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Landwirtschaft und ländlicher Raum
 

Schulobstprogramm der EU

Gute Noten von Schülern, Eltern und Lehrern: Schulobstprogramm soll weitergehen

Für das Schuljahr 2010/2011 hat das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr die Evaluation des Schulobstprogramms in Auftrag gegeben. Dazu wurden an 14 Grund- und Förderschulen mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte befragt. Nun liegen die Ergebnisse vor, und sie sind höchst erfreulich: Dem weitaus größten Teil der teilnehmenden Kinder und ihren Eltern gefällt die wöchentliche, kostenlose  Lieferung von Obst und Gemüse sehr gut, sie wünschen eine Fortführung des Programms. „Diese positive Resonanz zeigt, dass es möglich ist, mit relativ bescheidenem Einsatz die Ernährungsgewohnheiten von Kindern nachhaltig zu verbessern und damit einen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge zu leisten. Wir wollen auch künftig die Schulkinder kostenlos mit Vitaminen versorgen“, so Umweltministerin Simone Peter.

Als besonders positiv wird von Seiten der Kinder das Essen in Gemeinschaft und der leckere Geschmack von Obst und Gemüse genannt. Bemängelt wird in Einzelfällen eine zu geringe Sortenvielfalt oder, dass die Lieblingsfrucht zu selten geliefert wird. Über 50 % der Kinder geben an, dass sie jetzt mehr über Obst und Gemüse wissen. Besonders Förderschülerinnen und –schüler profitieren von dem Programm. Auch die teilnehmenden Lehrkräfte beurteilen das Schulobstprogramm überwiegend positiv, insbesondere an den Förderschulen. Beklagt wird teilweise der hohe zeitliche Aufwand, der durch das Zubereiten und Verteilen der Früchte entsteht. Dennoch bewerten die Lehrkräfte das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen beim Schulobstprogramm überwiegend gut bis sehr gut. Sie erwarten langfristige Änderungen im Ernährungsverhalten der Kinder.

Als wichtigste Faktoren für das Gelingen des Schulobstprogramms werden die kostenfreie Abgabe des Obstes und Gemüses, die Qualität der Ware und ein abwechslungsreiche Angebot  genannt. Zur Unterstützung wünschen sich die Lehrerinnen und Lehrer vor allem die Mithilfe der Eltern, die Bereitstellung von geeignetem Unterrichtsmaterial sowie verbesserte Lagerungsmöglichkeiten für das Schulobst. Die vollständige Evaluation kann in Kürze auf der Homepage des Ministeriums für Umwelt, Energie und Verkehr eingesehen werden.

Pressemitteilung vom 16.09.2011

Auch im laufenden Schuljahr werden saarländische Grund- und Förderschulen wieder kostenlos mit frischem Obst und Gemüse versorgt. Rund 10.500 Kinder an 88 Schulen profitieren vom EU-Schulobstprogramm, das im Saarland seit 2009 durchgeführt wird. Ab kommenden Montag fährt ein saarländischer Fruchthändler dreimal pro Woche die Schulen an und bringt allen teilnehmenden Klassen Obstkisten mit einer abwechslungsreichen Auswahl an saisonalen Früchten. Dabei stammen 20 Prozent der Ware aus ökologischem Anbau und die Äpfel sind saarländischer Herkunft.

„Ziel des EU-weiten Programms ist es, Kindern Obst und Gemüse schmackhaft zu machen und ihre Essgewohnheiten nachhaltig zu prägen. Das Schulobst trägt damit zu einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung bei“, so die zuständige Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr, Simone Peter.

In Folge der im Frühsommer aktuellen EHEC-Epidemie im Zusammenhang mit dem Verzehr von Rohkost hat das Ministerium zusammen mit den Gesundheitsbehörden ein Merkblatt für den hygienischen Umgang mit dem Schulobst erarbeitet, das den Schulen zusammen mit der ersten Obstlieferung zur Verfügung gestellt wird.


Warum Schulobst?

Sinn dieses Programms ist, Kinder im Grundschulalter durch regelmäßige Versorgung mit frischem Obst und Gemüse zu einer langfristigen Änderung in ihrem Verzehrsverhalten zu erziehen. Kurzfristige Effekte sind durch die kontinuierliche Vitaminversorgung zu erwarten. Langfristig und damit auch nachhaltig sollte sich die Änderung des Verzehrsverhaltens auf die Gesundheitskosten positiv auswirken. Weiterhin sollen die Kinder den Umgang und die Zubereitung mit Lebensmitteln erlernen und auch die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten sowohl in ihrem Geschmack als auch Aussehen kennen lernen.

Wer kann am EU-Schulobstprogramm teilnehmen?

Das saarländische Schulobstprogramm richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler in den saarländischen Grund-, Förder- und Waldorfschulen. Damit könnten ca. 34.000 Schülerinnen und Schüler in 204 saarländischen Schulen in den Genuss von Obst und Gemüse kommen. Die Möglichkeit zur Teilnahme wird allen oben erwähnten Schulformen eröffnet und ist freiwillig.

Wie funktioniert das Programm ?

Die Belieferung aller Schulen erfolgt durch einen Lieferanten – klassenweise kommissioniert - mit frischem Obst und Gemüse. Vorwiegend soll saisonale und regionale Ware geliefert werden, soweit vorhanden.  Zwanzig Prozent der gelieferten Früchte stammen aus ökologischem Anbau. Das Obst und Gemüse soll im Klassenverband gemeinsam zubereitet (d.h. waschen, schälen, schneiden) und verzehrt werden. Die dafür notwendigen Materialien (Messer, Schüsseln usw.) sollten von der jeweiligen Schule zur Verfügung gestellt werden. (kann aber auch in Abstimmung mit den Eltern von den Schülern mitgebracht werden).

Die teilnehmenden Schulen müssen aus Gründen der Nachhaltigkeit pädagogische Begleitmaßnahmen („flankierende Maßnahmen“) rund um das Thema „gesundheitsförderliche Ernährung“ durchführen.


News zur Anmeldung 2011

Kontakt

Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr
Dr. Silke Kruchten, Mike Herber
Referat D/1
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4320 und 4317
Telefax
(0681) 501-3510

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