet.

Zu den neu gemessenen Stoffen, die wesentlich für die hohe Belastung verantwortlich sind, gehört das besonders gesundheitsgefährdende  PCB 126. Die rückwirkenden Untersuchungen auf die neuen Schadstoffe zurück bis 1995 wurden dem Umweltministerium auf Nachfrage von der Umweltprobenbank des Bundes zur Verfügung gestellt.

Die Ursache der Belastung ist aus Expertensicht klar: PCB-haltige Trafo- und Hydraulik-Öle aus dem Bergbau wurden und werden mit dem Grubenwasser in die Saar und andere Gewässer wie Prims, Blies und Rossel geschwemmt.

„Wir wollen mit der RAG-Führung auch über diese Folgelast des Bergbaus diskutieren. Die RAG muss im Rahmen der ordnungsgemäßen Übergabe alles, was an umweltschädlichen Stoffen noch greifbar ist, entsorgen“, so Umwelt-Staatssekretär Klaus Borger bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse.

Ansprechpartner

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Sabine Schorr
Pressesprecherin
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4710
Telefax
(0681) 501-4522